Angepinnt Sblue´s Krankengeld-Aussteuerungs- und Renten-Story

      Ich glaube ich steh immer noch total auf dem Schlauch.

      Ich reiche Widerspruch ein, weil ein "Bescheid" ausgestellt wurde, aus dem kein Enddatum des Anspruchs von Krankengeld angegeben wurde ?

      Da kein Enddatum, Bewilligung unbefristet bis auf weiteres ???

      Du schreibst auch, dagegen kann man nicht meckern ???

      Bitte nimm es mir nicht übel und korrigiere mich, falls ich das falsch verstanden habe.



      Dann würde mich interessieren, wie ich das mit den AUB´s halten soll ? Ich beantrage jetzt Alg I. Dort muss ich mich mit meiner "Restleistung" zur Verfügung stellen, sonst kein Geld.

      AUB´s erhalte ich keine mehr nach der Austeuerung und Auszahlscheine ebenfalls nicht. Dazu ommt, ich bin noch in der firma angestellt, aber kann die tätigkeit nicht mehr ausüben.

      Wie weise ich dem Arbeitgeber nach, wenn ich keine belege mehr erhalte ???

      Finde das alles sehr verwirrend, sorry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „IceAngel79“ ()

      Ja, das ist für Laien schwierig – aber auch die meisten Krankenkassen haben selten echten Durchblick. Dies gilt übrigens auch für Rechtsvertreter.

      Du hast ja zwei Bescheide von deiner TK, den Bewilligungsbescheid vom März 2012 für den die Widerspruchsfrist längst abgelaufen ist und zu dem sich ein Überprüfungsantrag nach meiner Einschätzung derzeit nicht lohnt sowie den aktuellen Aussteuerungsbescheid, gegen den du jetzt Widerspruch einlegen kannst.

      Weil der Bewilligungsbescheid vom März Krankengeld ab … unbefristet zuspricht, kann die Zahlung nach meiner Einschätzung allein auf der Basis des Aussteuerungsbescheides nicht eingestellt werden, auch wenn die Höchstanspruchsdauer verbraucht ist, weil es an einer ausdrücklichen Aufhebungsentscheidung fehlt und diese auch gar nicht in Betracht käme, weil durch das Ende der Anspruchsdauer keine Änderung eingetreten ist, denn wie lange Krankengeld längstens zusteht, war schon bei der Bewilligung klar, wurde aber nicht im Bescheid festgehalten.

      Also ein Versuch ist das auf jeden Fall wert.

      Klar musst du dich bei der AA mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen. Du entscheidest aber nicht darüber, was dein Restleistungsvermögen ist. Allein weil das Krankengeld ausläuft, bist du ja nicht gesünder. Also bist du für die Krankenkasse nach wie vor arbeitsunfähig und musst dir natürlich auch AUBen geben lassen und diese rechtzeitig der Krankenkasse vorlegen wenn du deine Rechte dort wahren willst. Damit ist auch die Frage bezüglich des Arbeitgebers beantwortet, falls er AUBen überhaupt noch will, frage ihn mal.

      Dass du künftig vielleicht leichtere Arbeit machen kannst (Verfügbarkeit) oder unter die Nahtlosigkeitsregelung fällst, ist etwas ganz anderes und hat mit der AUB für die Krankenkasse nicht wirklich was zu tun. Diese Umstände prüft die Arbeitsagentur nach ihren Maßstäben durch ihre Leute.

      Nun IceAngel, so siehts aus – auch wenn es jetzt wahrscheinlich immer noch nicht klar ist. Vielleicht versteht das dein Rechtsvertreter? ;)

      Gruß!
      Machts Sinn
      Die DGB hat sich leider noch nicht gemeldet, werde aber berichten, was die davon halten.

      Alles andere ist einfach kompliziert und verwirend. ich werd wohl alles laufen lassen müssen und das mach ich überhaupt nicht gern.

      Ich weiß gerne vorher, was auf mich zu kommt und wie ich mich Verhalten muss.

      Dank Dir für deine Hilfe! :thumbsup:
      Hallo Machts Sinn,

      ich komme gerade vom VDK Anwalt.Er hat sich zwar gewundert aber er macht den Widerspruch so wie Du Ihn verfasst hast!
      Wir haben uns auf eine Frist von 10 Tagen geeinigt. Sollten wir nichts von der KK hören geht die Klage raus.Die Klageschrift bekommt er dann von mir und ich von Dir, also ran an´s formulieren!!!
      Gleichzeitig macht er noch die Klage gegen das Versorgungsamt. :smok:
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:
      Hallo Sblue,

      na also, geht doch - und kann nicht schaden aber ggf. viel bringen!

      Was mir gerade einfällt: warst du eigentlich früher schon mal wegen derselben Krankheit arbeitunfähig?

      Ggf. hätte nach dem Prinzip "starrer Blockfristen" die aktuelle Bezugszeit für 78 Wochen gar nicht mit Beginn
      der letzten Arbeitsunfähigkeit vor fast eineinhalb Jahren begonnen? Mit anderen Worten: wenn die starren 3-Jahresfristen
      so laufen, dass die letzte beispielsweise heute geendet hätte, könntest du ab morgen für weitere 78 Wochen Krankengeld
      beziehen, weil dein letzter Anspruch nicht ausgeschöpft war!

      Tatsache ist nämlich, dass Krankengeld nicht für höchstens 78 Wochen bezogen werden kann, sondern unter
      günstigsten Umständen für fast 156 Wochen, also fast drei Jahre - und das am Stück!


      Nur, wer weiß das und achtet auch darauf? Die Krankenkasse sagt das nicht von sich aus - die denkt lieber in
      die umgekehrte Richtung.

      Gruß!
      Machts Sinn
      Hallo Machts Sinn,

      das letzte mal habe ich 2005 KG bezogen,dann nochmal Ende 2008 3 Wochen AU. Vom 01.01.2009 - 30.06.2011 war ich Freigestellt bei vollem Lohn. In der Zeit war ich dauernd in Behandlung nur hätte mir eine AU nichts gebracht, da dürfte die Blockfrist vorbei sein. Wir sind ja dabei die 78 Wochen zu verlängern ;)
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:
      Wenn
      du das angehen willst, brauchst du natürlich weiterhin überschneidende
      bzw. unbefristete AUB´s (am besten bis a. w. = bis auf weiteres). Und keinesfalls darfst du vernachlässigen, die Weichen mit der Arbeitsagentur rechtzeitig und richtig zu stellen,
      denn die Krankenkasse wird deinem Widerspruch diesmal aller Voraussicht
      nach nicht abhelfen bzw. erst die rechtliche Klärung in bereits
      laufenden Fällen abwarten und auch keine aufschiebende Wirkung des
      Widerspruchs berücksichtigen.

      Du musst also Alg beziehen.
      Deswegen wird es wohl keinen Grund geben, beim Sozialgericht eine
      einstweilige Anordnung zu beantragen.

      Gruß!
      Machts Sinn

      Hallo Machts Sinn,

      jetzt hat mir die AfA doch noch einen Aufhebungsbescheid zum 28.02.2013
      geschickt.Die ganze Zeit hat die KKH mit der AfA verrechnet. Das heißt
      jetzt vom 01.03. - 27.03.2013 ( 78 Wochen voll) erhalte ich KG und dann
      wieder ALG I. Was ist jetzt besser: gegen den Aufhebungsbescheid
      Widerspruch einlegen ( Begründung???) oder zum 28.03.2013 einen neuen
      ALG I Antrag ( Nahtlosigkeit) stellen ? Wie muss ich den neuen ALG I
      Antrag richtig stellen?
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:
      Hallo Machts Sinn,

      hier der Aufhebungsbescheid und der Aufhebungs-/ Erstattungsbescheid.
      Dateien
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „sblue56“ ()

      Hallo Sblue,

      wenn du tatsächlich nachträglich ab 29.10. Krankengeld bekommst, ist das Alg insoweit zu Unrecht
      gezahlt und wird auf diesem Wege durch Zahlung von der KK an die AA beglichen.

      Ich sehe da nur einen formalen Fehler, nämlich dass die Alg-Bewilligung ab 01.03. aufgehoben wurde,
      im Erstattungsbescheid aber als Aufhebungsdatum der 29.10. steht. Aber in Euro und Cent dürfte
      sich nichts ändern, wenn das berichtigt wird, trotzdem könnte sich die Berichtigung aus Gründen
      der Rechtssicherheit empfehlen.

      Frage: sind beide Leistungen bei dir gleich hoch oder war das Krankengeld evtl. höher?

      Wichtig: unbedingt rechtzeitig vor der Aussteuerung erneut persönlich arbeitslos melden und Alg
      wieder beantragen!

      Gruß!
      Machts Sinn
      Hallo Machts Sinn,

      beide Leistungen sind gleich hoch.

      Was muss ich jetzt beim erneuten ALG I Antrag beachten? Du weißt ja, dass ich beim letzten ALG I Antrag einen Ablehnungsbescheid erhalten habe und erst durch Deinen Widerspruch ALG I bewilligt wurde?
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:
      Hallo Sblue,

      das Wichtigste ist, dass du dich der Arbeitsvermittlung im Rahmen deines Leistungsvermögens
      zur Verfügung
      stellst, ohne selbst zu beurteilen, wie dein Leistungsvermögen letztlich ist! Das ist
      eine medizinische Frage und du bist kein Arbeitsmediziner. Deine "unmaßgebliche Meinung" darfst
      du natürlich beisteuern, aber wie gesagt: keine Einschränkung entgegen der Beurteilung der Fach-
      leute, selbst wenn du mit deren Beurteilung nicht einverstanden bist und die nähere Klärung verlangst.

      So hast du dann entweder Anspruch auf Alg über die Verfügbarkeit oder über die Nahtlosigkeits-
      regelung
      (und zwar inzwischen wohl für die Höchstanspruchsdauer!). Davon gibt eine Ausnahme:
      wenn du (nur) bis zu 6 Monaten leistungsunfähig bist. Aber dann melde dich unbedingt.

      Gruß!
      Machts Sinn

      Machts Sinn schrieb:

      Davon gibt eine Ausnahme:
      wenn du (nur) bis zu 6 Monaten leistungsunfähig bist. Aber dann melde dich unbedingt.

      Gruß!
      Machts Sinn
      Hallo Machts Sinn,

      was heißt das genau? Habe am Mittwoch Termin beim SB und soll auch den Gesundheitsfragebogen abgeben.

      Eine Frage noch: Ich hatte doch im Nov. 2012 Termin beim MD der AfA und es wurde ein Gutachten erstellt nach dem ich voll Einsatzfähig mit Einschränkungen bin. Gibt es da eine Möglichkeit des Widerspruches,da ich ja immer noch AU bin und es auch noch die nächste Zeit sein werde ?
      Da ich ja nur einen GdB von 30 habe ( Klage läuft ), würde es Sinn machen einen Gleichstellungsantrag zu stellen?
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:
      Hallo Sblue,

      das Zitat mit den 6 Monaten spielt bei dir im Moment keine
      Rolle, denn das betrifft Leistungsunfähigkeit, bei dir ist aber
      bereits Leistungsfähigkeit festgestellt. Oder hat sich daran
      bzw. an deinem Gesundheitszustand seit November 2012
      etwas entscheidend geändert?

      Arbeitsunfähigkeit für das Krankengeld und Leistungsfähigkeit
      für das Arbeitslosengeld schließen sich nicht gegenseitig aus.
      Wenn du zum Beispiel wegen Schwindelanfällen nicht mehr
      als Dachdecker arbeiten kannst – deinen letzten Beruf weiß ich
      jetzt nicht – bist du arbeitsunfähig aber für vieles andere trotzdem
      voll leistungsfähig. Insofern stört es auch nicht, wenn du die
      AU weiterhin feststellen lässt, zumal es für evtl. weiteres Kranken-
      geld später sehr darauf ankommen könnte …

      Wenn du mit den Feststellungen im ärztlichen Gutachten nicht
      einverstanden bist, kannst du natürlich die Korrektur verlangen,
      allerdings nicht mit einem Widerspruch, sondern mit nichtförmlichen
      Mitteln, z. B. einfacher Brief, Gegendarstellung, Beschwerde …

      Falls du keine Ansatzpunkte findest und das Gutachten akzeptierst,
      wird auch ein weiterer Gesundheitsfragebogen von dir wohl nicht
      mehr erforderlich sein, vermute mal, das hat jemand nicht genau
      hingeschaut und nicht bemerkt, dass ja alles schon vorliegt – oder?

      Zum „Gleichstellungsantrag“ kann ich jetzt nichts konkret sagen –
      weiß auch nicht ob der Zeitpunkt günstig ist gerade jetzt auf der Basis
      des AA-ärztichen Gutachtens und wenn gerade eine Klage und ein
      Verschlimmerungsantrag (?) laufen.

      Dein gutes Recht wäre das natürlich, zumal das Gesetz davon ausgeht,
      dass sich damit die Einstellungschancen verbessern (das sehen manche
      aber auch anders) – das kann der VdK wohl besser beantworten … und
      deinen Arbeitsvermittler solltest du am Mittwoch danach auch fragen.

      Gruß!
      Machts Sinn
      Hallo Machts Sinn,

      an meinem Gesundheitszustand hat sich seit November 2012 nichts geändert.

      Mein letzter Beruf ist / war Kraftfahrer. Einen Minijob als Kraftfahrer habe ich ja noch den ich zur Zeit nicht ausübe!

      Den Gesundheitsfragebogen wollte ich kurz vorm letzten MD Termin im November 2012 meinem SB in einem verschlossenen Umschlag geben. Der gute Mann fing an den Umschlag aufzureißen, daraufhin habe ich gemeutert und Ihm gesagt, dass der verschlossene Umschlag für den MD ist und der Inhalt des Umschlages Ihn nichts angeht.Dann hat der SB mir den Umschlag wieder zurückgegeben und gemeint ich solle in dem Arzt des MD selbst geben. Der Arzt hat den Gesundheitsfragebogen nicht verlangt und so habe ich den Umschlag wieder nach Hause genommen.

      Ich meine mit der Gleichstellung bin ich schwerer zu vermitteln :) Ich werde den SB beim Termin darauf ansprechen.

      Mir wurden von der DRV " Leistungen für Bildung und Teilhabe " bewilligt. Was kann ich mir darunter vorstellen? Kann mich jetzt die AfA unter wegen Umschulung usw. unter Druck setzen?
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sblue56“ ()

      sblue56 schrieb:

      Kann mich jetzt die AfA unter wegen Umschulung usw. unter Druck setzen?

      Ich denke ja, denn das dient zur Eingliederung ins Erwerbsleben.

      Wie Jung bist Du denn? Wenn Du 61 oder 62 bist, dann nicht mehr.

      Habe ich der REHA viele kennengelernt die unter das §60er Gesetz fallen, da spielt schon ein Monat eine Rolle.
      Hallo Hannes,

      ich werde im Sommer 57. Die SB der AfA hat mir mitgeteilt, dass bei mir eine Umschulung nicht mehr in Frage kommen würde. Ich bin mit der SB so verblieben, dass ich die EM Rente beantrage und wenn es zum Widerspruch kommt habe ich im Widerspruchs - Klageverfahren noch 18 Monate Zeit das ganze hoffentlich zu Ende zu bringen. Nach meiner Aussteuerung am 27.03.2013 beginnt ein neuer 18 Monatiger ALG I Anspruch.
      Freundliche Grüße

      Sblue56 :huhu: