Mein Kampf um Krankengeldzahlung

      Hallo Tabu,

      ob es am Ende Ja oder Nein
      zum 10.06.2018 oder 12.09.2018
      sein wird, erscheint mir offen.

      Allerdings will ich dir da weder rein-
      reden, noch den Detail-Vorstellungen
      der Befürworter dieser Vorgehens-
      weise vorgreifen.

      Schönen Gruß!
      Anton
      Hallo, Anton,

      es ist klar, dass man selbst die Entscheidung treffen muss. Ich sehe durchaus die Vorteile Deines Vorschlags, daher warte ich bis uns die Antwort des verehrten Prof. vorliegt.

      "ob es am Ende Ja oder Nein
      zum 10.06.2018 oder 12.09.2018
      sein wird, erscheint mir offen.",

      ich denke es kann nur 10.06. oder 10.09. am Ende stehen, die KK kann sich auswählen, sonst trifft man sich vor Gericht.
      Dabei kann man auch die Frage der unbefristeten Krankengeld-Bewilligung klären lassen. Wie kann man das elegant in die Klageschrift einbauen, wenn man dann auf die Gewährung des Krankengelds bis zum 10.09.2109 pochen wird.

      Man kann zuerst gegen die falsche Blockfristbildung klagen und dabei die Frage der unbefristeten KG-Bewilligung in Ahlehnunbg an die SG-Urteile von Mainz und Speyer klären lassen? Wie geht dies juristisch?

      Uns interessiert nur der Weg, der unser Ziel ist, lass Dich nicht auf die Nebenkämpfe ablenken.

      Servus, Toni
      Tabu





      hallo, Anton,

      langsam begreife ich warum das 1. Schreiben so aussehen soll:

      "Krankengeld – Ihr Zeichen …

      Sehr geehrte …

      gegen den Aussteuerungsbescheid vom … lege ich Widerspruch zur Fristwahrung ein.

      Nach der Rechtsprechung des BSG zu § 48 SGB V und dessen Vorgaben zur „starren Blockfrist“ darf
      nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Krankheit bereits vor ca. 20 Jahren ausgebrochen ist und 2016
      ein Rezidiv attestiert wurde.

      Bitte lassen Sie mir eine individuelle schriftliche Begründung des Aussteuerungsbescheides zukommen,
      damit der Widerspruch sachgerecht begründet werden kann. Außerdem wäre ich für die Übersendung
      von Kopien / Ausdrucken der insoweit vorhandenen Unterlagen / Dateien sehr dankbar.

      Mit freundlichen Grüßen
      ==========

      Die KK soll Form und Verfahrensfehler machen und wir sollen sie ausnutzen. Warum nicht?

      Der Hr. Prof. soll in seinem Gutachten folgendes feststellen und zwar:

      1. ob die die gleiche Krankheit die Ursache der AU in den Jahren 1996 und 2016 war und damit der ursächliche Zusammenhang bestätigt wird. Ist es so richtig?
      2. Wir haben nur eine derselbe Krankheit mit 2 AUs und einen ursächlichen Zusammenhang. Ein Zusammenhang einer aktuellen Erkrankung mit einer Vorerkrankung liege dann vor, falls es sich um dieselbe Ursache handele und um dasselbe Erscheinungsbild. Ist es so richtig?

      Gruss
      Tabu
      P.S. Ohne Deine Hilfe hätte ich um vieles schwerer. Danke, Toni.
      openjur.de/u/593127.html


      Dieselbe Krankheit liegt vor, wenn es sich um ein im ursächlichen Sinne einheitliches Krankheitsgeschehen handelt. Das ist der Fall, solange die Krankheit nicht ausgeheilt ist und immer wieder zu behandlungsbedürftigen und/oder Arbeitsunfähigkeit bedingenden Krankheitserscheinungen bzw. Krankheitsbeschwerden führt. Es kommt dagegen nicht darauf an, ob die Krankheitserscheinungen stets in gleicher Weise und ohne zeitliche Unterbrechung fortbestehen. Dieselbe Krankheit kann auch dann noch fortbestehen, wenn Arbeitsunfähigkeit und/oder Behandlungsbedürftigkeit (vorübergehend) entfallen sind, also der ursprüngliche Leistungsfall bereits abgeschlossen ist. Für die Frage, ob die erneute Arbeitsunfähigkeit auf derselben Krankheit wie die vorangegangene Arbeitsunfähigkeit beruht, kommt es daher allein auf das Krankheitsgeschehen selbst an (BSG, Urteil vom 12.10.1988 – 3/8 RK 28/87). Erforderlich ist allerdings, dass eine identische Krankheitsursache vorliegt.
      Hallo Tabu,

      den Schnittstellen-Risiken zwischen Medizin und Jura dürfte die gewünschte Bestätigung
      von Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit durch Prof. Dr. … wohl am ehesten
      gerecht werden, wenn sie die Ausführungen unter II 2. a) des BSG-Urteils vom 07.12.2004,
      B 1 KR 10/03 R, entsprechend berücksichtigt:

      sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/e…)&s2=II&words=&sensitive=

      Kostenlos wird das wohl nicht sein. Wer die damit verbundenen Kosten letztlich zu
      tragen hat, ist noch nicht absehbar.

      Schönen Gruß
      Anton
      Hallo, Anton,

      wenn nichts Neues kommt werde ich wohl dann das Schreiben an die KK herausschicken. Das Spiel beginnt dann, hier muss ich Dir
      und Czauderna danken. Ich bin nicht sehr schlau, aber ich habe die Ausdauer, manchmal hilft sie mir Einiges zu verstehen, natürlich es dauert leider manchmal zu lange.

      Gruss
      Tabuj
      Hallo, Anton,

      vor der Reha hat meine Frau der KK die Schweigepflichtentbindung für die gesamte Dauer de AU erteilt. Sollen wir diese mit sofortiger Wirkung widerrufen?

      Herr Prof. hat Folgendes geschrieben:

      O.g. Patientin erlitt 12/2016 ein Spätrezidiv des 1996 diagnostizierten und behandelten Mamma-Carzinoms. Dieses wurde im Rahmen der erweiterten
      Nachsorge diagnostiziert. Somit besteht ein medizinischer Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen.


      Ist es so korrekt? Schlage Deine Formulierung vor, fall dies nicht so ist?

      Was meint Du dazu, wenn ich die KK im Zusammenhang mit dem Aussteurungsbescheid bitte, die Einschränkung des Dispositionrechts zurückzunehmen? Diese Einschränkung des Dispositionsrechts hängt wie Damokles Schwert über meine Frau. Wenn meine Frau doch zwangsverrentet wird, dann war alles umsonst, die KK bekommt alle Beiträge, die in die Rentenkasse eingezahlt wurden, zurück.

      Gruss
      Tabu
      Nun Tabu,

      3 Themenbereiche sind – vielleicht auch für die Krankenkasse –
      zu viel auf einmal. Deswegen nur zum wichtigsten, für die gefühlt
      x-te Wiederholung als Frage:

      Ist für dich ein medizinischer Zusammenhang zwischen beiden
      (zwei) Erkrankungen dasselbe wie dieselbe (eine) Krankheit?


      Schönen Gruß!
      Anton
      Meine Frau hatte 03/1996 Brustkrebs und 20 Jahre später 12/2016 Brustkrebs-Rezidiv.
      Der ursächlicher Zusammenhang und dieselbe Krankheit wurde medizinisch bestätigt.
      Seit 12/2106 Dauer AU, Reha April-Mai 2017 , im Entlassungsbericht steht: Arbeitsumfang UNTER 3 Stunden,
      perspektivisch arbeitsunfähig.

      Der Umdeutung des Reha-Antrags haben wir bis jetzt immer wiedersprochen, der Rentenermittlungsverfahren ruht z.Z.,

      Die Austeuerungstermin laut der KK im Juni 2017, dagegen wurde Widerspruch erhoben, unser Ziel ist 09/2017 als Austeuerungstermin.

      Danach kommt die Nahtlosigkeit gemäß dem § 145 SGB III. Nun muss man dieses Eisberg erforschen,
      hier ist ein interessanter Link:

      con.arbeitsagentur.de/prod/apok ... 015152.pdf

      Der Eingang des Widerspruch gegen die Aussteuerung wurde von KK bestätigt. Es geht wieder los!
      Du wirst für mich immer ein Rätsel sein, lieber Anton.

      Manchmal bin ich nur Pessimist, weil ich an Mangel von Informationen leide, dann bin irgendwann wieder ein Pessimist wegen
      des Mangels an Perspektiven. Du sprichst rätselhaft, hat alles seinen tiefen Sinn, mein lieber Machts Sinn?

      Dazu ein Beispiel ...

      .
      ... zur Diskussion:

      dieselbe Krankheit, arbeitsunfähig
      vom 01.04.2012 bis 30.06.2013
      und ab 05.10.2016 dauerhaft

      Blockfristen lt. Bundessozialgericht
      01.04.2012 – 31.03.2015
      01.04.2015 – 31.03.2018
      01.04.2018 – 31.03.2021

      aktueller Krankengeld-Anspruch
      05.10.2016 bzw. nach EFZ bis 31.03.2018
      und – weil die 78 Wochen bis 31.03.2018 nicht verbraucht sind –
      01.04.2018 bis 28.09.2019

      Nach der Verzichts-/Vereinfachungsregelung zahlt die Krankenkasse
      Krankengeld aber nur bis 03.04.2018, also fast 78 Wochen weniger

      Auf Ansprüche der Versicherten können Krankenkassen leicht verzichten.
      Aber Versicherte sollten mal darüber nachdenken.
      .

      Machts Sinn schrieb:

      .
      ... zur Diskussion:

      dieselbe Krankheit, arbeitsunfähig
      vom 01.04.2012 bis 30.06.2013
      und ab 05.10.2016 dauerhaft

      Blockfristen lt. Bundessozialgericht
      01.04.2012 – 31.03.2015
      01.04.2015 – 31.03.2018
      01.04.2018 – 31.03.2021

      aktueller Krankengeld-Anspruch
      05.10.2016 bzw. nach EFZ bis 31.03.2018
      und – weil die 78 Wochen bis 31.03.2018 nicht verbraucht sind –
      01.04.2018 bis 28.09.2019

      Nach der Verzichts-/Vereinfachungsregelung zahlt die Krankenkasse
      Krankengeld aber nur bis 03.04.2018, also fast 78 Wochen weniger

      Auf Ansprüche der Versicherten können Krankenkassen leicht verzichten.
      Aber Versicherte sollten mal darüber nachdenken.
      .


      Der Blockfrist 01.04.2015 – 31.03.2018 steht fest, wenn die beide AUs sich auf derselben Krankheit mit ursächlichen Zusammenhang basieren, wird medizinisch festgestellt und kann nicht von KK ignoriert werden.
      Da der aktuelle KG-Anspruch erst am 03.04.2018 zu Ende geht, begann am 1. April 2018 (kein Aprilscherz!) erneut 78 Wochen von KG-Bezug, die dann am 28.09.2019 endet, wenn nichts dazwischen passiert.

      Das med. Gutachten des Arztes setzt ein Mechanismus in Gang, der unvermeidlich ist. Es liegt an dem Versicherten, ob er das nutzt oder nicht. Die KK wird sich zuerst ahnungslos stellen. Wo keine Klage ist...

      MarieLO845 schrieb:

      WOW, ganz ehrlich der Therad ist ja sehr interessant. Leider kann ich dazu nichts beitragen, aber dennoch konnte ich zumindest sehr viel gerade lernen.

      Hallo,
      willkommen im Forum - lass es uns wissen - was konntest du aus diesem Thread lernen - bist du vom Fach, also Krankenkassenexpertin - wahrscheinlich nicht, denn du schreibst ja selbst, dass du zum Thema ni9chts beitragen konntest - ergo bist du eine betroffene Versicherte mit einem Problem hinsichtlich der Blockfristen.
      Danke im voraus für deine Antwort.
      Gruss
      Czauderna