Aussteuerung Krankengeld - fehlerhafter Bescheid ?

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      Prima!

      Dennoch lässt sich einiges ergänzen,
      so dass die fast zwingende Folge die
      aufschiebende Wirkung des Widerspruchs
      wäre, sonst ein entsprechender Antrag
      an das Sozialgericht ...

      Soll ich einen Text-Vorschlag schreiben,
      ähnlich wie bei Sblue?
      Hallo,
      vergiss es, die aufschiebende Wirkung und es handelt sich lt. Text um eine Einladung, nicht um eine Aufforderung - man bietet dir an, einen eigen Terminvorschlag zu machen, also auch die Einladung abzulehnen. ob man dir die Fahrkosten für den Termin erstattet, kann sein, man muss aber nicht, da es keine Aufforderung ist. eine Aufforderung zur Vorstellung bei der Kasse geht sowieso nicht.
      Gruss
      Czauderna
      Hallo Svitanok,

      rufe doch gleich mal an und frage nach,
      am besten mit der Ankündigung, dass sonst
      am Montag ein Antrag auf einstweiligen Rechts-
      schutz an das Sozialgericht geht.

      Hier steht ein weiterer ER-Antrag im Raum:
      elo-forum.org/alg/krankenkasse…7/index2.html#post2165699

      Auch dort stellt sich die Frage, wie die Arbeits-
      agentur auf den Alg-Antrag reagiert? Wie war
      dies bei dir?

      Schönen Gruß
      Machts Sinn
      Sorry für die späte Antwort aber ich lag darnieder.

      Die AFA hat mir einen vorläufigen Bescheid geschickt und Zahlungen angewiesen. Die fiktive Einstufung erfolgte in Qualifikationsstufe 1.
      Mit der KK habe ich jetzt noch nicht entschieden wie ich weiter vorgehe.

      Machts Sinn, hätte dir gerne eine PN geschickt aber leider geht das nicht.

      P.s:: dann schreibe ich es abgeändert halt hier.
      Ich bin mir derzeit nicht sicher ob ich weiter gegen die KK vorgehen soll. Ich war vor dem Krankengeld schon in ALG 1
      und wurde damals in Qualifikationsstufe 3 eingestuft so das ich nur rund xxx.xx Euro Krankengeld bekam. Nun bin ich
      von der Afa neu bewertet worden und anders eingestuft und bekomme knapp xxxx,xx Euro.Fast das doppelte.
      Ich glaube kaum das die KK das zahlt. Die wird nur weiter den Betrag wie vorher zahlen und damit stehe ich mich, mit Frau
      und 2 Kindern, deutlich schlechter.

      Ich denke es wäre mir eher schädlich wenn ich jetzt der KK weiter Druck machen würde.
      Hallo Svitanok,

      ja, das musst du dir gut überlegen, denn tatsächlich ist es ein weites Feld
      zwischen den Qualifikationsgruppen 1 und 3 (Hochschul- oder Fachhochschul-
      ausbildung - abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf).

      Damit stellt sich gleichzeitig die Frage, ob du dann auch früher höheres Alg
      und in der Folge höheres Krankengeld zu beanspruchen hattest und dies nach
      träglich zu korrigieren wäre, § 44 SGB X, wonach eine riesige Nachzahlung von
      Alg und Krankengeld die Folge sein könnte:
      dejure.org/gesetze/SGB_X/44.html

      Aber Vorsicht auch mit dem "vorläufigen Bescheid" - wird da auf § 328 SGB III
      und dessen Abs. 3 verwiesen? dejure.org/gesetze/SGB_III/328.html

      Richtig spannend!

      Schönen Gruß
      Machts Sinn

      Machts Sinn schrieb:


      Damit stellt sich gleichzeitig die Frage, ob du dann auch früher höheres Alg
      und in der Folge höheres Krankengeld zu beanspruchen hattest und dies nach
      träglich zu korrigieren wäre, § 44 SGB X, wonach eine riesige Nachzahlung von
      Alg und Krankengeld die Folge sein könnte:
      dejure.org/gesetze/SGB_X/44.html

      Die Frage stelle ich mir auch weiß aber nicht ob ich aktiv werden sollte.
      Nicht das der Schuss nach hinten losgeht. Wir reden hier über einen Zeitraum
      von 15.09.2013 bis aktuell.

      Der vorläufige Bescheid beruht auf § 328 Abs.1 Satz1 Nr. 3 SGB III und im weiteren
      wird auch auf § 328 Absatz 3 Satz 1 verwiesen.
      Also warum Vorsicht ?
      Anspruch habe ich ja in jedem Fall ob nun nach §145 Nahtlosigkeit oder wenn der
      ÄD mich voll leistungsfähig einstufen würde reguläres ALG 1.
      Ich habe in Qualifikationsgruppe 1 als Niederlassungsleiter und Abteilungsleiter
      gearbeitet habe aber nicht die entsprechende Ausbildung sondern hatte mich über
      Jahre hochgearbeitet.

      Ausbildungstechnisch habe ich nur eine normale abgeschlossene Berufsausbildung.
      Die jetzige Einstufung zielt darauf ab als was ich wieder arbeiten will/möchte und
      auf was sich die Vermittlungsbemühungen der Afa in erster Linie erstrecken.

      Ich hingegen war bisher immer der Meinung das die Einstufung sich nur auf die
      Ausbildung bezieht die man abgeschlossen hat.
      .
      Qualifikation resultiert nicht nur aus der theoretischen und praktischen Ausbildung
      sondern auch aus "Zugewinn" durch praktische Tätigkeit und Erfahrung ... = "hochgearbeitet".

      Insofern erscheint mir die jetzige Einstufung durchaus richtig, vgl.152.2.1 Abs. 2:
      www3.arbeitsagentur.de/web/wcm….sid=L6019022DSTBAI407851


      In Nahtlosigkeitsfällen ist die für die letzte Beschäftigung erforderliche Qualifikations-
      gruppe zugrunde zu legen. Einschränkungen des Leistungsvermögens bleiben unberück-
      sichtigt.


      Worauf sich "die Vermittlungsbemühungen der Afa in erster Linie erstrecken" war für die
      frühere fiktive Einstufung relevant. Aber dazu gibt die bisherige Info-Lage hier nichts her.

      Vermutlich ist der Arzt der Arbeitsagentur beteiligt. Vorschlag: einfach mal diese Datei
      nach "Bemessung" durchsuchen (18 Fundstellen):
      www3.arbeitsagentur.de/web/wcm….sid=L6019022DSTBAI407804

      Das heute zugegangene Schreiben hat mit dem Widerspruch nichts zu tun.
      Innerhalb der Krankenkasse gibt es völlig getrennte Zuständigkeiten
      (Beitragsabteilung, Leistungsabteilung, Widerspruchssachbearbeitung ... )
      .

      Machts Sinn schrieb:

      .
      Qualifikation resultiert nicht nur aus der theoretischen und praktischen Ausbildung
      sondern auch aus "Zugewinn" durch praktische Tätigkeit und Erfahrung ... = "hochgearbeitet".

      Gut zu wissen nur traf das auch schon beim letzten mal zu. Habe mich ja nicht während der
      Krankheit hochgearbeitet sondern davor.Wobei ich gerade in deinem Link lese das es dazu
      ein BSG Urteil aus 11.2015 gibt. Meine letzte Einstufung lag ja vor dem Urteil. Stellt sich nun
      die Frage ob das Urteil denn auch rückwirkend gilt denn dann hätte ich ja eine Chance auf
      eine Nachzahlung. Wenn das nicht schon verjährt ist. Sind immerhin rund 780 Euro pro Monat
      und das auf die Zeit gerechnet ist ja einiges. Das Krankengeld dürfte dann ja auch zu niedrig
      gewesen sein.

      Mal nur zur Info:
      ab 09.2013 bis 12.2014 AU mit Krankengeld
      01.2015 bis 10.2015 ALG 1 - Qulifikationsgruppe 3
      10.2015 bis 14.01.2017 AU mit Krankengeld
      ab 16.01.2017 ALG 1 - Qualifikationgruppe 1


      Machts Sinn schrieb:

      .In Nahtlosigkeitsfällen ist die für die letzte Beschäftigung erforderliche Qualifikations-
      gruppe zugrunde zu legen. Einschränkungen des Leistungsvermögens bleiben unberück-
      sichtigt.

      Bedeutet das nur in Fällen der Nahtlosigkeit ?
      Bei der vorhergehenden AU von 2013 bis Ende 2014 bin ich ja, wenn ich mich recht
      erinnere, kurz vor der Aussteuerung wieder arbeitsfähig gewesen.


      Machts Sinn schrieb:

      .Worauf sich "die Vermittlungsbemühungen der Afa in erster Linie erstrecken" war für die
      frühere fiktive Einstufung relevant. Aber dazu gibt die bisherige Info-Lage hier nichts her.

      Diese Begründung steht aber unter anderem im aktuellen vorläufigen Bescheid.


      Machts Sinn schrieb:

      .Vermutlich ist der Arzt der Arbeitsagentur beteiligt.

      Möglich ist alles wenngleich der ja noch gar nicht mit seiner Beurteilung durch ist.

      Machts Sinn schrieb:

      .Das heute zugegangene Schreiben hat mit dem Widerspruch nichts zu tun.
      Innerhalb der Krankenkasse gibt es völlig getrennte Zuständigkeiten
      (Beitragsabteilung, Leistungsabteilung, Widerspruchssachbearbeitung ... )
      .

      Hatte ich mir auch schon gedacht aber es fuchst mich doch das die so überhaupt
      nicht reagieren.


      Danke für die Links da werde ich mich heute mal einlesen.
      .
      So kann sich das Blatt zwischen dem 27.01. und dem 03.02. wenden:
      erst hängst du in der Luft und dann zahlen plötzlich beide, die AA das Doppelte.

      Krankengeldanspruch - mindestens - bis 31.03.2017 ist jedenfalls Fakt. Ob dem
      Widerspruch damit voll umfänglich abgeholfen ist, eine ganz andere Frage, die nur
      bei fast 156 Wochen ununterbrochenen Krankengeld-Bezugs keiner näheren materiell-
      rechtlichen - dann aber immer noch der verfahrensrechtlichen - Prüfung bedarf:
      156 Wochen Krankengeld?

      Die jetzige Alg 1-Einstufung erschien plausibel, wird nun aber zunächst hinfällig. Für die
      frühere Einstufung in QuGr. 3 ist eine Einschätzung aufgrund der Infos hier bisher nicht
      möglich. Die Beurteilung wird wesentlich davon abhängen, ob die Gesundheit ab Jan.
      2015 wieder voll hergestellt ober noch qualitative Vermittlungseinschränkungen
      zu beachten war/en. Außerdem stehen Fragen im Zusammenhang mit der
      "Bezugsgröße West" im Raum.

      Zur Vorgehensweise dürfte sich evtl. ein Beratungsgespräch mit der AA
      anbieten: dejure.org/gesetze/SGB_I/14.html

      Evtl. Korrekturen sollten auf das Krankengeld durchwirken.

      P.S.: wurde bis 8/2013 Arbeitsentgelt / Entgeltfortzahlung gewährt?
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