KK zahlt Krankengeld nicht

      KK zahlt Krankengeld nicht

      Hallo,

      ich habe folgendes Problem ...

      nachdem ich länger als 6 Wochen krank war, sollte die Krankenkasse die Zahlung von Krankengeld übernehmen.
      Die Zahlung sollte ab November erfolgen, bisher habe ich noch keinen Cent erhalten, weil mein Arbeitgeber wohl bisher keine Verdienstbescheinigung, die für die Berechnung notwendig ist, an die KK geschickt hat.
      Aus diesem Grund bin ich ständig, zumindest wöchentlich mit der KK im telefonischen Kontakt.
      Gestern habe ich nun einen Brief von der KK erhalten, worin sie mir mitteilen, dass mein Krankengeld für 6 Wochen ruht, da sie keine AU-Bescheinigung erhalten haben.
      Jetzt bin ich tatsächlich in Not, denn mein Geld wird langsam knapp ...
      Natürlich habe ich die AU-Bescheinigungen an die KK geschickt, was ich aber nun beweisen soll ... was ich nicht kann, da ich sie nicht per Einschreiben versendet habe.
      Ein Mitarbeiter hat mir erklärt, dass eine telefonische Mitteilung einer Folge - AU auch schon ausreichend gewesen wäre ... wie gesagt, telefoniert habe ich ständig mit denen und natürlich haben wir auch über die weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit geredet - es wurde nur nicht dokumentiert.
      Hab ich eine Aussicht wenn ich in den Widerspruch gehe?

      Machts Sinn schrieb:

      Hallo Mellia,

      kannst du den Brief der Krankenkasse anonymisiert hier einstellen?

      Schönen Gruß
      Anton


      Es sind genau genommen 2 Briefe, die beide am 10.01.18 geschrieben wurden ...
      Für mich verwirrend, wegen der sich überschneidenden Daten. Theoretisch müsstem demnach 2 AU - Bescheinigungen fehlen?
      Ich bin fortlaufend arbeitsunfähig geschrieben ...
      Dateien
      • Brief 1.jpg

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      • Brief 2.jpg

        (67,13 kB, 4 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Machts Sinn schrieb:

      Gibt es im Zusammenhang mit der Verdienstbescheinigung
      auch schriftliche Unterlagen?

      Wann hat die AU denn tatsächlich begonnen?

      P.S.: du wohnst nicht zufällig in Rheinland-Pfalz?


      Es gibt zwei Briefe von der KK 10.11.17 + 23.11.17 wo es inhaltlich um die Zahlung geht, zudem gibt es noch insgesamt 7 Nachrichten auf meinem AB, davon wird 4x um Rückruf ohne Begründung gebeten und 3x um Rückruf mit der Begründung, dass noch keine Verdienstbescheinigung vorliegt. Anrufe sind aus dem November und Dezember 2017 - auf jeden dieser Anrufe habe ich mich zurückgemeldet.

      Der tatsächliche Beginn der AU war der 5.10.17



      Und ich wohne in Brandenburg.
      .
      Ich finde, unter diesen Umständen solltest du die Krankenkasse nicht so einfach
      davon kommen lassen. Aber wahrscheinlich bräuchtest du rechtlichen Beistand, der
      sich für das geschriebene Recht und gegen das bisherige Rechtsprechungs-Chaos
      des 1. BSG-Senates engagiert. Dafür gibt es z. B. in diesem Urteil des SG Speyer
      vom 27.10.2017, S 16 KR 440/16, prima Ansätze (s. Leitsatz 3. und Urteilsbe-
      gründung RdNr. 62ff):
      landesrecht.rlp.de/jportal/por…e=0.0&doc.hl=1#focuspoint

      Ergänzend wird auf diesen Forumsbeitrag verwiesen:
      Können Sozialgerichte über Krankengeld entscheiden?

      Viel Erfolg!
      .
      Hallo,
      da passt etwas nicht - da gibt es ein Schreiben vom 10.11.17 - welches aber nicht zur ersten Arbeitsunfähigkeit, Beginn 13.11.2017 passt (Schreiben der Kasse vom 10.01.2018) und dann gibt es das Schreiben vom 23.11.2017 - welches aber auch nicht zur zweiten Arbeitsunfähigkeit, Beginn 08.12.2017 passt (Schreiben der Kasse vom 10.01.2018. Ab wann genau bist du denn nun Arbeitsunfähig - wenn die Bescheinigung ab 08.12.2017 tatsächlich eine Erstbescheinigung war, dann müsstet du irgendwann in der Zeit vom 13.11. bis 08.12.2017 arbeitsfähig gewesen sein ??. Und wie ist das mit der Zusendung der Bescheinigungen - kommt das den hin, was die Kasse schreibt.
      Sicher macht es Sinn einen Widerspruch einzulegen, allerdings nur bei wirklich klarer Sachlage - eine fehlende Verdienstbescheinigung kann und darf dir nicht zu Nachteil gereichen - eine verspätete Abgabe einer Arbeitsunfähigkeitbescheinigung kann das aber sehr wohl. Schreib doch mal anhand einer Zeitschiene die Daten auf.
      1. Ab wann genau Arbeitsunfähig (AU)
      2. Wann wurde die Meldung erstellt und wie lange wurde die AU vom Arzt bescheinigt
      3. Wann und auf welchem Wege wurde die Meldung an die Kasse geschickt.
      4. Gab es Folgemeldungen - wenn ja, wann wurde diese erstellt und wann und wie kam die zur Kasse
      5. Was ist mit der Bescheinigung ab 08.12. - warum war das eine Erstbescheinigung ?
      6. Wann wurde die erstellt und wie kam sie zur Kasse
      Gruss
      Czauderna

      Czauderna schrieb:

      Hallo,
      da passt etwas nicht - da gibt es ein Schreiben vom 10.11.17 - welches aber nicht zur ersten Arbeitsunfähigkeit, Beginn 13.11.2017 passt (Schreiben der Kasse vom 10.01.2018) und dann gibt es das Schreiben vom 23.11.2017 - welches aber auch nicht zur zweiten Arbeitsunfähigkeit, Beginn 08.12.2017 passt (Schreiben der Kasse vom 10.01.2018. Ab wann genau bist du denn nun Arbeitsunfähig - wenn die Bescheinigung ab 08.12.2017 tatsächlich eine Erstbescheinigung war, dann müsstet du irgendwann in der Zeit vom 13.11. bis 08.12.2017 arbeitsfähig gewesen sein ??. Und wie ist das mit der Zusendung der Bescheinigungen - kommt das den hin, was die Kasse schreibt.
      Sicher macht es Sinn einen Widerspruch einzulegen, allerdings nur bei wirklich klarer Sachlage - eine fehlende Verdienstbescheinigung kann und darf dir nicht zu Nachteil gereichen - eine verspätete Abgabe einer Arbeitsunfähigkeitbescheinigung kann das aber sehr wohl. Schreib doch mal anhand einer Zeitschiene die Daten auf.
      1. Ab wann genau Arbeitsunfähig (AU)
      2. Wann wurde die Meldung erstellt und wie lange wurde die AU vom Arzt bescheinigt
      3. Wann und auf welchem Wege wurde die Meldung an die Kasse geschickt.
      4. Gab es Folgemeldungen - wenn ja, wann wurde diese erstellt und wann und wie kam die zur Kasse
      5. Was ist mit der Bescheinigung ab 08.12. - warum war das eine Erstbescheinigung ?
      6. Wann wurde die erstellt und wie kam sie zur Kasse
      Gruss
      Czauderna


      1. AU ab 05.10.17
      2. Die erste AU wurde für eine Woche bescheinigt ... bis jetzt läuft die AU fortlaufend, ohne Unterbrechung
      3. Die AU - Bescheinigungen wurden alle mit einem Brief an die Krankenkasse geschickt
      4. nach jeder auslaufenden AU gab es direkt Folgemeldungen, auch wieder im Brief an die KK geschickt
      5. Die Bescheinigung vom 8.12. ist keine Erstbescheinigung, das ist eine Folgebescheinigung. Es gibt keine Unterbrechung zwischen den AU`s, Diagnose immer identisch.
      6. Bescheinigung vom 8.12. wurde am 8.12. erstellt, kam mit der Post im Brief zur KK

      Wenn die ganz genauen Daten, jeder einzelnen AU, nötig sind, kann ich sie gerne aufschreiben ...

      Grüsse Mellia
      Hallo,
      vielen Dank für die Rückmeldung - also, wenn es keine Unterbrechung gab, dann kann die Kasse meiner Auffassung nach nicht auf verspätete Meldung argumentieren - es handelt sich um eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit, welche nahtlos vom Arzt festgestellt und bescheinigt wurde - eine Sperrung des Krankengeldes ist von daher abwegig. Auch liegt die Kasse mit ihren Schreiben falsch, in dem sie behauptet die Meldung ab dem 08.12. wäre eine Erstmeldung. Mein Rat - Widerspruch einlegen (schriftlich) - als Begründung kannst du durchaus die Punkte 1 - 6 aufführen und ggf. den Beitrag von Machts Sinn berücksichtigen, also einen Rechtsanwalt einschalten - auch würde ich empfehlen im Widerspruch auf die inzwischen zur Gewohnheit gewordenen langen Laufzeiten der Deutschen Post hinzuweisen.
      Gruss
      Czauderna