Krankenschein zu spät an Krankenkasse gesendet

      Machts Sinn schrieb:

      Czauderna schrieb:


      ... woher also, wenn nicht von der Kasse oder deinem Arzt solltest du
      wissen, dass die Meldung innerhalb einer Woche bei der Kasse zu sein
      hat.


      Na, schau mal auf die "Ausfertigung für Versicherte".

      Hallo Anton,
      ja, das hast du mich erwischt - ich hatte gegoogelt und nur das Exemplar fuer die Kasse gesehen - mein Fehler.
      @Tom. Sorry, vergiss das mit der Beratung, damit sinken aber deine Chancen auf Erfolg.
      Gruss
      Czauderna
      Hallo und Danke für den unermüdlichen Einsatz,

      Machts Sinn schrieb:

      .
      Nach dieser Schilderung dürfte das Krankengeld für
      die Zeit vom 23.01. bis 03.02. ohnehin nicht ruhen. ...?


      So wurde mir das erklärt. :(

      Czauderna schrieb:

      Hallo Tom,
      vielen Dank, jetzt ist die Sachlage auch wirklich und sogar mir klar - vom 23.01(?)eher doch 04.02. - 13.02.2018 will die Kasse dir kein Krankengeld zahlen, weil sie offenbar der Auffassung ist, dass die Meldung vom 02.02. hätte innerhalb einer Woche bei der Kasse sein müssen, so ging sie aber erst am 14.02. bei der Kasse ein - richtig ??.
      Was mir jetzt noch unklar ist, was stand denn auf der Folgemeldung vom 02.02. als bis-Datum - müsste doch, um der "Kassenlogik"zu folgen ein Datum nach dem 14.02. gewesen sein ?. ...


      Ja, die verspätete AU hat ein bis-Datum nach dem 14.02. Da das Krankengeld immer rückwirkend gewährt wird, und die aktuelle AU verspätet eingereicht wurde, ruht das Krankengeld vom 23.01. bis bis 13.02. Ich bekomme ab dem 14.02. wieder Krankengeld, vorausgesetzt der nächste Schein kommt fristgerecht an.
      Musste mir das auch mehrfach durchlesen und finde es immer noch verwirrend.

      Auf dem Bescheid, den ich hochgeladen habe wirkt es so, als ob ich noch gar kein Krankengeld erhalten habe und generell erst ab 14.02. Krankengeld gezahlt bekomme.
      Telefonisch hat man mir das mit dem Ruhen vom 23.01. bis 13.02. gesagt.

      Mal blöd gefragt:
      Das jegliche Krankengeldzahlungen von einem zurückgefordert werden, weil eine Folgebescheinigung verspätet eintrifft, ist aber unüblich?

      Viele Grüße
      Tom
      Hallo Tom,
      es gibt keine blöden Fragen, ab und zu nur blöde Antworten.
      Nein, dass bereits gezahltes Krankengeld in einem solchen Fall zurückgefordert wird, das wird nicht passieren. Eine Krankengeldrueckforderung passiert nur dann, wenn sich der Versicherte das Geld aufgrund falscher Angaben grob fahrlässig oder mit Vorsatz erschlichen hat und das ist hier ja nun nicht mal ansatzweise der Fall, du hast "nur" die Frist versäumt.
      gruss
      Czauderna
      Hallo Tom,

      Hinweis:

      Sich beim Arzt zu erkundigen, ob und wenn ja in welcher Form und wann der Arzt die
      Arbeitsunfähigkeit per EDV, also mit seiner Software der
      Krankenkasse übermittelt hat. Falls dies geschehen ist,
      könnte man sich einen Ausdruck dieses Vorgangs erbitten und diesem
      im Widerspruchsverfahren der Krankenkasse vorlegen mit dem Einwand,
      die Arbeitsunfähigkeit sei selbst bei unterstellt
      verspäteten Eingang des papiergebundenen Formulars der Krankenkasse
      vom Arzt rechtzeitig gemeldet worden und zwar per EDV. Das
      Gesetz schreibt schließlich nicht vor, in welcher Form die
      Arbeitsunfähigkeit gemeldet werden muss.



      rechtsanwalt-koeper.de/blog/ar…reibung-nicht-angekommen/

      Gruß
      Ancyst

      Nur zur Info - Nachweis des Einwurfes durch die Deutsche Post

      Der Bundesgerichtshof (Urteil vom 25.01.2012, Az. VIII ZR 95/11) hat entschieden dass die
      Angabe einer Postfachadresse als Widerrufsadresse beim Fernabsatzvertrag den gesetzlichen
      Anforderungen an eine Belehrung des Verbrauchers über sein Widerrufsrecht genügt.
      Der BGH begründet dies damit, der Verbraucher solle nicht nur über sein Widerrufsrecht informiert werden,
      sondern durch die Belehrung auch in die Lage versetzt werden, das ihm zustehende Widerrufsrecht
      tatsächlich auszuüben. Den Anforderungen an die anzugebende Empfängeradresse
      des Widerrufs genügt auch die Postfachanschrift, da der Verbraucher dadurch den Widerruf auf den Weg bringen kann. Der
      BGH ist daher der Auffassung, die Widerrufserklärung könne auch durch Einwurf-Einschreiben an den Unternehmer
      übersendet werden.

      Dementsprechend ist nach den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen für Willenserklärungen der Zugang
      nach einlegen in den Briefkasten (gelangen des Schriftstück in den Machtbereich des
      Empfängers) und Möglichkeit der Kenntnisnahme gegeben.
      Spätestens am Tage nach dem Einwurf ist daher der Zugang als geben und der Zustellungsnachweis
      als geführt anzusehen, wenn der Einwurf entsprechend Benachrichtigung über die Zustellung dokumentiert ist.

      MfG Jak61
      Hallo Tom,

      das zitierte Urteil Sozialgericht Speyer
      S 16 KR 440/16 vom 27.10.2017 ist nicht rechtskräftig


      Berufungsverfahren beim Landessozialgericht Rheinland-Pfalz unter
      dem Az.: L 5 KR 13/18 anhängig ist.


      Gruß
      Ancyst
      Hallo,

      es gibt Neuigkeiten. Ich erhielt einen Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass dem Widerspruch stattgegeben wurde und ich das Krankengeld doch gezahlt bekomme.Die Zahlung erfolgte auch bereits. Ich möchte mich nochmal bei allen für die schnelle Hilfe und für die Ideen herzlich bedanken. Die Versicherng ist die BetriebsKrankenKasse VerkehrBauUnion.
      Sobald ich den schriftlichen Bescheid erhalte, kann ich noch kurz etwas dazu schreiben.

      Viele Grüße
      Hi,

      Der Vollständigkeit halber...

      In dem Brief der Kasse stand lediglich, dass der Sachverhalt erneut geprüft wurde und meinem Widerspruch stattgegeben wurde.
      Es gab keine nähere Begründung.
      Ich hatte in dem Widerspruch allgemein beschrieben, dass ich schon langjähriges Mitglied bin und dass durch meine Erkrankung derzeit einige Dinge zu kurz kommen, dass es mir auch nicht bewusst war, dass der Krankengeld Anspruch erlischt. etc. Weiterhin habe ich als Gründe den Formfehler des Bescheids und das empfohlene Urteil angegeben. Und habe angegeben, dass ich mir weitere Schritte vorhehalte und auch vorbehalte die Kasse zu wechseln.

      Welche der Gründe ausschlaggebend waren, kann ich leider nicht beurteilen. Mir wurde nur nochmal vom Sachbearbeiter versichert, dass er keinerlei Spielraum hat und sein Vorgesetzter darüber entscheiden musste.


      Nach einer solchen Nachricht, sind wahrscheinlich einige Leute erstmal kopflos und verzweifelt. Denen gibt es wirklich viel, wenn Ihr ein paar Hinweise geben könnt.
      Also nochmals vielen Dank für die schnelle Unterstützung.

      Viele Grüße
      Hallo Tom1,
      na ja, erfreulich ist doch, dass du das Krankengeld bekommst, welche Grund nun hauptsächlich die Kasse zu der Entscheidung bewogen hat - willst du das tatsächlich wissen ?.
      Gruss
      Czauderna
      Nein, auch wenn das moralisch nicht die beste Einstellung ist, aber das Geld war mir in dem Fall tatsächlich wichtiger als die Begründung. ;)
      Ich wollte aber nur schreiben, dass ich nicht sicher bin, welcher Punkt ausschlaggebend war, falls vielleicht andere mal in einer ähnlichen Lage sind und hier recherchieren.

      Also nochmals vielen Dank an Euch. Was ihr macht, ist nicht selbstverständlich!