KK stellt Zahlung rückwirkend ein

      So bin zurück vom Facharzt. Einfühlungsvermögen ist was anderes.
      Habe einen Termin zum EEG bekommen und dann Widervorstellung am 8.2.
      Kann nur hoffen, das sie dann etwas mehr Zeit für mich hat, schließlich war ich nur dazwischengeschoben.

      Bzgl. der Rehamaßnahmen: Meine Ärztin hat das immer auf den Krankmeldungen angekreuzt.
      Ich war so naiv zu glauben, das man von der KK in diesen Dingen Unterstützung bekommt.
      Jetzt weiß ich es besser. Es wird alles getan oder auch nicht - mit dem einzigen Ziel kein Krankengeld
      zu bezahlen.

      Es wäre einfach gewesen mich darauf hinzuweisen, das bei meiner Diagnose ein Facharzt hinzugezogen werden soll.
      Oder eine persönliche Vorstellung beim MDK. Dann wäre auch alles klar gewesen. Aber das ist ja gar nicht gewollt.
      Hallo,
      grundsätzlich gehört das nicht zur Aufgabe einer Krankenkasse den Versicherten vom Hausarzt weg in eine Facharztbehandlung zu lotsen, dazu fehlt einfach die medizinische Kompetenz. Gleichwohl gehört es zur Aufgabe in der Fallsteuerung den Versicherten auf die Möglichkeit einer Facharztbehandlung hinzuweisen bzw. ihn entsprechend zu beraten - es war immer die berühmte Zwickmühle. Allerdings kam diese "Beratung" bei den betroffenen Versicherten meist gar nicht gut an - man habe freie Arztwahl und die Kasse könne nicht verlangen dass man einen anderen, als den derzeit behandelnden Arzt aufsucht, das bekam man zu hören, wenn es denn überhaupt möglich war mit den Versicherten zu reden - ja, und als es dann später zu entsprechenden Problemen kam, da war das Argument - "Das hätte mir die Kasse aber auch mal früher sagen können"
      ziemlich das erste, was dann in der Beschwerde stand. Ich habe diese Problematik dann eben versucht anders zu lösen - behandelnder Arzt kontaktieren und dann in Absprache mit dem den MDK beauftragt - ging auch.
      Gruss
      Czauderna
      Moin Guenter,

      mir ist der zitierte Satz nicht klar.

      So wie ich dich kenne, wurden
      die Versicherten von dir nicht ohne
      Vorwarnung per Krankengeld-Einstellung
      dafür gestraft, dass der Hausarzt
      keine Facharzt-Behandlung
      veranlasste.

      Stimmts?

      Schönen Gruß
      Anton
      Hallo Anton,
      das ist richtig - so etwas gab es nicht und würde es auch heute nicht gegeben. jedenfalls nicht mit mir. Natürlich hatte ich schon viele Fälle in der Praxis, bei denen der MDK so etwas angeregt hat und wenn da der Versicherte nicht mit zog, dann habe ich versucht darüber mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und , jedenfalls war das seinerzeit so: konnte man tatsächlich noch mit Ärzten und Versicherten so reden, ohne das der Kasse gleich unterstellt wurde, dass sie ausschließlich nur Krankengeld einsparen will, um zu erreichen, dass alle Beteiligten das Ziel, schnellstmöglich wieder Arbeitsfähigkeit herzustellen, gemeinsam erreichen wollen und dass dazu jeder seinen Beitrag leistet und vor allen Dingen auch leisten will. Ich hatte ja schon mal an anderer Stelle geschrieben, dass es (leider) auch Fälle gab, da kam der imaginäre Stempel "ausgesteuert" drauf und dann war es das. Um nochmal auf das Thema "Facharztbehandlung" zu kommen - sicher ist jedem klar, dass eine Facharztbehandlung vom Grundsatz her qualitativ und (wie der Name schon sagt) fachlich effizienter ist, aber dem Patienten zu unterstellen, dass er, wenn er eine solche Behandlung nicht machen lässt, dass er verhindert, dass seine Arbeitsfähigkeit nicht schnellstmöglich wiederhergestellt wird, das reicht aber nicht um deshalb das Krankengeld zu sperren, meine ich - aber ich weiß auch, dass ich da, was das angeht nicht unbedingt der gleichen Meinung bin wie sie heute in der Kassenlandschaft offenbar vorherrscht.
      Gruss
      Guenter
      Hallo Guenter,

      so jemanden wie dich hätte ich mir gewünscht !

      Ich habe in meinem Leben noch nie einen Cent von irgendeiner Behörde benötigt, habe immer gearbeitet,
      selbst wenn ich krank war. Und darauf bin ich stolz! Ich bin Ü50 ... Und das ich jetzt darauf angewiesen
      bin ist nicht zuletzt meiner KK zu verdanken und fällt mir sowieso schon schwer.

      Ich will möglichst bald wieder arbeiten, nur dazu muss ich gesund sein.
      Krankengeldfallmanagement


      Unterstützung arbeitsunfähiger Arbeitnehmer beim Gesundungsprozess u. der
      Inanspruchnahme verschiedener Leistungen des
      Sozialversicherungssystems 
      Ziel: rasche Wiedereingliederung in das Erwerbsleben


      Schnellere Gesundung, geringere Kosten, verbesserte Wettbewerbssituation für
      die Krankenkasse Idealerweise Win-Win-Situation



      Das unterstützende KGFM ist seit Juli 2015 ein rechtlicher Anspruch –
      individuelle Beratung über Leistungen und unterstützend
      Angebote, wobei eine schriftliche Einwilligung der Versicherten
      notwendig ist

      Die KK gehen davon aus, dass sowohl Krankengeldfälle vermieden werden
      können (75% der KK) als auch die Falldauer verkürzt werden kann
      (96% der KK), wobei letzteres bedeutender sei mit geschätzt 12%
      Verkürzung (Spanne 2-25%) versus 9% Vermeidung (1-30%)


      Aktuell erreichen die KK nach ihrer Einschätzung durch
      Krankengeldfallmanagement Einsparungen von ca. 10% der
      Krankengeldausgaben


      Das geschätzte Gesamteinsparpotential bei hypothetisch optimalem
      Krankengeldfallmanagement liegt bei 15%

      vollständige Auswertung unter:
      svr-gesundheit.de/fileadmin/GA…itz_KG-Fallmanagement.pdf
      Win-Win-Situation ???

      "Unterstützung arbeitsunfähiger Arbeitnehmer beim Gesundungsprozess u. der
      Inanspruchnahme verschiedener Leistungen des
      Sozialversicherungssystems" - Gab es nicht
      Krankengeld - Gibt es nicht
      Stattdessen nur neuer Stress, der meine gesundheitlichen Probleme nicht besser macht

      Fühlt sich nicht wie ein Gewinner an ...
      Hallo,
      "Schnellere Gesundung, geringere Kosten, verbesserte Wettbewerbssituation für
      die Krankenkasse Idealerweise Win-Win-Situation "
      da ist auch nicht vom Versicherten als Gewinner die Rede und dieser Satz entspricht sogar der Wahrheit, stimmt also 100%ig, was aber nicht bedeutet, dass
      diese WIN-WIN-Situation erreicht wird durch mehr als fragwürdige Beendigungen des lfd. Krankengeldbezuges. Optimal ist es wenn durch die Fallsteuerung erreicht wird, dass es erst gar nicht zur Krankengeldzahlung kommt. Ob die dort genannten Zahlen stimmen, wissen tue ich es nicht, denke aber dass es in etwa so hinkommt - 15% Einsparungen, ob da auch der Verwaltungsaufwand eingerechnet wurde, der von den Kassen da betrieben wird - ich glaube es nicht - kann man also gern noch mindestens 5 % abziehen, also wären wir dann bei 10%. wenn man sich mal die Gesamtausgaben der GKV-Kassen an Krankengeld anschaut, dann ist das schon eine ganze Menge. Da ist auch nix dagegen zu sagen, wenn es ordentlich und vorschriftsmäßig gemacht wird und genau das ist bei dir offensichtlich nicht gemacht worden und deshalb schreiben wir hier, oder sehe ich das falsch ?.
      Gruss
      Czauderna
      Hallo Guenter,

      ich weiß, wie sich das anfühlt und lass´mal alles
      hier überflüssige weg:

      Czauderna schrieb:


      mehr als fragwürdige Beendigungen des lfd. Krankengeldbezuges

      wenn es ordentlich und vorschriftsmäßig gemacht wird

      genau das ist bei dir offensichtlich nicht gemacht worden



      Hier ist schon wieder so ein Fall
      AOK Neckar Alb stellt Krankengeld durch MDK nach Aktenlage ein.

      Frei nach Rudi Carell: Und Schuld daran ...
      GROKO: vom Bock zum Gärtner – Andrea Nahles und die Krankengeld-Falle

      Schönen Gruß
      Anton
      Hallo Anton,
      na ja - dazu könnte man aber sauch sagen "aus dem Zusammenhang gerissen", aber - wie sagt man in eurer Ecke - "passt schon."
      Gruss
      Guenter
      Ok mal wieder ein kleines Update....
      unter dem Motto "Hinhalten ist alles"

      Ich war ja am 19.1. bei der Bundesagentur für Arbeit. Um meine Unterlagen einreichen zu könne benötige ich eine Bescheinigung der KK
      über die Versicherungspflicht wegen Bezug von Ersatzleistungen. Das habe ich am gleichen Tag noch per Einschreiben an meinen SB verschickt.
      Seit einer Woche telefoniere ich im Kreis... Mein SB sagt er ist nicht mehr zuständig für mich. Er hat das weitergeben an Frau N.
      Also habe ich mir die Telefonnummer geben lassen. Nach unendlichen Anrufen habe ich sie endlich am Telefon. Sie kann die Akte nicht
      einsehen, weil sie bei Ihrem Vorgesetzten, Herrn Sch. liegt. Besagter Herr ist der Teamleiter, der ja so nett war, mir per email zu bestätigen,
      das ich so lange der Widerspruch läuft, Anspruch auf ALG1 habe.
      Frau N. will mir noch heute den benötigten Nachweis schicken. Das Formular was ich geschickt habe ist verschwunden...

      Die Unterlagen zur Akteneinsicht sind auch noch nicht eingetroffen...
      Ob die GroKo daran was ändert... Das wage ich zu bezweifeln... Das ist im Moment nur peinlich.

      Ich denke ernsthaft darüber nach, das was mir gerade passiert öffentlich zu machen. Egal wie es ausgeht.
      Das so was in Deutschland möglich ist hätte ich mir nie träumen lassen. Vielleicht werden dann die richtigen
      Leute darauf aufmerksam und verändern etwas.

      GroKo vs Fachanwälte für Sozialrecht

      .
      Die sensations-lüsterne Medien-Öffentlichkeit interessiert sich
      viel weniger für die Sache als für Opfer, also speziell für dich, evtl.
      auch für die IKK classic und die konkret Verantwortlichen.

      Ich persönlich bin der Meinung, das Problem liegt hauptsächlich
      bei den Fachanwälten für Sozialrecht. Aber diese Damen und
      Herren schweigen – jedenfalls zu den bisherigen Anfragen:

      dav-sozialrecht.de/de/geschaeftsf%C3%BChrender-ausschuss

      Frage deinen Anwalt besser nicht, was er dazu meint.
      .
      So, bin gerade von der Bundesagentur für Arbeit zurück. Ich konnte endlich meine Unterlagen einreichen.
      Am Samstag hatte ich dann doch tatsächlich den Versicherungsnachweis der KK in der Post...
      Jetzt heißt es wieder warten. Bin echt gespannt ob sie das ALG1 übergangsweise zahlen, oder den
      Antrag ablehnen.

      Beim Anwalt ist noch nichts eingetroffen. Hat jemand Erfahrungen damit, wie lange es dauert, bis die KK die
      Unterlagen zur Akteneinsicht zur Verfügung stellt ?

      Sunshines12345 schrieb:


      Jetzt heißt es wieder warten.


      Wieviel Zeit sich deine Krankenkasse in solchen Fällen nimmt,
      weiß hier keiner. Die Bandbreite dürfte zwischen zwei Tagen und
      acht Wochen liegen.

      P.S.:
      rechtsanwalt-koeper.de/workspa…derspruch-krankengeld.pdf
      Krankengeld-Einstellung – Widerspruch – aufschiebende Wirkung – Antrag an das Sozialgericht
      .