Aussteuerung Krankengeld - fehlerhafter Bescheid ?

      UPD antwortet:

      vielen Dank für Ihre Anfrage an die
      Unabhängige Patientenberatung Deutschland und Ihr Vertrauen in
      unsere Beratung.

      Wir verstehen Ihre Anfrage dahingehend,
      dass Sie Informationen zur Fälligkeit bei Entstehung des
      Krankengeldanspruchs erhalten möchten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir
      im Einzelnen nicht beurteilen können warum sich die Auszahlung des
      Krankengeldes verzögert.

      Gerne übermitteln wir Ihnen folgende
      grundlegende Informationen: Grundsätzlich werden Ansprüche auf
      Sozialleistungen mit ihrem Entstehen fällig, nach § 41 SGB I. Das
      gilt dann, wenn die weiteren Sozialgesetzbücher keine spezielleren
      Regelungen treffen.

      In Bezug auf die Krankengeldauszahlung
      sind weder in den Vorschriften des 5. Buches Sozialgesetzbuch noch in
      der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie abweichende Fälligkeitsregelungen
      benannt. Deshalb wird Krankengeld grundsätzlich fällig, sobald der
      Anspruch entstanden ist.

      Der Anspruch auf Krankengeld entsteht
      bei Krankenhausbehandlung oder Behandlung in einer Vorsorge- oder
      Rehabilitationseinrichtung von ihrem Beginn an, des Weiteren von dem
      Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit, §§ 46
      Satz 1, Nr. 1, 2 SGB V.

      In dem BSG Urteil vom 25.10.1994 �
      3/1 RK 57/93 wird allerdings folgendes ausgeführt: Das Krankengeld
      diene dem Ersatz für einen Entgeltausfall. Deshalb müsse die
      Auszahlung, wie auch bei dem ausfallenden Arbeitsentgelt,
      abschnittsweise nachträglich erfolgen.

      Das BSG vertritt nicht die Auffassung,
      dass alle Sozialleistungen im Voraus zu gewähren seien. Dies gilt
      vielmehr nur für solche, die sich auf einen längerfristig
      andauernden Sachverhalt beziehen, wie die Sachverhalte, die eben
      Renten und auch dem Pflegegeld zugrunde liegen. Dagegen sind
      Leistungen, die reine Entgeltersatzfunktion für kürzere Zeiträume
      haben, im Nachhinein zu bezahlen (Begründung in BT-Drucksache 7/868
      zu §41 SGB I).
      So gestern habe ich einen dickeren Umschlag von der AFA aus dem Briefkasten gezogen. Enthalten ist eine
      Abhilfebescheid zum Widerspruch. Ein Aufhebungsbescheid für die Zukunft und ein endgültiger Bescheid
      für Leistungen bis zum 11.03.2017 sowie eine Kopie des Erstatters an die KK. Erstatten muss ich selber nichts.
      Das schon mal alles positiv und zufriedenstellend.
      Aber das war noch nicht alles was da drin war. Im weiteren enthielt der Umschlag das Ergebnis meines
      Überprüfungsantrags und auch dem wurde stattgegeben aber nicht ganz wie erwartet.
      Man hat die ALG 1 Bescheid von 2015 aufgehoben. Die fiktive Berechnung hinsichtlich der Tabelle Ost
      auf Tabelle West geändert und mich in Qualifikationsgruppe 2 statt 3 eingestuft. Hier muss ich mir
      überlegen ob ich Widerspruch einlege.

      Alles in allem ein dicke Nachzahlung wo von allerdings für den Zeitraum 01.01.2015 bis 30.09.2015 ein
      großer Teil an das JC geht. Hatte damals aufstockende Leistungen von denen.

      Für die darauffolgende Zeit muss die KK nachzahlen. Dort war ich auch schon und habe die geänderten
      Bescheid abgegeben und gleichzeitig einen Zettel ausgefüllt damit mir mein Krankengeld nach erreichen
      der Aussteuerung am 30.03.2017 auch ohne weitere Krankmeldung ausgezahlt wir.

      Alles in allem kein schlechter Tag.
      Hallo,

      die Pause habe ich mir schon selbst verordnet da ich auch noch eine Familie habe.
      Das ich überhaupt etwas erreicht habe lies mich schon staunen, hatte ich doch damit
      in keinster Wiese gerechnet. Vom Jobcenter ausgehend bin ich gewohnt das alles nur
      per Klage beim SG geht.

      Nun warte ich erst einmal das Ende des Monats ab und schaue was dann wieder von
      der AA auf mich zu kommt. Habe ja noch keine Ahnung ob die Begutachtung durch
      den ÄD mittlerweile abgeschlossen ist und wenn ja was dabei heraus gekommen ist.

      Fakt ist das ich eine Reha beantragen werde. Ich würde damit zwar gerne warten bis
      die AA mich dazu auffordert aber mein Doc drängt und hält dies für dringend notwendig.
      Update

      Gegen den Bescheid zum Überprüfungssantrag hatte ich Widerspruch eingelegt. Die Afa hat sich hier
      reichlich Zeit gelassen aber letzten Freitag lag ein Umschlag mit Brief von der Afa in der Post.

      "Ihrem Widerspruch wird vollumfänglich abgeholfen"

      Rückwirkend Einstufung in Qualifikationsgruppe 1 ab dem 01.01.2015. Nachzahlung wird angewiesen.

      Bescheid schon bei der KK abgegeben und warte da jetzt auf die Antwort und die nächste dicke Nachzahlung.

      Die Nachzahlung zuvor bei der Korrektur von Qualifikationsgruppe 3 auf 2 und die jetzige neu Einstufung
      ergeben für mich zusammengerechnet eine Nachzahlung (inkl. höhere Zahlungen aktuell) im niedrigen fünfstelligen
      Bereich. Die Mühe und Hartnäckigkeit hat sich in diesem Fall für mich gelohnt

      Neu

      Svitanok schrieb:

      Bescheid schon bei der KK abgegeben und warte da jetzt auf die Antwort und die nächste dicke Nachzahlung.

      Da MachtsSinn nachgefragt hat ob sich da etwas getan hat, habe vergessen dies zu posten, hole ich das nun nach.
      Die KK hat innerhalb von 10 Tagen alles lückenlos nachgezahlt. Gänzlich ohne Theater.