Rehaantrag - Zwang durch Krankenkasse

      Rehaantrag - Zwang durch Krankenkasse

      Ich bin seit ca. 1 Jahr kankgeschrieben aufgrund den Folgen einer Hirntumor-OP. Hinzu kommt bei mir zudem auch noch eine Rheumaerkrankung, die mich im Laufe der Zeit gezwungen hat, die schwere körperliche Arbeit in der ambulanten Pflege aufzugeben. Ich hatte dann arbeit mehr bürolastig gefunden (Facharztpraxis für Psychiatrie) , konnte diese aber dann aufgrund immer größer werdender Konzentrationsprobleme nicht mehr ausführen. Es kam zur Kündigung in Kombination mit sehr traumatischen Geschehnissen. Unfassbar zu was ein Psychiater fähig sein kann.

      Zudem gibt es einige traumatische Eckpunkte in meinem Leben, die es mir unendlich schwer machen, mich in eine stationäre Behandlung zu geben. Das hat etwas mit Kontrollverlust etc zu tun.
      Ich habe auf Druck der Krankenkasse einen Rehaantrag gestellt und dabei angekreuzt, dass ich eine ambulante Reha möchte. Ich lebe in einer Großstadt, hier gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, eine für mich notwendige Reha ambulant durchzuführen.

      Leider hat die DRV mir jetzt eine stationäre Reha genehmigt, ca. 250 km von meinem Heimatort entfernt. Und das ganze auch noch als Eilverfahren, wo ich überhaupt keinen Grund für erkennen kann.
      Ich habe in der 1. Woche nach Erhalt der Genehmigung nach Rücksprache mit meiner langjährigen Hausärztin Widerspruch eingereicht bei meiner örtlichen Rentenstelle, die als Servicestelle für die DRV Berlin angegeben wird.

      Noch nicht einmal 1 Woche nach dem Widerspruch kam schon ein Schreiben von der stat. Einrichtung, die mir die DRV aufs Auge drücken will, mit einem Termin zum 1.12.
      Das ich eine 4 wöchige Widerspruchsfrist habe, scheint niemanden zu interessieren.

      Ich bin jetzt völlig irritiert und weiß einfach nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Ich habe gute Gründe, die gegen eine stationären Aufenthalt sprechen. Dem Rehaantrag habe ich aber keine Begründung beigelegt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass man einfach aus einer beantragten ambulanten Reha eine stationäre macht. Hätte ich das gewußt, hätte ich gleich eine Begründung beigelegt.

      Mir geht es jetzt natürlich total schlecht, der gesamte Heilungserfolg den ich mir mühsam erarbeitet habe, ist zunichte gemacht. Ich fühle mich wie psychisch vergewaltigt weil man auf meine Bedürfnisse überhaupt keine Rücksicht nimmt. Ich fühle mich enorm unter druck gesetzt, schon alleine durch Äußerungen der KK in bezug auf Sperrung des krankengeldes.

      Tja was mache ich jetzt?

      Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. Leider ist mir die Fähigkeit alles gezielt auf den Punkt zu bringen, abhanden gekommen. Es fällt mir sehr schwer, solche Texte wie diesen hier zu schreiben. Bitte nachfragen wenn etwas unklar ist.
      Hallo maja,

      das ist nicht ganz einfach und es wird kaum möglich sein, dies hier aufgrund
      von Teil-Info´s über allgemeines Geplauder hinaus ausreichend präzise einzu-
      schätzen ...

      Hast du das schon gesehen:

      Krankengeldeinstellung wegen Änderung der Rehaeinrichtung

      Mir drängt sich die Überlegung auf, dass die DRV zu deinem Anliegen eng
      mit deiner Krankenkasse zusammenarbeitet dejure.org/gesetze/SGB_X/86.html
      und dich berät: dejure.org/gesetze/SGB_I/14.html

      Alles Gute!

      Gruß!
      Machts Sinn

      Machts Sinn schrieb:

      Mir drängt sich die Überlegung auf, dass die DRV zu deinem Anliegen eng
      mit deiner Krankenkasse zusammenarbeitet


      Und wie die zusammenarbeiten. ;)

      Alles schon selbst erlebt.
      Der KK ist es egal ob nochmals eine OP stattfindet, hauptsache für paar Wochen die Leistung gespart.
      Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. :putzen:
      Der Beitrag Krankengeldeinstellung wegen Änderung der Rehaeinrichtung trifft ja nicht so ganz auf meinen Fall zu. Ich hab den Thread aufmerksam gelesen und ich denke auch, dass ich den Inhalt gedanklich umsetzen konnte.
      Vor Zusendung der Aufforderung zum Rehaantrag wurde ich von meiner Krankenkasse angerufen und mir wurde diese Aktion angekündigt. daraufhin habe ich gesagt, dass ich mich aufgrund dem Vorliegen von Gründen eine stationäre Reha überhaupt nicht vorstellen kann. Aussage des Sachbearbeiters der Krankenkasse war, dass dies ja überhaupt kein Problem ist, ich könnte einen Antrag auf eine ambulante Reha stellen. Er würde das schonmal im Antragsformular entsprechend ankreuzen und genauso war das dann auch.
      Sicher muß die DRV und die Krankenkasse eng zusammenarbeiten. Aber das beinhaltet doch nicht, dass man einfach etwas anderes genehmigt als beantragt wurde. Ich habe eine ambulante Reha beantragt und keine stationäre. Im Genehmigungsschreiben der DRV gab es überhaupt keinen Hinweis darauf, warum eine stationäre Reha genehmigt wurde. Zumindest hätte ich eine Begründung erwartet warum entgegen meinem Willen so entschieden wurde.

      Abgesehen davon basiert alles nur auf Entscheidungen nach Aktenlage. Keiner kennt mich persönlich und ich weiß nicht, was genau in den Akten drin steht, dass man so eine Entscheidung fällen kann.

      Zudem habe ich immer noch das Recht zu bestimmen wo ich mich aufhalte. Das wird hier doch vollkommen ausgehebelt. Mal abgesehen von der Aushebelung der Widerspruchsfrist. Das hier ist für mich letztendlich nichts anderes als eine Zwangseinweisung zu der absolut keine Berechtigung besteht.
      Ich habe mich vorhin an den SoVD gewendet bei dem ich schon länger Mitglied bin und dort den Rat erhalten, ein Attest meiner Ärztin zum widerspruch nachzureichen.
      Im Anschluß daran gleich mit meiner Ärztin bzw. der Praxis gesprochen und kann dann Anfang nächster Woche das Attest in der Praxis abholen.
      Wie geht es weiter?
      Heute kam ein Anruf von meiner Krankenkasse. Anfrage wegen dem Sachstand. Dies habe ich mitgeteilt, einschl. der Tatsache, dass ich einen Widerspruch gegen die stat. Reha eingelegt habe. Meine Krankenkasse ist derselben Meinung wie ich, ich muß den Termin zum 1.12. nicht antreten.