DRV-Reha abgelehnt, GKV will sich drücken, was tun?

      DRV-Reha abgelehnt, GKV will sich drücken, was tun?

      Hallo Community!

      Ich bin nun seit Juli 2016 Krankgeschrieben.
      Habe nach mehrfachem Kreuzbandriss, Meniskusschäden und Außenbandriss, mir nun in der Arbeit einen Knorpelschaden zugezogen..

      Seit dem "Unfall", wo ich mir das Knie verdreht habe kann ich mein Knie unter Belastung kaum mehr beugen (Nein, dies wird nicht als Arbeitsunfall angesehen meinte mein behandelnder Arzt damals, da ich bereits folgeschäden durch die Kreuzbandrisse hätte....). Treppensteigen, aufstehen oder das arbeiten in der Hocke funktioniert kaum bis gar nichtmehr. Mein behandelnder Arzt hat mich daraufhin operiert und versucht durch Knochenfett einen Knorpelersatz herzustellen.. Die operation hat zwar wieder Bewegungsfreiheit geschaffen, aber Belastungen sind seit dem Unfall immer noch nicht möglich!

      Nun, da ich im Bau Geschäft tätig bin brauche ich dringend etwas neues, da ich für meinen erlernten Beruf den ich seit 6 Jahren ausübe nicht mehr gebrauchbar bin. Jedoch habe ich durch eine Schulische Fortbildung, einem Kreuzband und einen Meniskusriss in den letzten 2 Jahren, nicht 6 Monate lang Pflichtbeiträge in die DRV bezahlt.. Daher lehnte die DRV nun nach bereits eingereichtem Widerspruch meinen Antrag der von der GKV gefordert wurde, auf eine medizinische Reha ab.

      Die GKV sagt mir jetzt nur, dass es für mich nurnoch die möglichkeit gäbe, weitere 3 Monate zu arbeiten um die 6 Monate Pflichtbeiträge zusammen zu bekommen.. jedoch frage ich mich, wie soll ich arbeiten, wenn ich Arbeitsunfähig bzw. Krankgeschrieben bin?!
      Was ist mit einem Antrag auf medizinische Reha bei der GKV? Welche nachteile hätte ich gegenüber einer Reha der DRV? Habe ich überhaupt die möglichkeit eine Reha bei der GKV einfach so zu beantragen? Oder muss dies von der GKV veranlasst werden?
      Es scheint mir so, als würde die GKV versuchen, allem aus dem Weg zu gehen..

      Ich bin in dem Bereich leider nicht wirklich fit und würde mich über jede hilfe oder infos über weitere möglichkeiten die es für mich gibt sehr freuen!
      Ich habe morgen Vormittag einen Termin bei der GKV und wäre froh wenn ich noch ein paar wichtige Infos sammeln könnte :)

      Vielen Dank schon einmal für Ihr Bemühen und Ihre Aufmerksamkeit!!
      Hallo,


      Krankenkassen sind zuständig bei Leistungen zur Medizinischen
      Rehabilitation, wenn es um den Erhalt oder die Wiederherstellung
      der Gesundheit geht und wenn nicht andere
      Sozialversicherungsträger solche Leistungen erbringen.

      Bist Du bei einem Schmerzarzt in Behandlung?
      Hier wäre auch eine Einweisung in eine Akutklinik sinnvoll.

      Zu deinem Arbeitsunfall: Lass dich nicht so einfach abwimmeln.
      Hat dein Arbeitgeber den Fall der BG gemeldet?
      Suche Dir zu diesem Thema einen erfahrenen, spezialisierten Rechtsanwalt.

      Gruß
      Ancyst
      Hallo Ancyst,

      Einen Schmerzarzt habe ich noch nicht, davon habe ich auch noch nichts gehört. Ich gehe davon aus dass mich mein behandelnder chirurgie-arzt dort hin überweisen muss?

      Mein Arbeitgeber hat den Unfall nicht der BG gemeldet, ist dies ein halbes Jahr später überhaupt noch möglich?
      dieser hat mich viel lieber nach dem Unfall gekündigt, da ich erst seit 3 Monaten eingestellt war..

      Gruß
      Hallo Thomas,
      Nachtrag:


      Der AG hat, nach §193 Abs.1 SGB VII, den Unfall zu melden, wenn
      die AU länger als drei Tage dauert. Auch wenn zuerst nur eine kurze
      oder gar keine AU vorlag muss bei einer Verschlimmerung
      "nachgemeldet" werden. Bussgeld bei Nichtmeldung: bis zu
      2.500 Euro(§209 Abs.3 SGB VII).


      Du erhälst auch jetzt noch eine Behandlung und evtl. nachträglich
      Verletztengeld, wenn das ein Arbeitsunfall war. Gibt es Zeugen?

      Gruß
      Ancyst
      Hallo Thomas,

      Du musst nicht unbedingt zu deinem Arbeitgeber.( er hat dich doch auch entlassen!)
      Dein Arbeitgeber wird von der BG angeschrieben.

      Mache die Selbstanzeige bei der BG - eingeschriebener Brief
      als Nachweis für dich.
      Vorab hole Dir Kopien der Berichte von deinen behandelten Ärzten.

      Ja stelle den Antrag bei deiner Krankenkasse.

      Gruß
      Ancyst
      Hallo Thomas,

      ich habe die Beiträge jetzt soweit gelesen und mir ist aus eigener Erfahrung bekannt, dass Betriebe gerne ihre Pflicht nicht nachkommen, Unfälle der zuständigen BG zu melden.

      Bekannt ist das durch die Verletzungsart, ein steiniger Weg vor Dir liegt. Nun liegt in Deinem Fall ein halbes Jahr da zwischen, aber Du hast Zeugen und ich kann Dir hier nur empfehlen einen Fachanwalt hinzuzuziehen.

      Schau mal unter Battenstein & Battenstein im Netz.

      Ancyst schrieb:

      Hallo Thomas,

      Du musst nicht unbedingt zu deinem Arbeitgeber.( er hat dich doch auch entlassen!)
      Dein Arbeitgeber wird von der BG angeschrieben.

      Mache die Selbstanzeige bei der BG - eingeschriebener Brief
      als Nachweis für dich.
      Vorab hole Dir Kopien der Berichte von deinen behandelten Ärzten.

      Ja stelle den Antrag bei deiner Krankenkasse.

      Gruß
      Ancyst


      welchunsinn schrieb:

      Hallo Thomas,

      ich habe die Beiträge jetzt soweit gelesen und mir ist aus eigener Erfahrung bekannt, dass Betriebe gerne ihre Pflicht nicht nachkommen, Unfälle der zuständigen BG zu melden.

      Bekannt ist das durch die Verletzungsart, ein steiniger Weg vor Dir liegt. Nun liegt in Deinem Fall ein halbes Jahr da zwischen, aber Du hast Zeugen und ich kann Dir hier nur empfehlen einen Fachanwalt hinzuzuziehen.

      Schau mal unter Battenstein & Battenstein im Netz.


      Vielen Dank für die Info's die Ihr mir hier gibt! Das hilft mir sehr viel weiter!!

      Ich werde mich jetzt heute noch an die Unfallsmeldung ranmachen und morgen Vormittag nochmals mit der Krankenkasse drüber reden. Melde mich dann sofort wieder wenn sich etwas neues ergeben hat! Vielen Dank nochmals ihr seid super!
      Hallo,
      habe ich das richtig verstanden - du übst deinen Beruf seit 6 Jahren aus hast aber noch keine sechs Monate an Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung geleistet - da passt doch irgend etwas nicht - habe ich es weiterhin richtig verstanden, dass du auch schon Juli 2016 Krankengeld bekommst und dass davon weder von dir noch von der Kasse Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden und habe ich es richtig verstanden, dass die Kasse deinen Reha-Antrag, nachdem der von der Rentenversicherung wegen Nichterfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen abgelehnt wurde, ohne eine stichhaltige Begründung bzw. eines MDK-Gutachtens abgelehnt hat ?.
      Da sind ja wirklich etliche Ungereimtheiten enthalten, von dem womöglich vorliegenden Arbeitsunfall mal gabt zu schweigen.
      Vom Ablauf her muss es so laufen, dass die Kasse, nachdem der RV-Träger abgelehnt hat den Reha-Antrag gegen sich gelten lassen muss und darüber entscheiden muss.
      Gruss
      Czauderna

      Czauderna schrieb:

      habe ich das richtig verstanden - du übst deinen Beruf seit 6 Jahren aus hast aber noch keine sechs Monate an Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung geleistet - da passt doch irgend etwas nicht


      Na ja, wenn man Selbständig ist ?
      Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. :putzen:
      Hallo,
      ja, könnte eine Erklärung sein, aber er schreibst von Arbeitsunfall und vom Chef - Thomas kannst du bitte mal eine Zeitschiene machen - ab wann genau Arbeitsunfähig und wie versichert, also von wann bis wann selbständig und von wann bis wann Arbeitnehmer - und als was bekommst du Krankengeld, als Arbeitnehmer oder als Selbständiger ?.
      Gruss
      Czauderna
      Da haben einige die Sache verschlafen.

      Auch die Krankenkasse hat eine Beratungspflicht, und den Sachverhalt von Amtswegen aufzuklären.

      Schulische Weiterbildungen sind anzurechnende Zeiten in der DRV meines Wissens, auch wenn diese ggf. durch das Arbeitsamt oder das Jobcenter gefördert wurden. Bereits in der schulischen Weiterbildung lag der erste Arbeitsunfall wenn ich das hier nun richtig verstanden habe. Mithin ist auch der Träger der Bildungseinrichtung seine Meldepflicht nicht nachgekommen. AU Zeiten sind auch Sozialversicherungspflichtige Zeiten in der DRV.

      Hier empfehle ich zunächst einen Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt BG aufzusuchen und dann erst die zuständige BG anzuschreiben. Immerhin hat die GVK sowie auch die DRV den Sachverhalt zwischen den Kostenträgern (wozu auch die BG`en gehören) von Amtswegen zu ermitteln.

      Hier könnte es auch darum gehen das der Reha Antrag umgedeutet werden muss und als Umschulung angesehen werden muss.

      Mithin ist einer der Sozialversicherungsträger eindeutig hier in der Pflicht.
      Hallo Czauderna,

      er hat in der letzten Zeit eine schulische Weiterbildung absolviert.
      Die Krankenkasse ist als Kostenträger zuständig für die Reha.
      Hier ist wieder ersichtlich, wie kranke Menschen hin und her geschoben werden.
      Sparzwang der Krankenkassen, Leistungsverweigerer usw.
      Beratungspflicht der Krankenkasse???
      Hat er irgendwas von Selbständigkeit geschrieben?

      Ancyst schrieb:

      Hat er irgendwas von Selbständigkeit geschrieben?


      Nein hat er nicht, könnte aber sein da nur Krankenversichert, und die DRV schreibt 6 Monate keine Pflichtbeiträge bezahlt wurden.
      Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. :putzen:
      Hallo,
      denn wenn er nicht als Selbständiger Krankengeld erhält, dann wird für das Krankengeld Rentenversicherung gezahlt und da wären seit Juli nun auch schon mindestens 5 Monate ins Land gegangen, von wegen der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen. Ansonsten bin ich inhaltlich bei welchUnsinn.
      Trotzdem sollte Thomas sich da nochmals zu Wort melden.
      Gruss
      Czauderna

      thomas1223 schrieb:

      Hallo Ancyst,

      Einen Schmerzarzt habe ich noch nicht, davon habe ich auch noch nichts gehört. Ich gehe davon aus dass mich mein behandelnder chirurgie-arzt dort hin überweisen muss?

      Mein Arbeitgeber hat den Unfall nicht der BG gemeldet, ist dies ein halbes Jahr später überhaupt noch möglich?
      dieser hat mich viel lieber nach dem Unfall gekündigt, da ich erst seit 3 Monaten eingestellt war..

      Gruß



      Womit fest stehen dürfte das bei Thomas keine Selbständigkeit vorliegt.


      Ob Thomas hingegen in einer Arbeitsfördermaßnahmen sich vom Jobcenter bzw. Arbeitsamt befunden hat und deshalb sozusagen weder Krankengeld erhält und somit auch keine Rentenversicherungsbeiträge abgeführt wurden, kann an Hand der Angaben nicht beurteilt werden.

      An Hand der Angaben ist die GKV jedoch in der Pflicht auch hinsichtlich der BG, da es hier sich um einen Arbeitsunfall handelt, der seitens des Kostenträgers der Weiterbildung sowie des Arbeitgebers nicht angezeigt wurde. Im anschließenden Beschäftigungsverhältnis könnte dies zu einem wiederholten Arbeitsunfall geführt haben.

      Das die Arbeitgeber und BGèn gerne sowohl durch Kündigung des Beschäftigungsverhältnis auf Arbeitsunfälle reagieren ist nichts neues sowie das diverse Fachärzte sich scheuen die Arbeitsunfälle der zuständigen BG zu melden.

      Selber vor über 25 Jahren wurde mein Arbeitsunfall de BG gemeldet und als Dankeschön durfte der Arzt mich mit Rippenbrüchen nicht AU schreiben und ich musste damals Urlaub nehmen, da Arbeiten unmöglich war. Mit dem Wissen von Heute, würde ich mir das nicht mehr gefallen lassen.

      Doch das die GKV sowie auch die DRV ihre Amtsaufklärungspflichten gerne verletzen, wie in meinem Fall seit 2013 ist offenkundig der Regelfall. Das die Berufsgenossenschaften alles dafür tun, um berechtigte Ansprüche streitig zu stellen, auch das ist bedauerlicherweise der Regelfall.

      Haltlos wie die GKV meinen Betroffene hätten auf den Ausgang der BG- Verfahren zu warten.

      Die selbige Haltung dann von der DRV, auch da werden die Betroffene im Regen stehen gelassen, da auf die Entscheidung der BG dann abgestellt wird. Die BG bleibt sogar bei gerichtlichen Verfahren untätig und setzt auf Zermürbungsstrategie.

      Auch das Arbeitsamt und die Jobcenter bleiben untätig, so dass erhebliche finanzielle Schäden Betroffene dadurch entstehen, nur weil die GKV den Sachverhalt nicht von Amtswegen pflichtgemäß aufgeklärt hat. Dabei nutzt die GKV gerne auch die sogenannte fiktive "Krankengeldfalle", mithin liegt ein Sitten-, gesetzwidriges Verhalten, seitens der Krankenkassen in den allermeisten Fällen vor.

      Hier passt auch das Stichwort " Rechtsbeugung", da Sozialgerichte sich diesen Vorwurf gefallen lassen müssen, nachdem sie Recht und Gesetz mit Händen und Füssen diverse Jahre bereits treten.

      Die Wurzel, dieses Übels sind die gesetzliche Krankenkassen, nachdem unsere Politiker im Land versagen und die Bürger verraten hat und zielstrebig in die Armut treibt.
      Hallo welchunsinn

      welchunsinn schrieb:

      Die Wurzel, dieses Übels sind die gesetzliche Krankenkassen, nachdem unsere Politiker im Land versagen und die Bürger verraten hat und zielstrebig in die Armut treibt.


      so sehr ich deinem vorletzten inhaltlich Beitrag zugestimmt habe - dein letzter Satz zusammen mit deinem Nickname sagt alles was ich davon halte.
      Gruss
      Czauderna