Krankenkasse will mich wegen falscher Diagnose aussteuern

      Krankenkasse will mich wegen falscher Diagnose aussteuern

      Ich bin seit April 2016 krank. Damals wusste niemand was es für eine Krankheit ist, selbst ein Krankenhausaufenthalt und Untersuchungen in verschiedenen Fachgebieten brachten keine Diagnose. Und deshalb schrieb die Ärztin meine voherige Diagnose (F-Schlüssel - unklare psychische Probleme) auf den Krankenschein. Ich hatte vorher diese Probleme und das passt ja immer.
      Meine Symptome waren aber ganz anders (körperlich) und nach ein paar Wochen war mir klar dass ich am Chronic-Fatique-Syndrom leide (G-Schlüssel), was meine Ärztin auch unterstützt hat. Leider wird diese Krankheit in Deutschland nicht gelehrt und nur wenige Ärzte kennen sich damit aus. So musste ich 7 Monate auf einen Termin bei Spezialisten warten und vorher hat die Ärztin die Diagnose nicht korrigiert. Mittlerweile hat sich noch herausgestellt dass ich unter multipler Chemikaliensensibilitaet leide die wahrscheinlich die Ursache des CFS ist. Aber diese Krankheit wird ja in Deutschland gänzlich ignoriert.
      Das Problem ist nun dass meine richtige Diagnose als "hinzugetreten" gewertet wird und die Krankenkasse mich aussteuern will. Aber eigentlich war die alte Diagnose vom ersten Tag an falsch.
      Lässt sich da jetzt noch etwas machen? Kann das noch korrigiert werden?
      Hallo,
      grundsätzlich wäre das nur dann möglich, wenn medizinisch begründet durch behandelnde Ärzte oder durch den MDK, die F-Diagnose rückwirkend in eine andere Diagnose geändert werden würde, aber du schreibst selbst, dass dies nicht erfolgen könne in deinem Fall. so, wie geschildert sehe ich da auch schwarz - die Kasse stützt sich bei ihrer Entscheidung ausschließlich auf die Schlüssel, die ihr schwarz auf weiß von den Behandlern übermittelt wurden.
      Gruss
      Czauderna
      Danke für die schnelle Antwort. Aber was meinst Du mit "aber du schreibst selbst, dass dies nicht erfolgen könne in deinem Fall". Das ist ja meine Frage.
      Kann man die ausgestellten Krankenscheine bezüglich Diagnose korrigieren, ist das rechtlich möglich?

      MuPu schrieb:

      Danke für die schnelle Antwort. Aber was meinst Du mit "aber du schreibst selbst, dass dies nicht erfolgen könne in deinem Fall". Das ist ja meine Frage.
      Kann man die ausgestellten Krankenscheine bezüglich Diagnose korrigieren, ist das rechtlich möglich?


      Hallo,
      da habe ich mich leider etwas missverständlich ausgedrückt - ich meinte, dass es nicht medizinisch begründbar ist davon auszugehen, dass wirklich von Anfang an nicht die F-Diagnose sondern die erst jetzt festgestellte Diagnose diejenige war, aufgrund der allein die Arbeitsunfähigkeit begründet wurde - ich meine, da ist praktisch nichts mehr zu machen, aber versuchen kannst es du es allemal, dazu muss aber zwingend ein Mediziner klipp und klar sagen, dass die damals genannte F-Diagnose falsch war, und das müsste schriftlich geschehen - würde das deine Ärztin machen - wenn ja, dann versucht es.
      Gruss
      Czauderna