Teilabhilfebescheid erhalten zum Widerspruch Gesundschreibung durch MDK - bitte um Hilfe

  • Hallo zusammen,
    habe kürzlich Widerspruch bei der Krankenkasse gegen meine Gesundschreibung durch den MDK eingelegt,untermauert durch einen Widerspruch meiner(auch aktuell und weiterhin) AU-bescheinigenden Ärztin,der die Einschätzung "mindestens zwei weitere Monate AU,bei heutiger Gesundschreibung droht Verschlimmerung des Zustands" enthält. Darauf bezieht sich nun die KK mit der Teilabhilfe:sie könne mir das KG für zwei weitere Monate zusagen.
    Falls ich den Widerspruch aufrechterhalten will und nicht auf die Teilabhilferegelung eingehe,geht die Angelegenheit vor den hausinternen Widerspruchsausschuss.Meine Rückantwort muss bis zum 30.1.bei der Kasse eingetroffen sein.(Frist ok???Das Schreiben kam am 18.1.Um Rechtsberatung zu finden etwas knapp!)


    Ich frage mich nun:


    -soll ich auf die Teilabhilfe eingehen,denn:
    -wenn ich den Widerspruch aufrechterhalte,bedeutet es doch,dass mir diese zwei Monate KG nicht gezahlt werden,solange meine Angelegenheit beim Widerspruchsausschus liegt,richtig?
    -oder ist die Teilabhilfe für die KK verbindlich?Könnten mir die zwei Monate KG durch den Widerspruchsausschuss im schlimmsten Fall aberkannt werden?("Verböserung")
    -der Arbeitsagentur habe ich mich vergangenen Mo im Zuge der Gesundschreibung durch den MDK vorgestellt.Wäre selbige die nächste Anlaufstelle,falls von der KK bei Aufrechterhaltung des Widerspruchs erstmal keine Zahlungen zu erwarten sind?


    Wenn ich meinen Widerspruch aufrechterhielte,wären unterstützende Berichte meiner 3 beh. Ärzte ,die die momentane Verschlechterung meines Zustands belegen,Teil meiner Begründung.


    Wäre sehrsehrsehr dankbar,falls jemand mir helfen kann.


    Allerbeste Grüsse,Trini

  • Kommt sofort.
    Also: datiert 16.1.18
    Sehr geehrte usw.,
    Ihren Widerspruch gegen unsere Entscheidung vom 9.1.18 haben wir erhalten.
    Selbstverständlich haben wir ihre Angelegenheit nochmals geprüft.wir haben uns dazu entschlossen,Ihrem Widerspruch teilweise abzuhelfen.bitte lassen Sie uns diese Entscheidung kurz begründen:aufgrund der Stellungnahme Ihrer beh. Ärztin können wir Ihre weitere Arbeitsunfähigkeit über den 12.1. 18 hinaus für zwei weitere Monate bis zum 13.3.18 anerkennen.
    Bitte teilen Sie uns auf dem Antwortbogen mit,ob Sie Ihr Anliegen damit als abgechlossen betrachten.Sollten Sie Ihren Widerspruch aufrechterhalten wollen,geben wir Ihnen an dieser Stelle nochmals die Gelegenheit,sich weiter zu dieser Angelegenheit zu äussern.
    Bitte antworten Sie uns bis zum 30.1.18.Sollten Sie den Widerspruch aufrechterhalten wollen,werden Ihre Unterlagen nach diesem Datum dem Widerspruchsausschuss zur abschliessen
    Entscheidung unseres Hauses vorgelegt.Bitte haben Sie Verständnis,dass die Bearbeitung dort einige zeit in Anspruch nimmt.Wir melden uns umgehend,sobald wir neue Informationen für Sie haben.
    Mit freundlichen Grüssen,...
    Anlage :
    Antwortformular
    anzukreuzen
    1.Ich möchte meinen Widerspruch zurücknehmen
    2.ich möchte meinen Widerspruch aufrechterhalten,
    ggf. Begründung


    Vielen Dank schon mal!

  • .
    Den ersten Teil hat die Krankenkasse prima gemacht.
    An die Teilabhilfe über die Anerkennung der „weiteren
    Arbeitsunfähigkeit über den 12.01.2018 hinaus für zwei
    weitere Monate bis zum 13.03.2018“ sind die Kranken-
    kasse und ihr Widerspruchsausschuss gebunden.


    Gleichzeitig kommt zum Ausdruck, dass die Kranken-
    kasse den Krankengeldbezug mit Ablauf des 13.03.2018
    als beendet ansehen will. Dieser Teil ist nicht akzeptabel.
    Du hast auch keine Veranlassung den Widerspruch zurück-
    zunehmen. Soweit ihm teilweise abgeholfen wurde, ist
    er bereits erledigt.


    Was die Zeit nach dem 13.03.2018 anbelangt, würde ich
    den Widerspruch aufrechterhalten und die Präzisierung der
    Entscheidung verlangen. Begründung: die Einschätzung der
    Ärztin "mindestens zwei weitere Monate AU“ sei nicht
    gleichbedeutend mit „(höchstens) zwei weitere Monate
    AU“. Jetzt könne niemand, auch nicht der Wider-
    spruchsausschuss, feststellen, dass du ab
    14.03.2018 wieder arbeitsfähig bist.
    .

  • Hallo Anton,
    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ich gehe jetzt also davon aus,dass mir jetzt weiter Geld von der KK gezahlt wird...
    Sollte ich mit dem Antwortformular zu Aurfechterhaltung des Widerspruchs noch die ganz aktuellen Arztberichte zur Zustandsverschlechterung verschicken,oder hat das da erstmal nix zu suchen?

  • .
    Ja, davon gehe ich auch aus - aber lege trotzdem - vorsorglich -
    weiterhin regelmäßig lückenlose AU-Bescheinigungen dort vor.


    Jetzt den Widerspruch weiter zu begründen und die Begründung
    auch noch zu belegen, halte ich nicht für erforderlich / nützlich.
    Die Krankenkasse kann dem Widerspruch auch so vollends ab-
    helfen, indem sie einen weitergehenden Abhilfebescheid er-
    teilt


    ... Ihrem Widerspruch ganz abzuhelfen.


    ... können wir Ihre weitere Arbeitsunfähigkeit über den
    12.01.2018 hinaus für mindestens zwei weitere Monate,
    mindestens bis zum 13.03.201818 anerkennen und
    Krankengeld gewähren.


    und statt dem weiteren Text formuliert:


    Damit ist dem Widerspruch in vollem Umfang abgeholfen.
    Kosten des Widerspruchsverfahrens werden erstattet.


    Der Arbeitsagentur würde ich Kopien des Briefes vom 16.01.2018
    und deiner Antwort zukommen lassen.
    .

  • Hallo,
    ja, da stimme ich Anton zu, das hat die Kasse raffiniert gemacht - das kannte ich auch noch nicht. Man geht im Januar hin und legt das Ende der AU. in den März, genauer gesagt auf den 13.03.2018 - es scheint bei der Kasse Hellseher zu geben. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann hat die behandelnde Ärztin festgestellt, dass mindestens zwei Monate AU. noch zu erwarten sind, auch das ist eine, auf den ersten Blick, mehr hellsehrische Einschaetzung, aber wir kennen ja die Diagnose(n) nicht, von daher muss man davon ausgehen, dass die Ärztin weiß wovon sie schreibt und dass das mit den mindestens zwei Monate okay ist. Was würde ich tun an deiner Stelle - ich würde der Kasse für die Abhilfe meines Widerspruchs danken, aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass meine Ärztin eine U: von mindestens zwei Monaten festgestellt hat und nicht, dass die am am 13.03.2018 beendet sein wird - mehr würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht tun - denn bis März ist die Sachlage ja klar, hat die Kasse selbst geschrieben, da ist es Ende Februar oder Anfang März immer noch moeglich zeitnah etwas zu unternehmen - denn was alles bis dahin passieren kann, wir wissen es alle nicht, du nicht, deine Ärztin nicht, deine Krankenkasse natürlich auch nicht.
    Gruss
    Czauderna

  • Hallo Cauderna,
    diese "mindestens zwei weiteren Monate" stammen aus dem Widerspruchstext der Ärztin gegen die Gesundschreibung zum 13.01..Das hat die Krankenkasse dann so aufgegriffen.
    Ich bin seit Oktober mit einer psych. Erkrankung krankgeschrieben,Therapie und med. Einstellung laufen,so dass ein Verlauf gesehen werden kannund daher wahrscheinlich solch eine Einschätzung möglich ist.
    Danke für den Rat,werde ich so tun.
    Hab mich,um Rechtsrat zu bekommen,beim Sozialverband angemeldet(greift ab Mitte nächster Woche). -Gute Idee ?
    Beste Grüsse,Trini

  • Danke Anton,
    Ihr seid wirklich hilfreich. Bisher hatte ich noch niemanden gefunden,der mir diese Fragen beantworten konnte,auch die UPD konnte mir nur einen leider nach dem von der Krankenkasse gesetzten Abgabetermin liegenden Telefontermin anbieten,da zu der verfahrensrechtlichen Frage keiner etwas sagen konnte.
    Lückenlose AUs werde ich auf jeden Fall weiter einreichen.
    Einen schönen Abend,
    Gruss,Trini

  • ...eins noch,
    ich denke nicht,das die KK dem Widerspruch vollends abhelfen will,denn,falls ich ihn aufrechterhalte,geht es ,so angekündigt,vor den Widerspruchsausschuss.
    KÖNNTE sie denn nach dieser Nachricht dem W. noch voll abhelfen?

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