Mein Kampf um Krankengeldzahlung


      Zur Frage der "starren Blockfrist"


      In den Akten steht, dass meine Frau vom 03/1996 bis zum 03/1997 krank war, leider nur Monats- und Jahresangabe.
      Angenommen meine Frau war damals vom 05.03.1996 bis 20.03.1997arbeitsunfähig. In diesem Fall laufen die starren Blockfristen wie folgt:

      05.03.1996 - 04.03.1999
      05.03.1999 - 04.03.2002
      05.03.2002 - 04.03.2005
      05.03.2005 - 04.03.2008
      05.03.2008 - 04.03.2011
      05.03.2011 - 04.06.2014
      05.03.2014 - 04.03.201
      705.03.2017 - 04.03.2020

      Meine Frau ist ab dem 12.12.2016 wegen des Brustkrebs-Rezidivs erkranakt.

      Laut Machts Sinn würde im meinem Fall würde der ununterbrochene Krankengeld-Bezug über den 04.03.2017hinaus am 01.09.2018 enden. Der 04.03.2020 markiert das Ende der Blockfrist. Nun gibt noch eine Möglich der Fristverlängerung. Meine Frau war auf eine Reha in der Zeit vom 17.04. bis zum 08.05.2017. Das sind 21 Tage.

      Ist es richtig, dass dadurch das Ende des KG-Bezuges sich auf den 22. September 2018 verschiebt?

      Wenn der Ausssteurerungsbescheid kommt, dann werden wir Deinem Rat folgen: "Deswegen würde ich – gleichzeitig mit dem Aussteuerungsbescheid – auch die bis-herigen Mitteilungen mit schriftlichem Widerspruch anfechten und entsprechend denbereits verlinkten Urteilen des Sozialgerichts Speyer (Leitsatz 2.) geltend machen“.

      P.S. Wenn ich nicht auf alles, was ihr geschrieben haben, gleich die Stellungsnahme abgegeb, dann bedeutet das, dass ich noch die Zeit brauchen, um den Inhalt zu „verdauen“, ich fühle mich richtig überfordert, aber ich hoffe, dass die Zeit kommen wird, dass ich die ganze Komplexität und Causalität in ihrem vollem, mir heute noch nicht begreiflichen, Umfang verstehen werde. Hoffentlich noch rechtzeitig genug.

      @ auf Deine Frage, lieber Anton,:"P.S.: in welchem konkreten Zusammenhang mit den bisherigen Fragen sind denn
      die ausführlichen Texte an die BfA und deren Abweichungen voneinander zu
      sehen? Diese Materie ist mir bisher eher fremd."


      kann ich antworten, dass ich vermute, dass die Vorgehensweise der AOK Plus nach dem Aussteuerungsbescheid sich nicht wesentlich ändern wird.
      Sie wird wieder eine Beratungspflichtverletzung begehen, wie im Falle des Dispositonsrechts meiner Frau beim Reha-Antrag. Daraus kann ihr auch ein Strick drehen
      und nicht nur daraus. Ich werde wütend, wenn ich mich an den Betrug und anderen Todsünden der KK erinnere. Das ist leider ein Systemproblem. Aus diesem Grund habe
      ich in meinem Schreiben die Akzente darauf gesetzt, die lassen sich noch ausbauen, da habe ich noch nicht alle Pulver verschossen. Man hat noch was, was man anprangern
      kann. Aber warten wir zuerst ...auf weitere Fehler der AOK und machen selbst keine Fehler. Amen.
      Hallo Tabu,

      die Reha-Zeit habe ich zwar bedacht, aber vielleicht unzutreffend berücksichtigt:
      - § 49 Abs. 1 Nr. 3 SGB V: dejure.org/gesetze/SGB_V/49.html
      - § 48 Abs. 3 Satz 1 SGB V: dejure.org/gesetze/SGB_V/48.html

      Möglicherweise bestand gar kein Anspruch auf Krankengeld – z. B. weil es keine
      AUB gab – womit § 48 Abs. 3 Satz 2 SGB V anwendbar sein könnte.

      Aber warten wir mal auf Czauderna, der ist „Experte“ – ich bin nur Foren-Quer-
      einsteiger.

      Schönen Gruß
      Anton

      P.S.: was bedeutet "in den Akten steht"? Gibt es evtl. auch EDV-Daten?

      Machts Sinn schrieb:

      Hallo Tabu,

      die Zeit ist kürzer als bisher angenommen, denn ab 12.12.2016 enden 78 Wochen nicht im August,
      sondern bereits im Juni 2018, so dass wohl bereits im April mit dem Aussteuerungsbescheid zu rechnen
      sein dürfte.

      Die Krankengeld-Bewilligung per Verwaltungsakt mit Dauerwirkung ist nach wie vor der kritische Ansatzpunkt.
      Inzwischen sind wir aber wesentlich weiter als damals bei „sblue“. Nun gibt es einige schlüssige Entscheidungen
      der Sozialgerichte Mainz und Speyer. Die zuletzt bekannt gewordenen sind vom 13./27.10.2017:

      landesrecht.rlp.de/jportal/por…e=0.0&doc.hl=1#focuspoint

      landesrecht.rlp.de/jportal/por…e=0.0&doc.hl=1#focuspoint

      Davon abweichende Rechtsprechung der übrigen Sozial- / Landessozialgerichte ist höchst fragwürdig. Möglicher-
      weise muss das Bundessozialgerichts seine bisherige Ignoranz dazu in absehbarer Zukunft aufgeben:

      „VERWALTUNGSAKT MIT DAUERWIRKUNG“ auf dem Weg zum BSG

      Damit wird schon ansatzweise klar, dass meine Antworten ganz anders ausfallen werden als die von Czauderna,
      fürchte aber, dass der Kontra-Tanz um das goldene Kalb auch Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen
      und deren Angehörige überfordern dürfte.

      Schönen Gruß
      Anton Butz


      hallo, Anton,

      ich muss den Wiederspruchsschreiben gegen KK in Bezug auf das kommende (im April?) Aussteuerungsschreiben vorbereiten.
      Ich weiß nicht, welchen Weg ich einschlagen soll? Den Weg, den Du mit Sblue genommen hast oder den Weg, die die SG von Mainz und Speyer genommen haben?
      Ich versuche da ein Wiederspruch schreiben (reines Plagiat, klar..), aber ich weiß sonst nicht wie ich mir helfen soll. Ich bin kein Jurist und bin schon mit
      der Problematik überfordert, die o.g. Gerichtsurteile für meinen Fall anzuwenden. Aber ich werde es versuchen, denn ich lasse mich nicht von KK für dumm verkaufen.
      Es war eine permanente Nötigung der KK (telefonisch) zur Rentenantragsstellung und gesetzeswidrige Einflussnahme auf die RV, um über sie meine Frau zum Rentenantrag zu zwingen.

      Ich werde versuchen ein Schreiben gegen die Aussteuerung zu schreiben, es ist wird verdammt schwierig sein.

      P.S.: was bedeutet "in den Akten steht"? Gibt es evtl. auch EDV-Daten?

      Nach der OP schichte das Krankenhaus ein Schreiben an die Hausärztin und die die Frauenärztin meiner Frau ein Bericht, in dem u.a. die Angaben über die frühere Krebserkrankung standen. Es stand, z.B., dass die Chemotherapie vom 03/1996 bis zum 10/1996 durchgeführt wurde. Meinst Du das es besser wäre, wenn
      man genauere Daten aus dem Krankenhaus bekommt? Irgendwas müssen sie dort noch haben.

      Hallo Tabu,

      das damals mit Sblue war Pionier-Arbeit. Nachdem es inzwischen hilfreiche Rechtsprechung
      der Sozialgerichte Speyer und Mainz gibt und nun auch noch ein Revisionsverfahren beim BSG
      anhängig ist – „VERWALTUNGSAKT MIT DAUERWIRKUNG“ auf dem Weg zum BSG – lässt sich da-
      rauf aufbauen. Damit sehe ich keine Veranlassung mehr, mich in einer Einzel-Aktion (unter dem
      Aspekt aus Art. 20 Abs. 4 GG) „feder-führend“ zu engagieren und damit verbundenen Risiken
      auszusetzen.

      Nun wären die Fachanwälte für Sozialrecht mit ihrer Arge Sozialrecht im DAV, der VdK, SoVD und
      die DGB Rechtsschutz GmbH gefordert. Sich für betroffene Versicherte evtl. bundesweit und auf die
      neuen Argumente spezialisiert im Widerspruchs- und Sozialgerichtsverfahren gegen die Kranken-
      kassen einzusetzen, könnte ein lohnenswertes Geschäftsmodell werden.

      Vielleicht gibt es in Deutschland ein paar Rechtsanwälte, die selber denken – so wie es in Speyer,
      Mainz und Essen Richter gibt / gab, die die Kopiervorlagen des BSG und der LSG verschmäh/t/en.

      Schau'n mer mal.

      Schönen Gruß
      Anton


      P.S.: zur Frage nach den „genaueren Daten“ bin ich im Moment nicht sicher. Vielleicht ist es für
      deine Frau noch besser, wenn sich nicht feststellen lässt, dass bzw. wann im Fall der Arbeitsun-
      fähigkeit wegen derselben Krankheit die längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei
      Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an, verbraucht sind. Das könnte
      sich zum Nachteil der Krankenkasse auswirken.
      .

      Machts Sinn schrieb:

      P.S.: zur Frage nach den „genaueren Daten“ bin ich im Moment nicht sicher. Vielleicht ist es für
      deine Frau noch besser, wenn sich nicht feststellen lässt, dass bzw. wann im Fall der Arbeitsun-
      fähigkeit wegen derselben Krankheit die längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei
      Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an, verbraucht sind. Das könnte
      sich zum Nachteil der Krankenkasse auswirken.


      WER stellt fest, wann im Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit die längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei
      Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an, verbraucht sind? Im Austeuerungsbescheid wird sicher das Datum genannt, die
      die AOK Plus feststellt. Daher war für mich die ganze Problematik wegen des Ende des KG-Anspruches meiner Frau so wichtig, denn ich wollte im Falle
      des Falles diesen Punkt angreifen. Mit Argumenten.

      Es ist klar, dass den Weg, den Du mit Sblue eingeschlagen hast, und den Weg von SG Mainz und Speyer sehr steinig ist. Die Meinung, dass eine KG-Bewilligung einen Verwaltungsakt mit der Dauerwirkung hat, wird gerne zerfleischt. So gesehen sind dies die ersten Schritte. Ich werde versuchen, einen Wiederspruch zu formulieren ...
      und dann hier zur Kritik ...oder den Löwen zum Fraß vorwerfen. Mehr als Lob interessiert uns die Kritik :) . Hat jemand schon jemals das KG über 78 Wochen bekommen?
      Irgendjemand muss der erste sein.. Aber zuerst heißt es, die Argumente sammeln, damit die Aussage, es handele es sich um "einen Verwaltungsakt mit Dauerwirkung", eine rechtliche Grundlage hat.

      Mein erster Punkt im Wiederspruchsschreiben gegen die Aussteuerung wäre:

      1. In der Krankengeldbewilligung vom 09.02.2017, d.h. beim Beginn des Krankengeldbezuge, hat die KK nicht darauf hingewiesen, dass ein Anspruch auf die Krankengeld für längstens 78 Wochen wegen derselben Erkrankung innerhalb von drei Jahren besteht. Wäre mir diese Höchstgrenze bekannt dann hätte ich schon damals diesen Wiederspruch erhoben. Hier erhebe ich den Vorwurf einer Informations- und Beratungspflichtverletzung seitens der KK

      Bitte um Kritik ... auch mit Sarkasmus:)

      Viele Grüße
      Tabu

      Der Grundsatz lautet


      Versicherte erhalten Krankengeld ohne zeitliche Begrenzung,


      Deswegen ist die Krankenkasse gefordert, die Voraussetzungen des Nachsatzes


      für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit
      jedoch für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei
      Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an.



      festzustellen, darzulegen, ggf. zu beweisen. Dass allein deren Berufung auf den
      Beginn der jetzigen AU am 12.12.2016 nicht ausreichend ist, dürfte inzwischen
      eindeutig sein.

      Deswegen darf davon ausgegangen werden, dass sich die Krankenkasse anstrengen
      wird und ihr aufpassen (sowie vorsorgen) müsst. Ja, Argumente und evtl. Gegenbe-
      weise erscheinen sehr wichtig.

      Tabu schrieb:


      Die Meinung, dass eine KG-Bewilligung einen Verwaltungsakt mit der Dauer-
      wirkung hat, wird gerne zerfleischt.


      Der Verwaltungsakt mit Dauerwirkung wurde schon häufig verneint, aber die gegenteilige
      Meinung noch nie „zerfleischt“. Hier hat das Sozialgericht Mainz ordentlich vorgelegt und
      das LSG RP nur mit den Schultern gezuckt:
      „VERWALTUNGSAKT MIT DAUERWIRKUNG“ auf dem Weg zum BSG
      Und die - rechtlichen - Argumente des LSG Baden-Württemberg gegen die Entscheidung des
      SG Heilbronn verdienen diese Bezeichnung auch nicht:
      „VERWALTUNGSAKT MIT DAUERWIRKUNG“ auf dem Weg zum BSG

      Aber mit dem als ersten Punkt bezeichneten Text liegst du nicht schlecht. Auch jeder Alg 1-
      Bewilligungsbescheid setzt die Prüfung voraus und legt sich fest, wie lange das Alg bei unver-
      änderten Verhältnissen (Arbeitslosigkeit) zusteht. Dabei ist eine schnelle Arbeitsaufnahme
      oft wahrscheinlicher als die schnelle Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.

      Damit beginnt für mich hier in diesem Thread eine mehrtägige Pause, die ich zu
      respektieren und wofür ich um Verständnis bitte. Also bis später mal wieder.

      Schönen Gruß
      Anton
      Hallo Anton und Tabu,
      hier gibt es zwei Aspekte, die gegen die Auffassung stehen, dass eine "starre"Blockfrist in ferner Vergangenheit gebildet wurde und sich dadurch auf das Leistungsende eines aktuellen Krankengeldfalles auswirkt. Der erste Aspekt bildet die anrechenbare Vorerkrankung - wer will im Jahre 2018 medizinisch beurteilen ob die derzeitige AU. mit einer AU aus dem Jahre 1968 in ursächlichem Zusammenhang steht. Ich habe das Jahr 1968 als Beispiel deshalb gewählt weil ich da meine erste krankenversicherungspflichtige Tätigkeit begann - wenn ich im Jahre 1968 beispielsweise einen Herzinfarkt gehabt hätte und jetzt im Jahre 2016 wieder einen, dann wäre die Diagnose die gleiche aber ob es einen ursächlichen Zusammenhang nach 48 Jahren besteht, das kann auch kein MDK feststellen -ein Zusammenhang kann sein, muss aber nicht - oder noch ein Beispiel - vor 30 Jahren ein Beinbruch re. - jetzt wieder - gleiche Diagnose - offensichtlich kein Zusammenhang. Wenn deine Auffassung stimmen würde, dann müsste eine Krankenkasse jeden Versicherten bei einer Arbeitsunfähigkeit mit Krankengeldbezug fragen ob er schon irgend wann einmal wegen dieser Erkrankung arbeitsunfähig war und wann und wie er da versichert war und bei wem und ob nicht schon damals ggf. ein Leistungsablauf eingetreten war. Die Auflistung der Blockfrist wie von dir/euch vorgenommen kann nur dann so stimmen, wenn a) der Zusammenhang zwischen dem Brustkrebs von heute und dem vor 20 Jahren medizinisch bestätigt würde und wenn immer wieder in der Vergangenheit eine Arbeitsunfähigkeit mit Krankengeldanspruch bestanden hätte. Eine Blockfrist ergibt sich nicht von selbst sondern wird festgelegt aufgrund eines Anlasses und der ist eine Arbeitsunfähigkeit mit Krankengeldbezug und dabei geht es um die vorausgegangenen 3 Jahre wobei und, je nach Konstellation auch ein längerer Zeitraum in Frage kommen kann und um die Frage, ob ein Krankengeldanspruch besteht und bis wann (schaetzungsweise), bei fortbestehender AU. dieser Anspruch besteht. Wie du, Anton, schon richtig bemerkt hast - so kenne ich es aus der Praxis und so halte ich es auch nach wie vor für richtig - deine Auffassung ist eine andere, ob du, Tabu dich jetzt eher an Anton hältst oder an meine Auffassung, das musst du selbst wissen.
      Gruss
      Czauderna
      Lieber Anton,
      lieber Czauderna,

      herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ihr habt mir die Denkrichtungen aufgezeichnet ... und dadurch viel Vorarbeit und Mühe erspart.
      Jetzt beginnt für mich die Arbeit. Wenn ich den 1. Entwurf fertig habe werde ich ihn hier Euch vorstellen (hoffentlich wird er dann nicht von KK gelesen :nudelwalker: ).
      Ich rechne mit der Aussteuerung im April-Mai. Der Gegner und seine Lieblings-Eröffnungsvarianten in 2. Schachpartie müssen jetzt von mir analysiert werden.
      In der 1. Partie folge auf 1. Zug der KK e2-e4 spiele ich 1. c7-c5. In der 2. Partie rechne ich mit dem 1. Zug der KK 1.d2-d4 ... und ich muss viel überlegen, es
      gibt einige Eröffnungsvarianten und die ersten 3-4 Züge setzen schon die Weichen auf die Richtung der Partie. Jetzt beginnt die eigentliche Vorbereitung.

      Daher ist die Pause für Dich, Anton, sogar erwünscht, damit man einen frischen Blick bekommt. Man muss immer versuchen, die Lage mit den Augen des Gegners zu betrachten, den auf jeden Zug folgt einen Gegenzug. Wichtig ist schon bei der Eröffnung einer Partie keinen Fehler zu machen, sondern stetig den Vorteil auszubauen.
      Was kommt das kommt, und meistens anders als man denkt ;)

      Liebe Grüße
      Tabu
      P.S. Wie kann man einstellen, dass man Euch folgt oder zu den Freunden macht?
      Nochmal zur Frage der "starren Blockfirst".

      Ich habe die alte Krankenakte meiner Frau rausgegraben und sie war ab dem15.03.1996 erkrankt (Brustkrebs).
      Dann bilden sich folgende Blockfristen:

      15.03.1996 - 14.03.1999
      15.03.1999 - 14.03.2002
      15.03.2002 - 14.03.2005
      15.03.2005 - 14.03.2008
      15.03.2008 - 14.03.2011
      15.03.2011 - 14.06.2014
      15.03.2014 - 14.03.2017
      15.03.2017 - 04.03.2020

      Meine Frau erkrankte am 12.12.2016 an einem Brustkrebs-Rezidiv.
      In der Zeit vom 17.04. bis zum 08.05.2017 bekam sie das Unterhaltsgeld von der RV, danach weiter das KG.

      Würde der ununterbrochene Krankengeld-Bezug über den 14.03.2017hinaus am 11.09.2018 enden. Und wenn man dazu noch 21 Tage Reha rechnet, dann endet der Anspruch am 02. Oktober 2018 oder ?

      Ist es so richtig gedacht?

      LG
      Tabu

      P.S. Hallo, Czauderna, ist das Forum krankenkassenforum.de/ für das Registrieren gesperrt?
      Hallo,
      meine Meinung dazu kennst du bereits - ich denke, dass das mit den Blockfristen so nicht hinhauen wird - der 12.12.2013 als Beginn des 3-Jahreszeitraums vor der AU. sollte da eher passen und wenn es da keine anrechenbaren Vorerkrankungen gab, dann beginnt der Leistungsanspruch von 78 Wochen am 12.12.2016 - meine ich.
      Bei Übergangsgeldzahlung durch den RV-Träger ruht der Krankengeldanspruch und Ruhenszeiten werden auf die Gesamtanspruchsdauer angeechnet.
      Zu deiner Frage - Ist mir nicht bekannt.
      Gruss
      Czauderna
      Hallo, Czauderna,

      Meine Frau ist ab dem 12.12.2016 erkrankt, meinst Du die Blockfristen so:

      12.12.2013 - 11.12.2016
      12.12.2016 - 11.12.2019

      Laut dem Rechner barmer.de/formClient/barmer-ar…tenrechner,step=form.html
      enden die 78 Wochen am 01.07.2018, da 21 Tage wegen der Reha das KG-Anspruch ruhte.

      Dann bin ich total verwirrt, weil ich nicht weiß, a) wie Anton auf das Ende des KG-Anspruchs im September 2018 kam
      b) weil im Thema "Blockfrist" (krankenkassenforum.de/blockfrist-vt9847.html ) was Anderes geschrieben wurde.

      Ich kenne Deine Meinung insoweit nicht, weil ich sie inhaltlich nicht verstehe. Du bildest die Blockfristen (3 Jahre) angefangen von der Erkrankung am 12.12.2016, weil der Brustkrebs vor 20 Jahren aufgetreten ist(daher sollte er nicht beachtet werden, richtig?), die anderen User bilden die Blockfristen ab dem 15.03.1996 als der Brustkrebs festgestellt wurde. Klar, da kommt man zu verschiedenen Ergebnissen.

      Es wäre schön, wenn jemand mir wie einem Kind erklären wurde. Es ist ein Schrei in der Wüste..

      P.S. ich wollte im KK-Forum die Frage stellen, kann ich mich nicht anmelden. Kannst Du als eines stark sehbehinderten Menschen zeigen, wo ich mich anmelden kann? Ich finde keinen Button. Oder melde mich als TABU dort an mit all Daten wie hier in diesem Forum.
      ich brauche einen Zugang und Passwort.
      P.P.S. Was bedeutet der Hinweis "Forum ist gesperrt"?
      Eine Frage an alle Anwesenden und die Abwesenden;
      "Bitte nennt mir den § des SGB usw. , die den ursächlichen Zusammenhang bei der Bildung von 78-Wochen-First regeln"

      P.S.Schön, dass dieser Forum noch da ist!
      Hallo,
      mir fällt da nur der § 48 SGB V. ein -

      § 48 SGB V Dauer des Krankengeldes
      (1) Versicherte erhalten Krankengeld ohne
      zeitliche Begrenzung, für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen
      derselben Krankheit jedoch für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb
      von je drei Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der
      Arbeitsunfähigkeit an. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere
      Krankheit hinzu, wird die Leistungsdauer nicht verlängert.
      (2)
      Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben
      Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht
      nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf
      Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der
      erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind
      und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate1.nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
      2.erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen.

      (3)
      Bei der Feststellung der Leistungsdauer des Krankengeldes werden
      Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder für die das
      Krankengeld versagt wird, wie Zeiten des Bezugs von Krankengeld
      berücksichtigt. Zeiten, für die kein Anspruch auf Krankengeld besteht,
      bleiben unberücksichtigt.


      Gruss
      Czauderna
      Hallo, Czauderna,

      vielen Dank, auf Dich ist immer Verlass.

      hier ist das Aussteuerungsbescheid, nur die 1.Seite,
      auf der 2. Séite war die Widerrufsbelehrung (Rechtsbehelf) und noch ein Info-Blatt.

      Nun wie die Franzosen sagen: "à la guerre comme à la guerre"(Im Krieg wie im Krieg).
      Dateien
      .
      Dann wird es jetzt konkret:
      der erste Zug - vielleicht nach der Devise:
      "fingerlang gehandelt ist besser als armlang geschafft"

      Was hältst du davon, Widerspruch zur Fristwahrung einzulegen und für die
      Widerspruchsbegründung zunächst zu fragen, wie die hier (in den Foren) bisher erörterten
      Gesichtspunkte bei der Entscheidung berücksichtigt wurden - also dir zunächst eine nähere Begründung und im
      Rahmen deines Akteneinsichtsrechts, § 25 SGB X, Kopien von den für die Entscheidung maßgeblichen Unterlagen geben zu lassen?





      Machts Sinn schrieb:

      .

      Was hältst du davon, Widerspruch zur Fristwahrung einzulegen und für die
      Widerspruchsbegründung zunächst zu fragen, wie die hier (in den Foren) bisher erörterten
      Gesichtspunkte bei der Entscheidung berücksichtigt wurden - also dir zunächst eine nähere Begründung und im
      Rahmen deines Akteneinsichtsrechts, § 25 SGB X, Kopien von den für die Entscheidung maßgeblichen Unterlagen geben zu lassen?


      Hallo, Anton,

      kannst bitte dieses Schreiben formulieren? Sorrry, aber welche "die hier (in den Foren) bisher erörterten
      Gesichtspunkte" meinst Du konkret? Wäre eine solche Variante OK

      "Bezug nehmend auf Ihr o.g. Bescheid vom.... lege ich hiermit ein Widerspruch zur Fristwahrung ein und bitte für die
      Widerspruchsbegründung um die nähere Begründung bezüglich den Ihrem Bescheid zugrunde liegenden Gesichtspunkten und im Rahmen meines Akteneinsichtsrechts, § 25 SGB X, um die Übersendung der Kopien von den für die Entscheidung maßgeblichen Unterlagen."

      Nun kannst Du, Anton, Deine epistolarische Kunst zum Ausdruck bringen. Ihr Auftritt, Maestro!

      Liebe Grüße an Dich und Czauderna.
      Tabu

      Widerspruch zur Fristwahrung

      .
      Danke Tabu – das ist mir eine Ehre!





      Krankengeld – Ihr Zeichen …



      Sehr geehrte …


      gegen den Aussteuerungsbescheid vom … lege ich Widerspruch ein.

      Nach der Rechtsprechung des BSG zu § 48 SGB V und dessen Vorgaben zur „starren Blockfrist“ darf
      nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Krankheit bereits vor ca. 20 Jahren ausgebrochen ist und 2016
      ein Rezidiv attestiert wurde. (? Im Übrigen ist Krankengeld für die Dauer der Reha vom 00.00.0000 bis
      00.00.0000 nicht gewährt worden. Da für diese Zeit auch AU nicht bescheinigt war, erscheint die Min-
      derung der Anspruchsdauer insoweit fraglich. ?).

      Bitte lassen Sie mir eine individuelle schriftliche Begründung des Aussteuerungsbescheides zukommen,
      damit der Widerspruch sachgerecht begründet werden kann. Außerdem wäre ich für die Übersendung
      von Kopien / Ausdrucken der insoweit vorhandenen Unterlagen / Dateien sehr dankbar.


      Mit freundlichen Grüßen





      Vorschlag: beziehe dazu auch den Sachverstand der Krankenkasse-Experten "nebenan" mit ein.


      Schönen Gruß
      Anton

      Hallo, Anton,

      hier mein Vorschlag (alles von Dir geklaut!):

      Krankengeld – Ihr Zeichen …

      Sehr geehrte …


      gegen den Aussteuerungsbescheid vom … lege ich Widerspruch zur Fristwahrung ein.

      Nach der Rechtsprechung des BSG zu § 48 SGB V und dessen Vorgaben zur „starren Blockfrist“ darf
      nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Krankheit bereits vor ca. 20 Jahren ausgebrochen ist und 2016
      ein Rezidiv attestiert wurde.

      Bitte lassen Sie mir eine individuelle schriftliche Begründung des Aussteuerungsbescheides zukommen,
      damit der Widerspruch sachgerecht begründet werden kann. Außerdem wäre ich für die Übersendung
      von Kopien / Ausdrucken der insoweit vorhandenen Unterlagen / Dateien sehr dankbar.

      Mit freundlichen Grüßen

      -----
      Änderungen/Zusäze schwarz und dick
      Während der Reha war meine Frau krankgeschrieben, daher habe ich diesbezügliche Passage weggelassen.
      Sollte man gleich diese Wiederspruch einlegen und die Bestätigung der Ärzte dann in der Begründung beifügen?

      LG
      Tabu