Die große Rentenlüge - Eine gute Rente für alle ist machbar – gerecht und bezahlbar!

  • Die große Rentenlüge


    Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist


    Holger Balodis, Dagmar Hühne


    Verlag: WESTEND, ISBN-10: 3864891779, ISBN-13: 9783864891779,
    Erscheinungsdatum: 01.08.2017



    Eine gute Rente für alle ist machbar – gerecht und bezahlbar!
    Rund die Hälfte der heute Erwerbstätigen ist im Alter akut von
    Altersarmut bedroht. Das ist die unmittelbare Folge eines politisch
    gewollten Zerstörungsprozesses, sagen die Bestseller-Autoren Holger
    Balodis und Dagmar Hühne. In ihrem neuen Buch „Die große
    Rentenlüge“ fordern sie einen radikalen Kurswechsel in der
    Altersversorgung und deutlich mehr Geld für alle Rentner. Und sie
    zeigen auch, wie es geht: Weg mit der Riester-Rente und dem Popanz
    des Drei-Säulen-Modells. Statt die Finanzwirtschaft zu
    subventionieren, muss sich Altersvorsorge auf den Kern konzentrieren:
    die gesetzliche Rente. Die ist sicher, krisenfest und preiswert. Und
    sie kann deutlich höher ausfallen, wenn endlich alle einzahlen –
    auch Politiker, Beamte und Topmanager.



    Pressestimmen
    »Dass uns massenhafte Altersarmut droht, muss zu einem
    rentenpolitischen Kurswechsel führen. Holger Balodis und Dagmar
    Hühne durchdringen nicht bloß das ideologische Dickicht der Lügen
    und Legenden, die sich um die private und betriebliche Altersvorsorge
    ranken, sondern unterbreiten auch konstruktive Vorschläge zur
    Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein
    lesenswertes Buch, das Mut macht!«
    Christoph Butterwegge


    https://www.westendverlag.de/buch/die-grosse-rentenluege/

  • Dass beim Thema Rente getrickst und
    getäuscht wird, weiß jeder, der mit offenen Augen durchs Leben
    geht. Was mich so richtig aufregt, ist die Tatsache, dass in
    Deutschland eigentlich ein viel mehr möglich wäre. Praktisch alle
    Nachbarländer in Westeuropa zahlen bessere Renten als Deutschland.
    Nach einem langen Erwerbsleben muss mehr herauskommen als
    Sozialhilfe. Wenn uns erzählt wird, wir könnten uns keine besseren
    Renten leisten, dann ist das schlicht gelogen! Wie es anders gehen
    kann, zeigen die Autoren hier eindrucksvoll: Ihre Vorschläge sind
    nicht nur fixe Ideen, sondern haben sich in Österreich, der Schweiz
    oder Dänemark schon bewährt. Wenn alle Erwerbstätigen einzahlen,
    ist das auch finanzierbar – man muss es nur wollen.
    Wie das geht, kann man hier nachlesen und das macht Hoffnung. Wer wissen
    will, wie wir bei der Rente für dumm verkauft werden und warum, der
    sollte unbedingt dieses Buch lesen.


    https://www.amazon.de/Die-gro%…ersvorsorge/dp/3864891779

  • Ist eine gute Alterssicherung für alle möglich?
    - Holger Balodis
    WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 09.08.2017 | 27:18 Min.


    Holger Balodis befasst sich seit über 20 Jahren mit dem Thema
    Altersvorsorge und vertritt die These: Eine gute und bezahlbare
    Alterssicherung ist für alle möglich - auch deutlich über der
    derzeitigen Grundsicherung. Seine Ideen stellt er in der WDR 5
    Redezeit vor.


    https://www1.wdr.de/mediathek/…--holger-balodis-100.html

  • In Zukunft werden mehr als 40 Prozent der versicherungspflichtigen
    Beschäftigten mit ihrer späteren Rente unter dem
    Grundsicherungsniveau, also in Altersarmut, leben. Der
    Wirtschaftsjournalist Holger Balodis und seine Frau Dagmar Hühne
    fordern in ihrem jüngst erschienenen Buch "Die große
    Rentenlüge", die umlagefinanzierte Rente schrittweise
    weiterzuentwickeln, zu stärken und sämtliche Erwerbstätige in die
    Rentenkasse einzubeziehen. "Wenn auch Selbstständige,
    Freiberufler, Topmanager und besser Verdienende ihren Beitrag
    leisten, kann die Rente sogar deutlich höher ausfallen". In der
    gesetzlichen Rente sieht Holger Balodis "das genialste System
    der Altersversorgung, was es auf der Welt gibt: Inflationssicher,
    krisenfest und preiswert".



    Sozialversicherung für Minijobber und Solo-Selbständige?


    Ein Augenmerk legen die Autoren etwa auf die zweieinhalb
    Millionen Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer, die nicht in
    das Rentensystem einzahlen. Aber auch auf die siebeneinhalb Millionen
    Minijobber. Diese Menschen arbeiten - zahlen aber nicht in die
    Sozialversicherung ein
    . Wenn die Hälfte einer
    sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen würde, wäre
    das Demografieproblem für Holger Balodis erst einmal entschärft.
    Aber wie soll das konkret umgesetzt werden? "Neugier genügt"
    fragt kritisch nach.



    Lesetipp:
    Dagmar Hühne und Holger Balodis:
    "Die große Rentenlüge: Warum eine gute und bezahlbare
    Alterssicherung für alle möglich ist".


    http://www1.wdr.de/radio/wdr5/…t/holger-balodis-102.html

  • Belogen und betrogen: die große Rentenlüge
    Rund die Hälfte der heute Erwerbstätigen ist im Alter akut
    von Altersarmut bedroht. Das ist die unmittelbare Folge eines
    politisch gewollten Zerstörungsprozesses, sagen die Rentenexperten
    Holger Balodis und Dagmar Hühne. Sie entlarven in ihrem neuen Buch
    die „große Rentenlüge“ und fordern einen radikalen Kurswechsel in der
    Altersversorgung – und nehmen vor allem das Mantra der
    Generationengerechtigkeit auseinander, das von interessierten Kreisen
    aus Wirtschaft und Politik immer wieder kolportiert wird.


    Warum die große Rentenlüge?


    Fake-News gab es schon lange vor Trump. Ein Beispiel ist die zum
    Fakt erhobene These, die demografische Entwicklung erlaube keine
    ordentlichen Renten mehr. Auf diesem Unsinn basieren die
    Riester-Reform und die geplante Absenkung der Renten auf ein
    Armutsniveau für breite Schichten. Dazu kommt die Behauptung,
    private Vorsorge könne all das ausgleichen oder verhindern. Sie wäre
    effizienter und besser als die gesetzliche Rente. Genau das ist es,
    was wir für „die große Rentenlüge“ halten. Und weil nahezu alle politischen
    Parteien in fast skandalöser Weise an dieser Lüge beharrlich
    festhalten, mussten wir ganz einfach dieses Buch schreiben.



    Der demografische Wandel
    Wir beobachten die deutsche Sozialpolitik seit Jahrzehnten und
    müssen feststellen: Keine Lüge oder Irrtum (im Falle jener
    Politiker, die guten Glaubens ernsthaft davon überzeugt sein
    sollten!) hält sich so hartnäckig wie die Rentenlüge, nach der
    quasi zum Naturgesetz erhoben wird, dass niedrige Geburtenraten zu
    niedrigen Renten führen müssen. Dabei widerspricht das fundamental
    allen Erfahrungen, die wir machen durften. Wir konnten entweder aus
    eigenem Erleben, Erzählungen oder Geschichtsbüchern feststellen,
    dass seit über 100 Jahren – nur unterbrochen von einem kurzen
    Intermezzo Anfang der 1960er Jahre – die Geburtenraten sinken. Das
    war aber nicht mit zunehmender Verelendung verbunden, sondern mit
    steigendem Wohlstand, kürzerer Arbeitszeit, mehr Urlaub, höheren
    Löhnen und auch höheren Renten. Die Produktivitätssteigerungen
    waren so hoch, dass sie für Arbeitnehmer wie Rentner mehr Wohlstand
    möglich machten.


    Mit anderen Worten: Es gibt den demografischen Wandel. Doch
    erstens liegt er ganz wesentlich schon hinter uns und zweitens hat er
    keineswegs geschadet, weder der Gesellschaft im Allgemeinen noch der
    Rente im Besonderen. Und es gibt keinen erkennbaren Grund, weshalb
    dies in Zukunft anders sein sollte. Das Erstaunliche: Selbst rund 15
    Jahre nach der Riester-Reform gibt es keine Bereitschaft zur
    Kehrtwende bei führenden Politikern
    . Man sollte meinen, ein Irrweg
    würde, wenn er offenkundig wird, als solcher erkannt und korrigiert:
    Die Altersarmut steigt, die Erträge aus privater Vorsorge gehen
    gegen Null. Und was passiert? Union und SPD verfahren nach dem Motto:
    Das Gift hat nicht gewirkt, also erhöhen wir die Dosis. Sie
    verordnen dem Volk noch mehr private Vorsorge. Durch noch höher
    subventionierte Riester-Renten und vor allem mehr Betriebsrenten.


    Letzteres ist besonders perfide: Betriebsrente, das klingt nach
    einer Arbeitgeberleistung, sie ist aber heutzutage fast vollständig
    arbeitnehmerfinanziert. Es scheint zunächst dennoch lukrativ, weil
    man damit Steuern und Sozialabgaben sparen kann. Im Alter wird dann
    jedoch kräftig abkassiert und die tolle Betriebsrente erweist sich
    genau betrachtet für viele als Verlustgeschäft. Schlimmer noch:
    Arbeitnehmer, die tatsächlich Gehaltsbestandteile in künftige
    Betriebsrenten umwandeln, werden mit schlechteren Sozialleistungen bestraft. Sie bekommen später
    weniger gesetzliche Rente und im Falle eines Falles weniger
    Arbeitslosengeld und auch weniger Krankengeld.
    Wer kann das wollen?



    Wer profitiert von der Rentenlüge?
    Das bringt uns zur entscheidenden Frage: Wer profitiert von der
    Rentenlüge? Ganz offenkundig die Arbeitgeber. Wird die
    umlagefinanzierte Rente auf Sparmodus gesetzt, können sie sich über
    niedrige Arbeitgeberbeiträge freuen. Sie sind derzeit nur so hoch
    wie vor der Wiedervereinigung. An den neuen Betriebsrenten müssen
    sich die Arbeitgeber praktisch nicht beteiligen. An den
    Riester-Renten ohnehin nicht.


    Ein sinkendes Rentenniveau verbunden mit mehr privater Vorsorge,
    das ist ein perfektes Sparprogramm für die Arbeitgeber
    . Und ein
    gutes Geschäft für all jene, die private Vorsorge verkaufen:
    Versicherungen, Banken, Fondsgesellschaften. Dumm nur, dass der
    Verkauf von privater Vorsorge so teuer und die Rendite so kümmerlich
    ist, dass für die Kunden am Ende nichts mehr bleibt. Allmählich
    sollte der Groschen fallen: Für die Versicherten ist das Ganze gar
    nicht gedacht. Ein gutes Beispiel ist das kürzlich verabschiedete
    Betriebsrentenstärkungsgesetz. Die Politik sagt, es ginge darum,
    mehr Beschäftigten zu einer Betriebsrente zu verhelfen.


    Tatsächlich geht es wohl darum, Allianz & Co ein
    milliardenschweres neues Geschäft zu zu schanzen. Denn
    Betriebsrenten werden fast ausschließlich durch die großen
    Lebensversicherer betrieben. Ein risikoloses Geschäft. Bezahlt von
    den Arbeitnehmern. Und bei den neuen Betriebsrenten müssen weder
    Arbeitgeber noch Lebensversicherer für irgendwas garantieren.
    Hochoffiziell darf am Ende weniger rauskommen als eingezahlt wurde.
    Soweit so schlecht. Aber der eigentliche Skandal an der Rentenpolitik
    ist, dass es nachweislich auch ganz anders ginge. Und zwar viel
    besser für die Versicherten. Und das ist wiederum die wirklich gute
    Nachricht unseres Rentenbuches: Viel höhere Renten für alle sind
    problemlos finanzierbar.

    Das zeigt ein Blick über Deutschlands Grenzen. Nicht nur im
    vielzitierten Österreich sind die Renten deutlich höher als bei
    uns. Es funktioniert immer dann, wenn die Last nicht alleine auf die
    versicherungspflichtig Beschäftigten abgeladen wird. Also wenn alle
    einzahlen, auch Selbstständige und Beamte. Und wenn sich Staat und
    Unternehmen nicht aus der Verantwortung stehlen. Dann sind
    ausreichend hohe Renten für alle drin. Auch ohne private
    Zusatzverträge.
    Damit entlarvt sich das Demografiegerede als das
    was es ist: Propaganda. Diesen Quatsch packen Sie am besten in die
    Mottenkiste.


    https://www.westendverlag.de/k…are/belogen-und-betrogen/

  • Reif für die Rentenwende!
    Die Analogie zum Dieselskandal liegt auf der Hand: Wie bei der Kumpanei
    mit der Autoindustrie hält die Regierung auch in der Rente an
    Konzepten von gestern fest und unterstützt mit der Finanzwirtschaft
    eine Branche, die ihre Kunden beschummelt und damit gleichzeitig
    Milliardengewinne einfährt. Und doch gibt es Hoffnung auf Besserung.


    Die Liebe der Deutschen zu Allianz & Co ist nicht so groß
    wie zu ihrem Automobil. Die emotionale Bindung zu Riester-Renten und
    Lebensversicherungen ist eher gering. Also sollte bei den Kunden und
    damit auch den Wählern die Bereitschaft vorhanden sein, die Fakten
    zur würdigen: Die uns seit fast 20 Jahren aufgedrängte private
    Vorsorge ist krachend gescheitert. Weder Riester-Rente noch
    Betriebsrente können die gerissenen Lücken der gesetzlichen Rente
    füllen. Jüngstes Beispiel: Die Sparkasse Tübingen will künftig
    Negativzinsen für ihren Riester-Banksparplan berechnen.
    Die Frage ist: Wie lange halten die großen Parteien noch den Schutzschild über
    die Finanzwirtschaft? Wann erkennen sie an, dass unser Nachbarland
    Österreich hier den besseren Weg aufzeigt? Dort werden deutlich
    höhere Renten für alle gezahlt – ohne Riester-Rente.
    Doch wie beim Dieselskandal kann sich die Bundesregierung einfach nicht zur
    Kehrtwende entschließen. Dabei wäre es ganz einfach. Die Förderung
    für Riester-Rente und Entgeltumwandlung („Betriebsrente“)
    stoppen und stattdessen volle Konzentration auf eine deutlich
    verbesserte gesetzliche Rente. Doch das erfordert ähnlich wie beim
    Dieselskandal die Konfrontation mit einer Schlüsselindustrie. Ein
    Ende des Kuschelkurses.


    http://www.vorsorgeluege.de/newsletter/index.html

  • Kommentar zum Buch:
    Zwangslektüre für alle die ihre Vertreter wählen sollen oder wollen:


    Und mit Vertreter sind hier nicht die Versicherungsvertreter gemeint, die mit
    ihren raffiniert begründeten und trotzdem grottenfalschen Argumenten
    dafür gesorgt haben, dass die staatlich garantierte Rente diesen
    miesen Ruf hat. Und durch angeblich
    Rentenversicherungsbeitragsreduzierende private Vorsorge wie Riester,
    Rürup, Änderungen besser gravierende und für den
    Versicherungsnehmer teure Verschlechterungen der so genannten
    Betriebsrenten mehr und mehr ersetzt wird, werden soll.


    Eines von vielen möglichen Zitaten, eigentlich müsste das komplette Buch
    hier zitiert werden: "Weshalb wird eine ökonomisch machbare und
    erfolgreiche Rentenpolitik aufgegeben? ... Man wollte damals der
    privaten Vorsorge und damit den Interessen der Finanzwirtschaft zum
    Durchbruch verhelfen. ... In Wahrheit ging es von Beginn an sehr viel
    mehr um die Interessen der Arbeitgeber an niedrigen Beitragssätzen
    und der Finanzwirtschaft an einem neuen Geschäftsfeld."


    Erstens, welcher interessierte Wähler kennt nicht das Foto der
    Dreier-Mannschaft Schröder - Wulff - Maschmeyer in seliger
    Vertrautheit? Zweitens, es ist klar, je niedriger die Rentenbeiträge
    sind, desto geringer fällt der von den Arbeitgebern zu entrichtende
    Anteil aus. Und drittens sticht das Argument der Beitragsbegrenzung
    mal gleich gar nicht. Weil die Beträge, die ein Arbeitnehmer, der
    private 'Vorsorge' betreibt, von seinem eigenen Einkommen abzwackt
    und in an der Rendite sinnlose Versicherungsverträge steckt, im
    Grunde ja den 'Rentenbeiträgen' hinzu addiert werden müssen. Und
    wer da nachrechnet, kommt schnell darauf, dass er von seinem Gehalt
    mehr an Gesamtbeitrag für seine spätere Rente zu zahlen hat als nur
    die paar Prozent, die an die staatliche Rentenversicherung gehen. Der
    Riesenunterschied ist nur: was an die staatliche Rentenversicherung
    geht ist garantiert, was in die private Rentenvorsorge geht muss
    trotzdem bezahlt werden und es ist sehr fragwürdig, ob der
    Beitragszahler von dort wenigstens unverzinste Rückzahlung seiner
    Beiträge erlebt...


    Alles in allem: wer sich auf der einen
    Seite als Politiker zur Wahl stellt, sollte zwangsverpflichtet
    werden, das Buch zu lesen. Und wie früher in der Schule auch geprüft
    werden, ob er es verstanden hat. Wer seine Volksvertreter wählt,
    sollte das Buch lesen, ehe er am Wahlsonntag seine Kreuzchen auf dem
    Wahlzettel macht. Wer in der Versicherungsindustrie tätig ist, sei
    es als Makler, Vertreter, Vermittler, Vorstandsvorsitzender,
    Sachbearbeiter oder Lobbyist, sollte sich überlegen, ob er sich mit
    einem ehrlichen Beruf nicht wohler fühlt. Betonung auf "ehrlich"!!!

  • Heuchelei bei Ost-West-Rentenangleichung

    Vor ein paar Tagen wurde die Ost-West-Rentenangleichung auf den parlamentarischen
    Weg gebracht. Und es wird dabei der Eindruck verbreitet: Endlich wird
    es gerecht zugehen bei den Renten. Vor allem für die ostdeutschen
    Rentner. Zwar erst in ein paar Jahren, doch ab Mitte 2024 wird es
    endlich einen allgemeinen Rentenwert für Gesamtdeutschland geben.
    Der um rund 6 Prozent niedrigere Rentenwert Ost wird bis dahin
    stufenweise angehoben. Dies nun pauschal als Vorteil für
    Beschäftigte und Rentner im Osten zu feiern, wäre allerdings
    falsch. Richtig ist, dass die derzeitigen Rentner und rentennahen
    Jahrgänge in Ostdeutschland profitieren werden. Sie erhalten
    demnächst mehr Rente als nach altem Recht. Richtig ist aber auch,
    dass die Hochwertung der niedrigeren ostdeutschen Einkommen für die
    Rente beendet wird. Was viele nicht wissen: Von Beginn an wurden die
    in ostdeutschen Betrieben erzielten Einkommen für die
    Rentenberechnung pauschal aufgewertet: 1992 beispielsweise um 44
    Prozent, 2001 waren es 20 Prozent und im Jahr 2016 waren es noch 15
    Prozent. Diese Hochwertungen haben den niedrigeren Rentenwert Ost
    stets bei weitem überkompensiert. Unterm Strich war also das
    Verwirrspiel mit unterschiedlichen Rentenwerten bei gleichzeitiger
    Hochwertung der Einkommen ein Vorteil für die Versicherten in
    ostdeutschen Betrieben.
    Es war eine soziale Umverteilung von West
    nach Ost, die angesichts der niedrigen Ostlöhne nach der Vereinigung
    notwendig war. Und sie hat die westdeutschen Beitragszahler viele
    Milliarden gekostet. Dies irgendwann auslaufen zu lassen, dafür gibt
    es gute Gründe. Es aber als Vorteil für ostdeutsche Versicherte
    darzustellen ist zynisch. Für die in Ostdeutschland Beschäftigten
    wird die jetzt beschlossene Angleichung verglichen mit dem
    bestehenden Recht später zu niedrigeren Renten führen
    . Endet die
    pauschale Hochwertung der noch immer im Schnitt niedrigeren Gehälter
    Ost, wird die Altersarmut in einigen Jahren im Osten der Republik
    ganz neue Fahrt aufnehmen.


    http://www.vorsorgeluege.de/ne…er/archiv-2017/index.html