Verletztengeld nach Unfall

      Verletztengeld nach Unfall

      Hallo,

      meine Frau hatte vor einigen Jahren einen Arbeitswegeunfall und war deswegen mehr als 6 Monate krank.
      Ein Anwalt hatte uns in dieser Sache betreut und auch ein beachtliches Schmerzensgeld ausgehandelt.
      In dem Vertrag wurden alle Ansprüche abgedeckt mit Ausnahme der Spätfolgen und den daraus enstehenden Kosten.
      Die zuständige BG zahlt seither eine kleine Verletztenrente!!

      Nun kam es soweit, dass eine größere OP stattfand die eindeutig (Nachweis vom Krankenhaus) mit diesem Unfall zusammen hängt.
      Seit dieser OP ist meine Frau wieder krank und 10 Monate zuhause. Die BG untersucht regelmässig und sieht auch ein
      dass hier noch keine weitere Arbeit möglich ist - glaubt sogar dass der bisherige Job nicht mehr ausgeführt werden kann.

      Wie geht man nun damit um???

      Soll man jetzt erst mal abwarten bis 72 Wochen verstrichen sind und dann schauen wie es weiter geht oder sollte
      man nun vorher schon irgendwelche Schritte einleiten??

      Gebt mir mal ein paar Tipps dazu


      DANKE
      TOM
      Hallo,
      zwischenzeitlich drängt die BG auf die Wiederaufnahme der Arbeit obwohl neurologische Bescheide vorliegen
      in denen aufgezeigt wird, dass bisher keine Verbesserung zu verzeichnen wäre. Den BG-Ärzten scheint dies aber
      egal zu sein und der behandelten "D-Arzt" nicht gegen diese Aussagen machen kann.
      "Wenn die BG dies so bestimmt, kann/darf ich dem nicht widersprechen"

      "Sie können aber einen Tag zur Arbeit gehen und dann wieder hier erscheinen - ich kenne ihren Befund und würde sie wieder in die AU schicken"

      Hört sich alles ein wenig befremdet an und ich frage mich ob dies der richtige Weg ist.
      Unsere Rechtsschutzversicherung will uns keine Freigabe für einen Anwalt geben da dies alles eine Folge des
      Unfalls von 1987 ist und von daher nicht in ihren Deckungszeitraum fällt - die ersten 500Euro sind somit
      schon verblasen und mit dem nächsten Anwaltsbrief will ich vorsichtiger sein!!

      Wie sollte ich weiter vorgehen??

      DANKE
      TOM
      SO - weiter gehts!

      Heute hat uns die BG mitgeteilt, dass die Zahlung des Verletztengeldes einegstellt werden wird.
      Sobald die 78 Wochen (so wie beim Krankengeld) um sind soll ich mich bei der Agentur melden.

      Aber seht selbst:
      Was will man hier wirklich sagen???


      Was haltet Ihr davon und was würdet ihr jetzt machen??

      DANKE
      TOM
      Dateien
      • BG.jpg

        (135,01 kB, 5 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      SO, die Anhörung ist ausgewertet und .....................


      "mit Ablauf des xx.yy.2018 stellen wir die Zahlung des Verletztengeldes ein."
      (also genau nach 78 Wochen)

      Die Begründung besteht aus dem gleichen Absatz wie schon in der Anhörung unter Abs. 1 geschrieben.

      Punkt 2 wurde nochmal hervorgehoben:

      "Zur Vermeidung einer Zeit ohne Einkommen empfehlen wir die rechtzeitige Meldung bei der Agentur
      für Arbeit und die Stellung der erforderlichen Leistungsanträge"

      Die Rechtsbelehrung sagt, dass wir innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einlegen können!

      Und nun die Fragen an die, die sowas schon mal mitgemacht haben:

      1) Widerspruch einlegen??
      Mit welcher Grundlage - weil wir glauben dass es doch irgendwann wieder geht??

      2) Agentur für Arbeit
      Mit der Begründung der Einstellung des Verletztengeldes entlockt das denen doch nur
      ein Lächeln - da steht klar und deutlich drinne, dass vorerst gar nichts geht!
      Trotzdem hingehen??

      3) Anwalt einschalten??
      Sollen wir uns hier einen Fachanwalt suchen, der uns hier zur Seite steht??

      4) aktuelles Arbeitsverhältnis
      Was läuft in dieser Richtung - was erzählt man dem Arbeitgeber??
      Ein Job im öffentlichen Dienst, den man eigentlich nicht verlieren möchte.

      5) Rente beantragen???

      Na dann - schreibt mal was Euch dazu einfällt

      DANKE
      TOM
      Hallo,
      nein, warum auch - die Leistung erhältst du doch, weil du sonst kein Einkommen mehr hättest - und du könntest ja auch wieder arbeitsfähig werden.
      Die Frage ist allerdings ob das Arbeitsamt da auf Dauer mitspielt und dein Arbeitgeber auch, aber da habe ich weniger Erfahrung - ich kann mich aktuell nur einen an einen Fall erinnern, der nach drei Monaten ALG-1 Bezug seine Arbeit wieder aufgenommen hatte - ist alleding jetzt auch schon ca. 10 Jahre her.
      Gruss
      Czauderna