KK stellt Zahlung rückwirkend ein

      Hallo Anton,
      da du dich so gut in diesen Dingen auskennst, habe ich noch eine Frage zur Berechnung des Krankengeldes:

      Ich bekomme Krankengeld ab 1.10.2017
      Meine AU besteht seit 12.9.2017, bis 30.9.2017 habe ich Lohnfortzahlung durch meinen Arbeitgeber erhalten.(Ende meiner Kündigungsfrist)

      Der Bemessungszeitraum für das Krankengeld war bis Ende August, nicht Ende September, laut KK. Ist das so richtig ?
      .
      Nach meinen Recherchen dürfte September wohl nicht richtig
      sein, weil der bei Beginn der AU nicht in der Vergangenheit liegt
      und zudem wohl auch nicht vor dem 12.09.2017 abgerechnet war.

      Wäre August günstiger? Enthält die Krankengeld-Bewilligung eine
      Rechtsbehelfsbelehrung ("Gegen diesen Bescheid ist der Wider-
      spruch ...")?
      Rechtsbehelfsbelehrung war dabei.

      Hintergrund meiner Frage ist, da ich im September schon krank geworden bin, konnte ich nicht meinen ganzen Urlaub nehmen.
      Deshalb hat meiner Arbeitgeber meine September-Gehaltsabrechnung nochmal korrigiert und den Urlaub finanziell abgegolten.

      Bei der Berechnung des Krankengeldes wurde dieser Betrag nicht berücksichtig. Ich habe dann Widerspruch eingelegt, was von der
      KK abgelehnt wurde. Will jetzt einfach sicher gehen, das das so richtig ist.
      Hallo,
      also, der Bemessungszeitraum wäre in diesem Fall der August (letzter, abgerechnet Lohnzahlungszeitraum vor Eintritt der AU), bei schwankendem Gehalt werden die letzten drei Monate genommen - Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten vor Eintritt der AU. werden berücksichtigt (sogar dann, wenn sie in einem vorherigen Arbeitsverhältnis gezahlt worden sind).
      Gruss
      Czauderna

      Krankenkasse?

      Hallo,

      kannst Du uns die Krankenkasse nennen die einen Hellseher beauftragen?

      Bitte in Großbuchstaben damit jeder sieht um welche Kk es sich handelt.
      Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. :putzen:
      Habe den Anruf von der KK erhalten. Leider hat sich an meiner Situation nichts geändert.
      Habe darum gebeten mir den Inhalt des Gespräches nochmals als email zu schicken:

      Sehr geehrte Frau ...,

      vielen Dank für das freundliche Telefonat. Wie von Ihnen gewünscht, fasse ich meine Aussagen in dieser Mail zusammen.

      Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat in zwei gutachterlichen Stellungnahmen festgestellt, dass die sozialmedizinischen Voraussetzungen für eine weitere Arbeitsunfähigkeit nicht mehr vorliegen. Daher haben wir die Zahlung von Krankengeld mit dem 07.12.2017 eingestellt. Wenn Sie es wünschen können wir dazu jetzt einen Widerspruchsbescheid erlassen, damit Sie die Möglichkeit haben gegen diese Entscheidung eine Klage vor dem Sozialgericht einzulegen.

      Da das Widerspruchsverfahren noch anhängig ist, muss die Agentur für Arbeit Ihnen vorläufig das Arbeitslosengeld zahlen und kann dann einen Erstattungsanspruch für den Fall einer Nachzahlung des Krankengeldes bei uns anmelden.

      Bei Fragen rufen Sie mich gerne an.

      Freundliche Grüße
      Hallo,
      zumindest scheint sich die Kasse erst mal sehr sicher zu sein , denn sonst hätte es diesen Brief nicht gegeben. Ob jetzt die Namensnennung hier in diesem Forum etwas bewirkt - man weiß es nicht, ich meine "nein" tut es nicht, aber ich war ja auch bei einer Krankenkasse beschäftigt.
      Gruss
      Czauderna

      Krankenkassen-MDK-Seilschaft

      .
      Hallo Sunshines,

      das tut mir leid! Ich hätte dies nicht gedacht, denn es geht hier um die Grenze zur
      Willkür
      und um einen Sachverhalt, der meiner Meinung nach deutlich jenseits liegt:
      „An der Grenze zur Willkür“ – Krankengeld-Einstellung nach MDK-Aktenlage-Gutachten

      Sich völlig unkritisch und ohne jede Inhaltswiedergabe auf „zwei gutachterliche Stellung-
      nahmen“ des MDK zu berufen und das Krankengeld zu einem (beliebigen) Zeitpunkt ein-
      zustellen, ist mit der Kassenverantwortung unvereinbar, trotz entsprechender Gerichts-
      entscheidung im Zusammenspiel aber üblich.

      Natürlich ist der Name der Krankenkasse jetzt relevant – schon allein, um alle übrigen
      Krankenkassen insoweit zu entlasten. Und ganz ehrlich: mich interessiert brennend,
      welche Krankenkasse in diesem Stadium die Arroganz zu diesem Satz aufbringt


      Wenn Sie es wünschen können wir dazu jetzt einen Widerspruchsbescheid
      erlassen, damit Sie die Möglichkeit haben gegen diese Entscheidung eine
      Klage vor dem Sozialgericht einzulegen.



      und damit öffentlich verdeutlicht, dass sie sich auf die Funktion ihres Widerspruchs-
      aus
      schusses (Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter) als Abnick-Gremium ver-
      lassen kann.

      Im Übrigen zeigt der Satz, dass die Krankenkasse dich in ein Verfahren abwimmeln
      will, in dem die Verantwortung des Gerichts in den Mittelpunkt rückt und das in zwei
      Instanzen zwischen 4 und 8 Jahren dauern wird. Ich würde da eher bei den bisher Ver-
      antwortlichen ansetzen: die Krankenkasse, ihr Vorstand, ihr Verwaltungsrat, der
      MDK, der MDK auf Landesebene und der Medizinischer Dienst des Spitzenver-
      bandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) und bei der Rechtsaufsichtsbe-
      hörde.


      Also überlege dir, die Krankenkasse – wie für diesen Fall in Aussicht gestellt – zu
      nennen. Deine „Versicherung“ ist obsolet, weil die „auflösende Bedingung“ einge-
      treten ist:

      Sunshines12345 schrieb:


      Bisher ist es eine anonymer Diskussion, und ich habe nicht vor dies zu ändern,
      wenn sie ihre Entscheidung sofort - heute, spätestens morgen - korrigieren.



      Mit dem Satz der Krankenkasse


      Da das Widerspruchsverfahren noch anhängig ist, muss die Agentur für Arbeit
      Ihnen vorläufig das Arbeitslosengeld zahlen und kann dann einen Erstattungs-
      anspruch für den Fall einer Nachzahlung des Krankengeldes bei uns anmelden



      bin ich uneingeschränkt einverstanden.

      Anton (Machts Sinn?)
      .
      .
      Danke!

      Jetzt wäre natürlich interessant, was – seitens der IKK classic –

      Frank Hippler
      ikk-classic.de/oc/de/ikk-classic/ueber-uns/vorstand/

      Stefan Füll
      Bernd Römer
      ikk-classic.de/oc/de/ikk-class…t/vorsitzende-mitglieder/

      der Landesbeirat des entsprechenden Landes
      ikk-classic.de/oc/de/ikk-class…ltungsrat/landesbeiraete/

      und das Bundesversicherungsamt als Rechtsaufsichtsbehörde
      bundesversicherungsamt.de/bund…ngsamt/ueber-das-bva.html

      dazu meinen.
      .
      .
      Zu dieser - rhetorischen - Frage:

      Auch die Vertragsärztin hat offenbar darauf verzichtet,
      unter schriftlicher Darlegung von Gründen bei der Kranken-
      kasse eine erneute Entscheidung auf der Basis eines
      Zweitgutachtens zu beantragen.


      Sunshines12345 schrieb:


      Soll ich die Damen und Herren per email kontaktieren,
      ähnlich wie gestern mit dem link zu diesem Forum,oder
      was schlägst du vor?


      Mein Vorschlag wäre, erst mal abzuwarten, was der Anruf
      deines Anwalts morgen bei der Krankenkasse ergibt. Aber
      ich würde mich nur auf eine "Lösung" einlassen, die dir
      voll recht gibt: Weiterzahlung des Krankengeldes.

      Oder kennst du zufällig eines der hier genannten 30 "Mit-
      glieder" (= rechtes Feld anklicken)?
      ikk-classic.de/oc/de/ikk-class…t/vorsitzende-mitglieder/
      oder des Landesbeirats
      ikk-classic.de/oc/de/ikk-class…ltungsrat/landesbeiraete/
      .