Sie wirkt: die "gesetzliche Krankengeld-Falle"

  • .
    ... dafür haben wir hier nun die Pressemitteilung des Sozialgerichts Trier samt
    Aktenzeichen:




    Seltsam nur, dass die Pressemitteilung hier (bisher) nicht steht:
    http://www2.mjv.rlp.de/Gericht…Trier/Pressemitteilungen/
    http://www2.mjv.rlp.de/Gericht…erichte/SG-Trier/Aktuell/
    http://www2.mjv.rlp.de/Rechtsprechung/


    Was soll man insgesamt davon halten? Ob sich der VzPräsSG damit für größere Aufgaben
    empfehlen wollte?


    Weiteres später ....

  • .
    Dass sich der VzPräsSG Trier für größere Aufgaben empfehlen wollte, liegt nahe.
    Das SWR Fernsehen, Landesschau aktuell, Rheinland-Pfalz, Trier hat bereits am 29.07.2016,
    Stand 14.30 Uhr, über den Beschluss vom 28.07.2016 öffentlich informiert. Zu diesem
    Zeitpunkt konnte der VzPräsSG Trier nicht davon ausgehen, dass der Beschluss dem
    Antragsteller bzw. dessen Anwalt bereits bekannt ist.


    So viel Übermotivation ist auch mit anderen Unzulänglichkeiten verbunden. Schade, dass
    der Antragsteller bzw. sein Anwalt hier vermutlich nicht liest, denn die Frist für die Be-
    schwerde an das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz wäre lässig noch einzuhalten.


    Obwohl .... https://anwaltauskunft.de/maga…anspruch-auf-krankengeld/
    .

  • Moin Czauderna,


    ja da sind wir einig:
    Der Bestätigung des MDK, „dass Frau G. aufgrund der Schwere der Diagnose
    mit Sicherheit arbeitsunfähig war“ bedurfte es eindeutig nicht.


    Aber wärst du – ohne den Team-Gedanken („toll ein anderer machts“ – die SBK
    hat sich nur dazu entschlossen, dem MDK zu folgen) auch zum selben Ergebnis
    gekommen? Mit welcher Begründung?


    Schönen Gruß
    Machts Sinn

  • Mal ehrlich....
    ohne die Intervention des WDR und der damit verbundenen
    "Öffentlichkeit" hätte die Versicherte, egal wie krank sie ist,
    doch kaum eine Chance auf Wiederaufnahme der Krankengeldzahlung gehabt.
    Das hier war eine "glückliche" Einzelfallentscheidung - im Normalfall -
    siehe Aussage des Anwalts - hat ein Versicherter, auch später vor Gericht, keine Chance.
    "Wahre Größe" wäre gewesen, wenn die SB laut Ermessensspielraum ihr OK -
    und die Krankenkasse durchlaufend das Krankengeld weitergezahlt hätte.

    Gruss
    daggi58 :rolleyes:

  • Hallo Anton,
    erst mal vorausgeschickt - ich hätte mich auch geäußert wenn meine Auffassung eine andere gewesen wäre, und wer mich in den Foren verfolgt hat, der wird dies auch bestätigen können.
    In diesem Fall wäre es bei mir folgendermaßen abgelaufen -
    1. Feststellung, dass Folgemeldung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht
    2. Kontaktaufnahme (persönlich) mit der Versicherten und ggf. auch mit dem Arzt
    3. Die im Bericht genannte Begründung mit dem Feiertag, dem Brückentag und der Tatsache, dass eine stationäre Behandlung anstand, hätte auf jeden Fall für mich ausgereicht in diesem Fall die Folge-Meldung als korrekt anzuerkennen und Krankengeld zu zahlen.


    Fazit - Dieser Fall wäre kein Fall geworden und hätte es somit weder ins Fernsehen noch hierher geschafft (grins).
    Ich gebe gern zu, dass ich natürlich hier leicht reden bzw. schreiben habe - denn ich hatte hier nicht wirklich zu entscheiden, ich entscheide so etwas auch nie mehr
    und ich weiß auch, dass solche Entscheidungen auch nicht von jedem Verantwortlichen so getroffen werden, aber über das "Seelenleben" eines Krankenkassenmitarbeiters wollen wir an dieser Stelle mal lieber nicht diskutieren - ergibt sich vielleicht mal später bei einer anderen Gelegenheit.
    Noch etwas zum Beitrag von daggi58 - stimmt, stimmt aber auch wieder nicht, aber wie gesagt, dazu vielleicht später mal mehr.
    Gruss
    Czauderna

  • In diesem Fall wäre es bei mir folgendermaßen abgelaufen -
    1. Feststellung, dass Folgemeldung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht
    2. Kontaktaufnahme (persönlich) mit der Versicherten und ggf. auch mit dem Arzt
    3. Die im Bericht genannte Begründung mit dem Feiertag, dem Brückentag und der Tatsache, dass eine stationäre Behandlung anstand, hätte auf jeden Fall für mich ausgereicht in diesem Fall die Folge-Meldung als korrekt anzuerkennen und Krankengeld zu zahlen.


    Kann man davon ausgehen, dass auch Du ein Fallmanager warst?


    Auch ich habe schon komische Aussagen von der Fallmanagerin am Telefon zu hören bekommen, ich bin heute noch am überlegen, ob ich nicht eine Dienstaufsichtbeschwerde gegen gleich zwei Mitarbeiterin der KK zu stellen, denn was die eine so rausgelassen hat ist unter aller Sau.

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

    see1

  • Hallo,
    ja, war ich und das über 30 Jahre lang als Führungskraft, d.h. alle Entscheidungen welche von den SB`s nicht getroffen werden durften, liefen über meinen Schreibtisch.
    Beschwerden hatte ich natürlich auch, denn nicht immer ging es so aus, dass die Versicherten am Ende das bekamen, was sie meinten, bekommen zu müssen.
    Der Ton und die Art und Weise macht eben die Musik.
    Gruss
    Czauderna

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