Krankenkasse verweigert Zahlung von Krankengeld

      Krankenkasse verweigert Zahlung von Krankengeld

      Hallo,

      ich befinde mich derzeit im Streit um die Zahlung von Krankengeld mit meiner Krankenkasse BKK Pro Vita.

      Mein Fall ist folgender:

      Auf Anraten meines Psychotherapeuten löste ich Mitte April mein Arbeitsverhältnis aufgrund von Mobbing in der Probezeit auf. Derzeit befinde ich mich in Behandlung und bin aktuell noch krank geschrieben. Allerdings ist eine Besserung in Sicht. Ich ließ mir von meinem Therapeuten ein Attest erstellen, welches ich bei der Agentur für Arbeit vorlegte, um eine Sperrfrist zu umgehen. Diese wurde auch nicht verhängt. Allerdings hatte ich noch Anspruch auf Resturlaub, welcher mir ausbezahlt wurde. Eine normale Absetzung des Resturlaubes war nicht mehr möglich. Diese Auszahlung rechnet die Agentur für Arbeit als Einkommen an und für die Dauer dieser Zeit wird kein Arbeitslosengeld 1 ausgezahlt. Ich befand mich im sogenannten Ruhenszeitraum.
      Während meiner zweiwöchigen Kündigungsfrist ließ ich mich von meinem Hausarzt krank schreiben, da eine Rückkehr an den Arbeitsplatz bei meinem alten Arbeitgeber ausgeschlossen war. Nach Ablauf meiner zweiwöchigen Kündigungsfrist meldete ich mich arbeitslos und arbeitssuchend und stellte mich erneut der Arbeitsvermittlung. Allerdings merkte ich rasch, dass die Konzentration noch nicht wieder bei 100 % war und ich noch keine Bewerbungen schreiben konnte. Deshalb ließ ich mich weiter bis vorerst Ende Mai krank schreiben. Diese Krankschreibung fiel allerdings in meinen Ruhenszeitraum. Damit sieht sich die Agentur für Arbeit nicht zuständig für die Dauer meiner zweiten Krankschreibung ALG 1 bzw. Krankengeld zu zahlen und verweist an die Krankenkasse.
      Somit habe ich mich an meine Krankenkasse gewendet und für den Rest meiner Krankschreibung Krankengeld beantragt. Dies lehnte meine Krankenkasse allerdings mit der Begründung ab, dass ich nicht mehr Mitglied sei und mich mein alter Arbeitgeber Mitte April von allen Trägern abgemeldet hat. Die Beiträge für den Resturlaubsanspruch wurden allerdings noch in voller Höhe abgeführt und von der Krankenkasse einkassiert.

      Bin ich falsch informiert oder ist man als gessetzlich Versicherter nicht vier Wochen nachträglich nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch über den alten Arbeitgeber bei der Krankenkasse versichert?

      Ich habe mich nun erstmal rückwirkend zu Mitte April freiwillig krankenversichert. Diesen Beitrag stemme ich jetzt erstmal selber. Zudem stand auf dem Schreiben zur freiwilligen Krankenversicherung, dass ich kein Anrecht auf Krankengeld in dieser Zeit hätte. Ist dies so rechtens?

      Gegen den Bescheid der Krankenkasse bin ich bereits in Widerspruch gegangen, erstmal ohne Begründung. Morgen habe ich noch ein Telefongespräch mit der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, in welcher ich den Fall nochmal schildern werde und mir weitere Hilfe erhoffe, auch was die Formulierung einer Begründung für den Widerspruch angeht.

      Hat jemand schon mal einen ähnlichen Fall erlebt und ist von seiner Krankenkasse mit einer solchen Reaktion konfontiert worden? Bzw. handelt die Krankenkasse hierbei rechtens? Hat jemand einen Tipp für meine Begründung für meinen Widerspruch?

      Ich habe nun erstmal ALG 2 beim Jobcenter beantragt. Ich hoffe zudem, dass ich mir die Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung über das Jobcenter wiederholen kann.

      Beste Grüße und in Erwartung hilfreicher Antworten!! ;) ;)