Hilfe bei weiterer Vorgehensweise

      .

      Gee-Cee schrieb:


      Vom Jobcenter bekomm ich nur knapp 190 euro weil mir ja Krankengeld zusteht .
      Natürlich hab ich das Schreiben dass die Krankenkasse das Krankengeld einstellt
      weitergeleitet und auch schriftlich erklärt dass ich dagegen Widerspruch eingelegt
      hab. Wenn ich jetzt also zum Jc geh sagen die zu mir dass die Krankenkasse zu-
      ständig ist ... Theoretisch könnten die mir zwar Darlehensweise den Ausgleich er-
      bringen, aber das muss ich dann wieder zurückzahlen.


      Das kann ich alles gar nicht "glauben" und denke, du solltest das näher klären (lassen).
      .
      Ich hätte auch nicht gedacht dass das so ist,aber bei überschneidender Zuständigkeit wälzt das Jc das Problem mit Begründung dass die nicht zuständig sind zurück zur Kk damit das Jc widerum nicht aus versehen eine Überzahlung macht..
      Aus Sicht des Jc ist die Kk regulär 78 Wochen in der Pflicht wie es im Gesetz steht.
      Ich hab dir da auch ein Urteil dazu.
      rechtsanwalt-koeper.de/blog/ar…samt-vorlaeufige-zahlung/

      Ich hoffe du kannst den Link angucken.
      Vorläufige Weiterzahlung von Krankengeld hab ich schon im fristwahrenden Widerspruch gestellt um diesen Streit von vorn herein zu vermeiden..aber die Kk macht nichts..
      Also egal was ich mache,es läuft darauf hinaus dass ich mit der Krankenkasse vor Gericht gehen muss.

      Urteil des Sozialgerichts Darmstadt vom 20.11.2012, S 1 AL 358/12 ER

      .
      Das Urteil kenne ich,

      sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/e…s1=&s2=&words=&sensitive=

      habe schon oft darauf verwiesen und geraten, bei allen in Betracht kommenden
      Leistungsträgern vorläufige Leistungen zu beantragen,

      dejure.org/gesetze/SGB_I/43.html

      denn das verbessert die rechtliche Position für ein Verfahren um einstweiligen
      Rechtsschutz (ER) vor dem Sozialgericht, wobei zunächst die Krankenkasse dazu
      beteiligt und bei Ablehnung oder Ignoranz bis zum Ablauf einer gesetzten Frist
      parallel zum Widerspruch beim SG ein

      Antrag auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs,
      hilfsweise auf Erlass einer einstweiligen Anordnung


      gestellt werden soll.

      Weswegen hast du den von RA Köper empfohlenen zweiten Schritt mit der Arbeits-
      agentur ausgelassen?

      rechtsanwalt-koeper.de/blog/ar…sse_arbeitsamt_jobcenter/

      Und hast du das Job-Center mal darauf hingewiesen, dass es außer Alg II als Dar-
      lehen auch die Möglichkeit des Erstattungsanspruchs gibt, falls dir tatsächlich
      Krankengeld gezahlt werden sollte.

      Mit anderen Worten: zur Sicherung des Lebensunterhalts sollten Betroffene mehr-
      gleisig fahren! Einfach "warten und jammern" ist die schlechteste aller Varianten.
      .
      Den Schritt hab ich ausgelassen weil ich schon während der Ausbildung Alg2 Aufstockend Bewilligt bekommen hab.
      In der Ausbildung hab ich knapp 330 Euro im Monat bekommen.Bafög wurde abgelehnt darum Alg2 Aufstockend.
      Soweit so gut.
      Während der Ausbildung bin ich Krank geworden und in den Krankengeldbezug gekommen.
      Der Sachbearbeiter vom Jc hat das Krankengeld natürlich angerechnet deswegen nur 190 an Alg2.
      Aber schon in der Ausbildung ist viiieles falsch gelaufen.
      Hat Angefangen bei "Wenn du innerhalb von 6 Wochen keinen Kooperationsbetrieb findest bekommst du kein Geld" (hab ich aber gefunden) und ging weiter mit,obwohl ich die Prüfung zum Fachlageristen als einer der Besten bestanden hab,dass ich keinen Verlängerungsvertrag fürs 3.Lehrjahr bekommen hab.Obwohl der Automatisch durch das Bestehen der Prüfung verlängert wurde..
      Vor der Praktischen Prüfung bin ich Krank geworden aber ich hab sie trotzdem gemacht und wollte auch das 3.Lehrjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik machen wenn ich soweit Gesund bin.Und das möchte ich noch..
      Im Januar gab es ein Gespräch mit den Leuten Vom Jc und den Chefs worauf die zusammen beschlossen haben,um aus dem ganzen glimpflich raus zu kommen,weil da auch einiges gelaufen ist was nicht sein sollte,dass sie mich rückwirkend zum 31.12. kicken.
      Am gleichen Tag glaub ich wurde die Eingliederungsvereinbarung unterzeichnet in der steht dass ich mich erst um meine Gesundheit kümmern darf.
      In der Zeit von September bis März war ich bei mehreren Proktologen und hatte mehrere Operationen und Magen sowie Darmspiegelungen aber es wurde nicht besser,eher schlimmer.
      Krankengymnastik mit stromtherapie hab ich auch durch,hat auch nichts gebracht..
      Der Prokto bei dem ich vor dem Termin beim MDK in Behandlung war ist leider kurz vor dem Termin in Rente gegangen.
      Dann kam der Termin beim MDK Ende März und der Stress mit dem Krankengeld seit April.
      Der Gutachter hat mich aber bei der Begutachtung verletzt sodass der ganze Mist mit den Schmerzen und Bluten wieder angefangen hat..
      Das ist inakzeptabel und weil die Krankenkasse ja auch dem falschgutachten mehr glaubt als meinen Beweisfotos und der stellungnahme der Ärztin hab ich die Anwältin eingeschaltet...
      Naja wie dem auch sei..
      Meine Hausärztin hat beim Blutabnehmen erhöhte Entzündungswerte festgestellt die bis Anfang des Monats noch da waren und mit Medis behandelt die nix gebracht haben.
      Ich hab seit dem Termin beim MDK ne Magenspiegelung,einen Ultraschall,Laktose,Fructose und Glutenintoleranztests gemacht.
      Die Wartezeit auf die jeweiligen Termine waren ziemlich lang wie heutzutage leider üblich.
      Die Ergebnisse der Intoleranztests müssten auch schon bei meiner Ärztin sein,aber die hat zur Zeit Urlaub und der nächste Termin bei ihr ist im Juli nach dem Urlaub..
      Dann gehts wohl ins MRT weil die Symptome auch zu einer Chronischen Darmentzündung passen..

      Es ist ziemlich kompliziert..
      .
      Deine Geschichte ist kompliziert und anrührend. Und offenbar sind die Behörden
      (Krankenkassen / MDK, Arbeitsagenturen, Job-Center) in solchen Fällen oft nicht die
      Hilfe, die sie nach den Vorstellungen des Gesetzgebers (SGB I und X) sein sollten. Be-
      troffene sind auf dem „Verschiebebahnhof der Leistungsträger“ meist überfordert.

      Hier scheint offensichtlich, dass dein Bedarf mit 190 Euro nicht gedeckt ist und du
      vom Job-Center nicht auf „streitige Krankengeld-Ansprüche“ verwiesen werden
      kannst.
      Nein die sind überhaupt keine Hilfe.
      So geht es aber leider vielen Kranken die dadurch zusätzlich Psychischen Belastungen ausgesetzt werden und Angst um ihre Existenz haben müssen.
      Der Sozialstaat versagt,der Rechtstaat spricht kein Recht..wenn sich da nichts ändert fällt das ganze System zusammen wie ein Kartenhaus..