Nach Aussteuerung erneut AU - Krankengeld ?

      Nach Aussteuerung erneut AU - Krankengeld ?

      Hallo,

      bin seit Ende März ausgesteuert und war durchgehend AU bis einschl. 2 Juli Woche.
      Erhalte ALG 1 Nahtlosigkeit.

      Nun habe ich eine erneute AU die aber nichts mit der Vorerkrankung zu tun hat.
      Es ist schon abzusehen das ich auch hier wieder über Monate AU sein werde.

      Wie sieht das nun aus mit dem Krankengeld. Habe ich da nach 6 Wochen einen erneuten
      Anspruch oder wegen der Aussteuerung nicht ?

      Was ist mit der AU-Bescheinigung. Lege ich die der BA vor ?
      Bisherige habe ich ja bzgl. Restleistungsvermögen nicht vorgelegt.
      Hallo Svitanok,

      wenn deine Schilderung "Tatsache" ist, hast
      du nach meiner Einschätzung nach 6 Wochen An-
      spruch auf Krankengeld; es könnte allerdings wieder
      schwierig werden, die Krankenkasse davon zu über-
      zeugen.

      Ich würde die neue Erstbescheinigung und die
      Folge-AUB´en sowohl bei der AA wie auch bei der
      KK einreichen und zunächst einfach abwarten, was
      geschieht.

      P.S.: was hat die 44er-Überprüfung im Parallelfall
      ergeben?

      Schönen Gruß
      Anton Butz

      Machts Sinn schrieb:

      .
      "die ganze Zeit" heißt "bis einschl. 2 Juli Woche"?
      Gab es damals eine „Endbescheinigung“
      up.picr.de/29036648pe.pdf

      Nein es gab keine Endbescheinigung. Dies da ich immer für einen Monat krankgeschrieben wurde
      und der Doc mir einen Termin kurz vor Ablauf der AU gab. Mitte Juli meinte er dann das es mir
      ja nun soweit besser geht das er keine erneute AU mehr ausstellen muss. Logischerweise hatte
      die bis dahin bestehende AU aus dem Monat davor kein Kreuz bei Endbescheinigung.



      Machts Sinn schrieb:

      Ich meine das Ergebnis dazu:
      "Bescheid schon bei der KK abgegeben und warte
      da jetzt auf die Antwort und die nächste dicke
      Nachzahlung."

      Aussteuerung Krankengeld - fehlerhafter Bescheid ? :) :) :)
      .
      Ist diese Aussage des Arztes beweiskräftig dokumentiert
      und gesichert, dass die erneute AU (die aber nichts mit der
      Vorerkrankung zu tun hat) erst später eingetreten ist?

      Hat sich inzwischen hinsichtlich eines Antrags auf Leistungen
      zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben
      oder auf Erwerbsminderungsrente etwas getan?
      .
      Die vorhergehende AU war im psychischen Bereich und ich war
      beim Facharzt in Behandlung.

      Die neue AU betrifft akute Magenprobleme sowie Probleme in der
      Schulter die mich erheblich einschränken. Beides hat ursächlich
      nichts mit der vorhergehenden AU zu tun. Diagnostiziert ist das
      aktuell vom HA. FA Besuche stehen noch an.

      --------------
      Antrag auf Reha läuft immer noch und es gibt bisher keine Rückmeldung von der DRV.
      Hättest du mal besser nicht gefragt :)

      Heute ist der Bescheid zur Reha gekommen. 5 Wochen sind angesetzt. Termin
      kommt direkt von der Klinik.

      Ärgerlich für mich ist das es 3 Rehakliniken mit dem gleichen Fachgebiet in
      meiner Nähe gibt die DRV mich aber zur einer Klinik schickt die wesentlich
      weiter von zu Hause weg ist. Dies obwohl ich eine ambulante beantragt hatte
      und eigentlich ambulant vor stationär geht (§§ 23 Abs. 4, 40 Abs. 2 SGB V).

      Habe ich hier noch irgend eine Chance der Einflussnahme auf den Ort oder die
      Art der Reha ?
      .
      ambulant beantragt - stationär bewilligt -
      dann ist dem Antrag nicht insgesamt ent-
      sprochen worden; gibt es insoweit Gründe,
      vielleicht sogar eine schriftliche Begründung?

      Vielleicht hilft da erst mal telefonieren; auch
      bei der DRV hast du Anspruch auf Beratung:
      dejure.org/gesetze/SGB_I/14.html
      auch gegenüber der AA, denn dort kommt
      es im Hinblick auf ein sonst drohendes
      Ruhen des Alg darauf an, dass du die
      Mitwirkungspflichten nicht verletzt,
      § 145 Abs. 2 SGB III
      dejure.org/gesetze/SGB_III/145.html

      Dazu habe ich das gefunden:
      dejure.org/gesetze/SGB_I/33.html
      dejure.org/gesetze/SGB_IX/9.html

      Gutes Gelingen.
      .

      Machts Sinn schrieb:

      .
      ambulant beantragt - stationär bewilligt -
      dann ist dem Antrag nicht insgesamt ent-
      sprochen worden; gibt es insoweit Gründe,
      vielleicht sogar eine schriftliche Begründung?


      Ne da gibt es keine Begründung im Bescheid.

      ​...auf Ihren Antrag bewilligen wir Ihnen ein stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation.
      Die Leistung dauert 5 Wochen und wird in folgender Rehabilitationseinrichtung durchgeführt....


      Das war alles. Mehr steht da nicht drin als das übliche wie Anreise etc.
      Hallo

      So nach längerer Zeit mal was neues.

      Ich komme gerade von meinem Doc bei dem ich war weil es mir in den letzten Tagen nicht gut ging. Ich möchte nicht näher darauf
      eingehen was mir genau fehlt nur es hat nichts mit meinen Vorerkrankungen zu tun.

      Mein Doc hat mich nun AU für 4 Wochen geschrieben und geht je nach Facharztbefund davon aus das dies länger dauern wird.

      Dadurch tun sich einige Fragen für mich auf bei denen ich nicht direkt selber eine Antwort weiß. Ich liste die einfach einmal auf.

      Vorab noch die Info das ich seit Mitte/Ende August nicht mehr AU war aber Im März ausgesteuert wurde und derzeit noch ALG 1 Nahtlosigkeit
      beziehe. Eine Reha steht ab nächsten Dienstag für 5 Wochen auf dem Programm die ich auch lt. meines Docs besser antreten soll.
      (siehe auch meinen alten Trööt: Aussteuerung - Nahtlosigkeit und nun wieder arbeitsfähig. Wie weiter ? )

      Meine Fragen:

      Muss ich die AU bei der AFA abgeben ?
      Bisher war das ja wegen Nahtlosigkeit nicht der Fall.

      Habe ich nach 6 Wochen wieder Anspruch auf Krankengeld ?

      Hat das Auswirkungen auf die anstehende Reha ?

      Muss ich die DRV von der neuerlichen AU in Kenntnis setzen ?

      Ich habe die Fragen auch schon in einem anderen Board gestellt und bin mir
      unsicher ob die Antworten dort richtig sind und frage lieber hier auch noch einmal.
      Wenn das hier so bestätigt wird weiß ich wenigstens woran ich bin.

      Hier ein Kopie der Antworten:
      Für dei KK bleibst du weiter krank mit der ausgesteuerten Krankheit, auch wenn du nicht mehr darauf AU geschrieben bist ... die wissen ja schließlich auch, dass du wegen der Aussteuerung bei der AfA bist.

      Ohne eine versicherungspflichtige Tätigkeit VOR einer erneuten, auch anderen Erkrankung hast du keinen Anspruch mehr auf Krankengeld, das Nahtlosigkeitsgeld bewirkt diesen Anspruch nicht.

      Steht auch irgendwo im Gesetz (SGB V) aber ich mag das jetzt nicht suchen.

      Nur eine berufliche Tätigkeit zwischendurch hätte das ändern können für eine andere Krankheit, aber selbst da versuchen die KK zu trixsen, um nicht erneut zahlen zu müssen.

      Muss ich die AU bei der AFA abgeben ?
      Bisher war das ja wegen Nahtlosigkeit nicht der Fall.
      Wozu, an deinem Geld und der Nahtlosigkeit ändert das NICHTS und wenn du in Reha gehst wird das ALGI sowieso eingestellt, da bekommst du ja Übergangsgeld von der DRV ...
      Da interessiert deine AU die AfA vorerst sowieso überhaupt nicht mehr.

      Du musste die AfA zum Antritt der Reha informieren und dann bekommst du den Aufhebungsbescheid, weil ein anderer Kostenträger zuständig ist (DRV).

      Zitat:
      Habe ich nach 6 Wochen wieder Anspruch auf Krankengeld ?
      Nein, du bekommst während der Reha weder Krankengeld noch ALGI, du musst Übergangsgeld bei der DRV beantragen und nach der Reha wieder zur AfA, da läuft dann dein Anspruch auf ALGI weiter, sofern man dich nicht als "gesund" aus der Reha entlässt.

      Zitat:
      Hat das Auswirkungen auf die anstehende Reha ?
      Was hat Auswirkungen auf die anstehende Reha, du kommst dort mit AU hin und wie du entlassen wirst entscheidet die Reha-Klinik ...

      Zitat:
      Muss ich die DRV von der neuerlichen AU in Kenntnis setzen ?
      Die DRV bekommt ja dann den Reha-Bericht, da sollte ja drin stehen, dass du AU dort angereist bist, die DRV braucht diese Bescheinigung nicht, bewahre sie einfach auf bzw. braucht dein Arzt dich während der Reha gar nicht unbedingt AU schreiben, da ist ja logisch, dass man nicht arbeiten gehen kann.

      Direkt danach brauchst du aber wieder eine Bescheinigung vom Arzt, ist ja wichtig für einen Renten-Antrag aber zuständig wird dann wieder die AfA sein ... ​


      Vielen Dank für eure Antworten.
      Hallo Svitanok,

      ich kann die Antwort von DO im Elo-F nicht nachvollziehen,
      sondern meine, hinsichtlich des Krankengeldes gilt, was ich
      schon zu deiner ähnlichen Schilderung vom 15.08.2017 ge-
      schrieben habe. Welche Erfahrungen hast du denn damals
      gemacht und was ist daraus als Erkenntnis geblieben?

      Schönen Gruß
      Anton Butz