Mein Kampf um Krankengeldzahlung

      Krankenkassen-Vereinfachungs- und Verzichtsregelung zum Nachteil der Versicherten

      .
      Das Bundessozialgericht hat in über 50 Jahren den Grundsatz der „starren Blockfristen“ geprägt.
      Aber nicht alle Krankenkassen halten sich daran. Manche "verzichten" darauf, die Rechte ihrer Versicherten
      zu realisieren und verweisen auf 2.2. (3) der Gemeinsamen Verlautbarung zur Dauer des Anspruchs auf
      Krankengeld nach § 48 SGB V vom 26.09.2012 (Auszug):



      Dieser Text von Sommer in Hauffe


      ...diese Regelung dient der Verwaltungsvereinfachung der Sozialversicherungsträger, ersetzt
      aber keinesfalls die zuvor genannten Grundsätze der BSG Rechtsprechung, vgl. auch GR der
      Spitzenverbände v. 6.10.93 Tit. 2.2 Abs. 3.



      haufe.de/personal/personal-off…sk_PI10413_HI4738674.html

      könnte für Versicherte Anlass sein, die ihnen entstehenden Nachteile - kein Krankengeld für bis
      zu (fast) 1 ½ Jahren
      – nicht länger unkritisch hinzunehmen.
      .

      Neu

      Tabu schrieb:


      Die Prüfung durch die KK läuft noch.


      Moin Tabu,

      wieso läuft dort bereits die Prüfung ?
      Du hast doch Unterlagen angefordert,
      damit du den Widerspruch begründen
      kannst. Ist beides bereits erledigt?

      P.S.: KoR halte ich für einen Flopp:
      die sind dort für sich da - nicht für
      andere. Diese - meine - Erkenntnis
      aus 2012 gilt - für mich - unver-
      ändert fort.

      Schönen Gruß
      Anton

      Neu

      Sorry, Anton, Du erstaunst mich immer wieder, weil Du sehr genau bist.

      Ja, ich habe die Unterlagen angefordert .. und habe bis heute nur die Bestätigung über den Eingang meines Einspruchs erhalten.

      Ich nehme an, dass die KK die Unterlagen zusammensucht und intern prüft. Wie lange kann es noch dauern? Noch ein Monat?
      Die Aussteuerung ist zum 12.06.2018. Wenn nicht nimmt die Sache ihren Gang:
      Antrag auf ALG1 im Zuge der Nahtlosigkeit bei der AfA, die Sache mit der Blockfrist wird mit der KK ausgefochten... bis zum bitteren Ende.
      Gleichzeitig werde ich auch die Frage der Einschränkung des Dispositionsrechts gerichtlich klären lassen. Ich vermute, dass diese Frage irgedwann
      wieder sehr aktuell wird, wenn meine Frau im Bermuda-Dreieck KK-AfA-DRV sich befinden wird.

      Der KoR-Forum hat mir viel gegeben bevor ich den ELO-Forum entdeckt habe. Der KoR und ELo-Forum haben Doppeloma viel zu verdanken.
      Ich habe eine große Achtung vor ihr, sie ist für mich ein Fels in der Brandung. Nicht viele User in KoR-Forum bewegen sich auf ihrem Level: sie
      besitzt einfach emotionale, soziale und kulturelle Kompetenz. Fachlich ist sie sehr stark. Ich hoffe sehr, dass im KoR-Forum die fachlichen Meinungsverschiedenheiten
      nicht zu den persönlichen Aversionen führen werden, denn dieser Forum kann den Menschen sehr helfen.

      Wenn viele User für die Rente kämpfen, dann kann man den User Tabu nicht vorwerfen, dass er und seine Frau gegen die Zwangsverrentung kämpfen. Es sind aber Menschen,
      ich bin ein Mensch und ich irre mich auch oft genug. Ich hoffe sehr, dass Du mir meine Irrtüme und die Ungenauigkeiten zeigst. Dafür danke ich Dir im voraus.
      Vielleicht lernen wir uns persönlich, wenn die Sache ausgestanden ist und vielleicht gibt es was zum Feiern.

      LG
      Tabu

      Neu

      Moin Tabu,

      mit den Hufen scharren reicht wohl nicht, wenn jetzt - nach
      einem Monat - nur die Eingangsbestätigung und Prüfungsmit-
      teilung kam, darin aber kein Hinweis auf baldige Übersendung
      der angeforderten Unterlagen enthalten war.

      Schönen Gruß
      Anton

      Neu

      Hallo, Anton,

      was schlägst Du vor? Ich denke, dass die KK einige Probleme hat, die Unterlagen, die vor ca. 20 Jahren erstellt wurden, zusammen zu stellen.


      Die Aufbewahrungs.- und Archivierungspflichten sind wie folgt :

      Patientenakte 10 Jahre nach Behandlungsabschluss

      Arztbriefe 10 Jahre

      bei chron. kranken Patienten länger als 10 Jahre ( wenn noch in ärztl. Behandlung )

      D-Arzt Unterlagen 15 Jahre

      Unterlagen welche der Strahlenschutz Verordnung unterliegen 30 Jahre

      Rö-Aufnahmen 10 Jahre + Aufzeichnungen über Rö 30 Jahre

      EEG/EKG 10 Jahre

      Laborbefunde 10 Jahre

      =============

      Kann es so kommen, dass die KK die Blockfrist-Bildung ab der 1. Erkrankung aus diesem Grund nicht nachvollzierbar erklären kann, da ihr
      schlicht die Unterlagen dazu fehlen? Ich habe noch da einige Unterlagen in unserem privaten Archiv?

      Also, wie gehen wir nun vor? Ein Erinnerungsschreiben an KK per Übergabe-Einschreiben?

      Gruss
      Tabu

      Neu

      Tabu schrieb:



      Bitte lassen Sie mir eine individuelle schriftliche Begründung des Aussteuerungsbescheides
      zukommen, damit der Widerspruch sachgerecht begründet werden kann. Außerdem wäre ich
      für die Übersendung von Kopien / Ausdrucken der insoweit vorhandenen Unterlagen / Da-
      teien sehr dankbar.


      Hallo Tabu,

      wenn die Krankenkasse keine Grundlage / Gründe dafür hat, das Krankengeld zu begrenzen, wird sie
      dieses entsprechend § 48 Abs. 1 Satz 1, 1. Halbsatz SGB V dejure.org/gesetze/SGB_V/48.html wohl
      zahlen müssen bis sie einen Beendigungsgrund hat. Das wären bis zu 2 x 78 Wochen minus 1 Tag.

      Also Vorsicht, falls sich die Krankenkasse in dieser Situation einfach "dumm stellen" möchte, aber
      auch beim "Liefern von Beendigungsgründen".

      Schönen Gruß
      Machts Sinn


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