KK stellt Zahlung rückwirkend ein

      So, es wird Zeit für eine Rückmeldung. War leider mit der Grippe außer Gefecht gesetzt.

      Nach Telefonat mit meinem Anwalt stellte sich heraus das der entscheidende Arztbericht des Neurologen/Psychologen vom Oktober nicht dabei war...
      Schon komisch... Da ich zwischenzeitlich noch bei einem weiten Facharzt war, der wiederum eine Depression diagnostiziert hat, gibt es jetzt
      2 Facharztberichte.

      Die beiden MDK-Gutachten sind Formulare, auf denen die MDK - Ärzte angekreuzt haben, das ich wieder arbeitsfähig bin. Das ist tatsächlich alles.
      Unglaublich.

      Die Widerspruchsbegründung ist am 19.2. an die KK raus. Heute hatte ich dann wieder Post:
      " zur weiteren Prüfung Ihres Widerspruchs habe ich eine Begutachtung über den MDK veranlasst.
      Sobald das Gutachten vorliegt, setzte ich mich unaufgefordert mit Ihnen in Verbindung."

      Bedeutet das, das ich nun doch persönlich vom MDK begutachtet werde ?

      Weitere positive Zwischenbilanz: Das ALG1 wurde mir gewährt. Ich bekomme es seit 15.1.2018.
      Gestern hatte ich dann einen Termin bei meinem Berater. Dabei ging es dann auch um die Begutachtung durch die Amtsärztin.

      Bei der Berechnung des ALG1 ist möglicherweise auch nicht alles berücksichtigt worden. Kennt sich jemand damit aus?
      Dann würde ich darauf nochmal separat eingehen.

      Abschließend für jetzt möchte ich mich nochmal bei allen hier bedanken. Ohne eure Tipps und fachkundige Hilfe wäre ich nie so weit gekommen.

      Ja, so sind sie, die Krankenkassen!

      .
      Das ist hier mit der IKK classic und der AA genau derselbe Zirkus wie neben-
      an bei Mobowski und der AOK BW / Arbeitsagentur
      AOK Neckar Alb stellt Krankengeld durch MDK nach Aktenlage ein.

      Ein gefundenes Fressen für den nächsten CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn,
      der sich schon vor fast 5 Jahren als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU
      gegen MDK-Gutachten ohne Untersuchungen ausgesprochen hat. Die Kreuzchen-
      Vorgehensweise ist keine Grundlage für die Zahlungseinstellung, sondern eine
      Riesen-Sauerei (der-nexus.de/MDK_guta.pdf, up.picr.de/31640472gh.pdf).
      Aber für die Krankengeld-Weiterzahlung macht der MDK – wie bei M. – gerne
      persönliche Gutachten - genial!

      Doch der GroKo-Vertrag verspricht:


      Wir werden die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung stärken,
      deren Unabhängigkeit gewährleisten und für bundesweit einheitliche und
      verbindliche Regelungen bei ihrer Aufgabenwahrnehmung Sorge tragen.


      Ergänzend erscheint zwischen CDU-GM und SPD-BMAS eine Schnittstellen-Klärung
      zwingend, um den SGB-X-widrigen Selbstvollzug fiktiven Parallel-Krankengeld-Rechts
      wieder zu beenden und zur Legalität zurückzukehren. Dazu ist auch der 3. BSG-Senat
      gefordert, der damit Gelegenheit bekommt, wieder an seine frühere Rechtsprechung
      anzuknüpfen: „VERWALTUNGSAKT MIT DAUERWIRKUNG“ auf dem Weg zum BSG

      Zum Alg:
      Was wurde denn aus dem früheren Antrag (für die Zeit bis 14.01.2018) – ist der abge-
      lehnt worden oder wird darüber noch entschieden? Auch dazu könnte was „drin sein“.
      Und was ist mit der Bemessung des Alg fraglich?
      .
      Den früheren Antrag habe ich nie abgeben, weil ich ja seit 12.9. AU bin.
      Bin damit 2 mal nach Hause geschickt wurden, und sollte mich erst melden, wenn ich gesund bin.

      Am 15.1. sollte ich dann einen neuen Antrag ausfüllen. Bemessungszeitraum sind so viel ich weiß 12 Monate.
      Dahin geht auch meine Frage. 12 Monate des letzten Arbeitsverhältnisses, oder ausgehend von der Antragstellung?

      Ich habe im November 2016 Weihnachtsgeld bekommen, und im September 2017 Urlaubsgeld. Beides wurde bei der Berechnung des ALG 1
      nicht berücksichtigt. Die Sachbearbeiterin hatte mir zuvor was anderes gesagt. Nach Rücksprache in der Berechnungsstelle bin
      ich nicht schlauer. Ich könnte ja Wiederspruch einlegen... Dazu wäre es gut die Fakten zu kennen.

      an der Grenze zur Willkür - die IKK classic und das Helferlein MDK

      Hallo Sunshines,

      alles Gute für deinen Termin morgen!

      Die Leser hier sind sicher sehr gespannt,
      wie der MDK - nach 5 Monaten - sein Kreuz-
      chen vom Oktober 2017 rückschauend
      beurteilen wird.

      Alles andere / weitere später.

      Schönen Gruß
      Anton
      Hallo Anton,
      der Termin heute wurde von meinem Anwalt verschoben. Ich habe am Freitag noch mit ihm telefoniert,
      weil ich zeitlich nicht in der Lage gewesen bin die benötigten Befunde und Unterlagen für den MDK zu beschaffen.

      Ich habe ihm und auch der Krankenkasse eine email geschickt, ob ich den Termin ohne Unterlagen wahrnehmen soll.
      Von der KK habe ich nichts gehört... Auf die Anfrage des Anwalts wurde reagiert. Neuer Termin ist jetzt am 23.4.2018.

      Grundsätzlich wirft das bei mir und einigen Leuten aus meinem Umfeld auch die Frage auf:
      Wie kann oder will der MDK heute oder auch am 23.4. meinen Gesundheitszustand von Oktober/November beurteilen????
      Was haltet ihr davon?
      Bin nach Ostern nochmal mit meinem Anwalt zum Telefonat verabredet, um ihn unter anderem auch diese Frage zu stellen.

      Liebe Grüße, Ute
      Hallo,
      ja, das geht, zumindest kann anhand von Unterlagen eine medizinische Schlussfolgerung gezogen werden. Wir haben gerade im Parallelthread den Zusammenhang einer laufenden Erkrankung (beginn 2016) mit einer Vorerkrankung aus dem Jahre 1996
      Gruss
      Czauderna
      Hallo Czauderna,

      die betreffenden Unterlagen hat mein Anwalt, nach vorgenommener Akteneinsicht, der Krankenkasse zur Verfügung gestellt,
      weil die Befunde nicht vollständig waren. Somit könnte der MDK theoretisch alle Unterlagen haben...
      Das war allerdings nachdem der MDK 2x ein Gutachten nach Aktenlage erstellt hat.

      Ich besorge mir nochmal alle Unterlagen, bevor ich den MDK-Termin habe...

      Grüsse

      Zustände sind das ...

      Hallo Ute,

      obwohl alle Unterlagen der Krankenkasse zur Verfügung gestellt wurden
      und dem MDK vorliegen müssten, warst du mit der Einladung aufgefordert,
      diese – nochmals – zur Untersuchung mitzubringen? Und nun sollst du dem
      zum 23.04.2018 Folge leisten?

      Das sieht nach Schikane aus und lässt unglaubliche Praktiken erkennen: Der
      MDK verneint AU zweimal nach Aktenlage, schaut sich die Akte aber nicht an,
      um darüber zu entscheiden, ob dem Widerspruch ohne Untersuchung nach
      Aktenlage abgeholfen werden kann, obwohl er nach persönlicher Unter-
      suchung am 23.04.2018 nicht beurteilen kann, ob sein Kreuzchen im
      Oktober 2017 richtig war und insoweit schließlich doch auf eine
      medizinische Schlussfolgerung anhand der Unterlagen ange-
      wiesen ist.

      Das darf nicht wahr sein!

      Schönen Gruß!
      Anton

      Sunshines12345 schrieb:


      Bin nach Ostern nochmal mit meinem Anwalt zum Telefonat verabredet ...


      Hallo Ute,

      vielleicht kann dein Anwalt dies beim MDK dann thematisieren - oder will er den Ball lieber
      flach halten, um eine objektive Beurteilung des MDK nicht zusätzlich zu beeinträchtigen?

      Falls das mit Krankengeld für die Lücke nichts werden sollte, bleibt immer noch ein präziser
      Versuch mit Alg 1.


      Bei der Bemessung wird das arbeitslosenversicherungspflichtige Arbeitsentgelt /
      Ausbildungsvergütung einschließlich Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld,
      Urlaubsgeld) berücksichtigt.



      Merkblatt S. 42: con.arbeitsagentur.de/prod/apo…-Arbeitslose_ba015368.pdf

      Hast du Widerspruch eingelegt oder kannst du die Frist (evtl. per Fax) noch
      wahren? (Gilt lt. Rechtsbehelfsbelehrung die Schriftform?)

      Ich wünsche dir Ostern so froh wie sie unter solchen Umständen nur
      sein können.

      Schönen Gruß!
      Anton
      Hallo Anton,

      Gegen den ALG1-Bescheid habe ich Wiederspruch eingelegt. Die Frist wäre jetzt auch schon vorbei.
      Der Eingang wurde mir bestätigt.

      "Ihr Anliegen wird so schnell wie möglich geprüft werden. Dies kann einige Zeit dauern. Sie erhalten unaufgefordert weitere Nachricht."

      Das war am 8.3.2018
      Ich finde es einfach nur traurig, das man den Behörden sagen muss, was bei der Berechnung berücksichtigt werden muss.
      Da drängt sich der Verdacht auf, das das nicht zufällig passiert...

      Manchmal habe ich keine Lust und Kraft mehr für diesen Kampf, das zermürbt einfach nur.
      Aber mein Gerechtigkeitssinn ist stärker, ich lasse mir das nicht gefallen.

      Die Unterlagen für den MDK habe ich heute auch von meiner Ärztin erhalten und eine weitere AU.

      Grüße, Ute
      So, ich hatte am Wochenende den Widerspruchsbescheid ALG1 in der Post.
      Mein Widerspruch wurde abgelehnt... was sich mir trotz Begründung nicht erklärt.
      Wenn sich jemand damit auskennt, wäre es schön, wenn er sich das mal ansieht.
      Ich stelle meinen Widerspruch und die Begründung der Ablehnung hier mit rein.

      !!! Der erste Absatz der Begründung ist zudem falsch, weil sämtliche Angaben nicht mich betreffen.
      Ist der gesamte Bescheid damit nicht rechtskräftig?

      Ich bin gespannt was ihr zu sagen habt!
      Dateien
      Heute war mein MDK Termin. Nachdem was ich schon alles mit meiner KK erlebt habe, war ich skeptisch, was mich erwartet.

      Aber das Unglaubliche ist geschehen: Ich hatte es mit einer kompetenten, einfühlsamen Fachärztin zu tun. Nach ca 1,5 Stunden
      Gespräch und Fragebögen ausfüllen hat sie die Diagnose meiner Hausärztin und der anderen FA bestätigt.
      Daraus resultierend bin ich momentan und auch für die nächste Zeit nicht arbeitsfähig. Entsprechend wird auch das Gutachten ausfallen
      mit der Empfehlung von Psychotherapie und REHA.

      Jetzt warte ich auf das Schreiben und die Reaktion der KK. Schließlich wurde das Krankengeld zum 7.12. eingestellt.