Kündigung - Zeitspanne bis nächsten Leistungsbezug unklar - Krankenkasse fordert Beiträge für diese Zeit privat

      Kündigung - Zeitspanne bis nächsten Leistungsbezug unklar - Krankenkasse fordert Beiträge für diese Zeit privat

      Hallo zusammen,

      ich bin zum 23.02.2016 von meinem letzten Arbeitgeber wegen internen Umstrukturierungen o.ä. gekündigt worden. War keine große Sache habe vorrübergehend in Halle (Saale) gelebt und dort seit September 2015 als Reinigungskraft gearbeitet. Dummerweise habe ich mich verplappert, daß ich im Frühjahr 2016 wegziehen wollte/will. Ich mutmaße, daß die Kündigung deswegen erfolgte, weil der Arbeitgeber mich ja nicht mehr einplanen konnte längerfristig. Egal. Nur, falls Fragen zum Hintergrund bestehen. Hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

      Es geht um eine Nachzahlungsforderung der Krankenkasse.
      Ich war wie erwähnt bis zum 22.02.2016 durch meinen Arbeitgeber versichert. Bis zum 31.03.2016 bin ich noch in Halle gewesen/geblieben und lebte von dem letzten Gehalt. Ich bin nicht zum Jobcenter gegangen, weil ich ja weg wollte.
      Dann bin ich nach Nürnberg gegangen und habe mich dort beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet.Ich erhielt auch ohne Umstände ab dem 01.03.2016 Leistungen.

      Nun bekam ich vor einigen Tagen ein Schreiben von der Krankenkasse mit folgendem Inhalt:

      Da ich nicht auf Anfragen zum Versicherungsschutz im o.g. Zeitraum (also seit der Kündigung bzw. vom 23.02.2016 bis zum 31.03.2016) reagiert hätte setzt sich meine Versicherung als freiwillige Mitgliedschaft im besagten Zeitraum fort. Da auch aktuelle Infos über meine Einkünfte fehlen wäre die KK verpflichtet meine Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge auf Grundlage der Beitragsbemessungsgrenze zu berechnen. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 627,15 zur Kranken- und 110,18 zur Pflegeversicherung. Monatlicher Gesamtbetrag = 737,33 EUR. Vom 23.02.2016 bis zum 31.03.2016 müssen demnach Beiträge in Höhe von 909,38 EUR berechnet werden.

      1.) Ich habe keine Anfragen zum Versicherungsschutz erhalten und konnte gar nicht reagieren und die KK hat schon mindestens 3 x Kopien der Bewilligungsbescheide wegen einer anderen Sache bekommen von daher können aktuelle Infos über Einkünfte eigentlich nicht fehlen.

      2.) Ich weiß aus Internetrecherchen, daß die Versicherung nach einer Kündigung noch einen Monat weiterläuft. Dies sagte ich auch dem Mitarbeiter am Telefon. Dieser erwiderte, daß die fragliche Zeit mehr als einen Monat umfasst (eine Woche drüber) und somit die vollen Beiträge fällig sind.

      MEINE FRAGEN DAZU:
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      1.)Ist das alles so korrekt?
      2.) Kann man einfach eine freiwillige Versicherung weiterlaufen lassen und dann die Beiträge berechnen?

      3.) Warum wird die Versicherung für die Zeit vom 23.02.2016 bis zum 23.03.2016 nicht normal als die Versicherung angerechnet die sowieso ein Monat nach der Kündigung weiterläuft und nur die restliche Woche bis zum 31.03. berechnet/in Frage gestellt?

      4.) Ich hatte schon immer mal ab und zu den Fall, daß da ein bißchen Zeit von einer zur anderen Stelle offen war. Ich hatte aber noch NIE so eine Forderung oder so ein Schreiben der KK erhalten. Der Versicherungsschutz endet mit dem Arbeitsverhältnis und wenn man eine neue Stelle hat fängt diese eben wieder an. Was in der Zwischenzeit ist ist das nicht meine Sache?

      Danke im voraus.Ich möchte nur wissen, ob das alles so ok ist und was ich machen kann, wenn ich derzeit Leistungen vom Jobcenter bekomme. Da habe ich in einem anderen Zusammenhang noch Fragen die in einen separaten Thread kommen.

      Gruss Susanne
      Hallo Susanne,

      schau mal hier, insbes. Top 2, Seiten 7 - 10
      tk.de/centaurus/servlet/conten…hkonferenz-April-2016.pdf

      Danach drängt sich auf, fristgemäß Widerspruch
      einzulegen und die Sache klären zu lassen, auch
      unter dem Gesichtspunkt dass du schreibst:


      Ich erhielt auch ohne Umstände ab dem 01.03.2016 Leistungen


      Schönen Gruß
      Machts Sinn
      Hallo,
      da zwischen zwei Krankenversicherungspflichtigen "Tatbeständen" - einmal Ende der Beschäftigung zum 23.02. und einmal Beginn von ALG-1 zum 01.03.
      weniger als ein Monat lag, bestand für diesen Zeitraum ein nachgehender Leistungsanspruch und somit war eine freiwillige Anschlussversicherung für diese eine
      Woche nicht notwendig. Siehe auch dazu § 19 SGB V.
      Das würde ich in den Widerspruch so reinschreiben. Wenn allerdings doch der 01.04. der Leistungsbeginn war, dann hat die Kasse recht und du kannst höchstens noch etwas an der Höhe des Beitrags verändern durch eine entsprechende Einkommenserklärung
      Gruss
      Czauderna

      Thusnelda schrieb:

      Also ist klar dann. Die Forderung ist berechtigt und nichts zu rütteln außer an dem Betrag der nachzuzahlen ist?! Tja dann kan man den Thread bzw. das Thema schließen. Danke für die Antworten. :)


      Hallo,
      also, die Höhe des Beitrages, da würde ich doch nochmals mit der Kasse reden bzw. schreiben. Du erklärst schriftlich, dass du in dieser Zwischenzeit keinerlei Einkommen hattest uns deshalb die Einstufung nach der Mindestbeitragsbemessungsgrenze beantragst. Ich denke, dass die Kasse das dann auch macht und dann sollten aus den
      909,00 € am ende etwas 200,00 € werden.
      Gruss
      Czauderna