Ausgesteuert -> ALG 1 - Ich soll mich nun krank schreiben lassen - Wieso?

  • Hallo Ihr,


    ich hab mal eine Frage und zwar meinte meine Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt, dass ich mich weiter krank schreiben lassen soll.


    Kurz mein Verlauf:


    1-Jahresvertrag war Ende März 17 ausgelaufen.
    Krankengeldbezug schon seit Februar 17 - bis Anfang Dezember 17
    Ausgesteuert, anschließend seit Anfang Dezember 17 ALG 1




    Ich bin 30% schwerbehindert und habe auch die Gleichstellung zu einem Schwerbehinderten.
    Zur Feststellung meines möglichen zukünftigen Arbeitsumfang/möglichkeit hatte ich die medizinischen Unterlagen ich dem medizinischen Dienst vorher schon eingereicht,
    bevor ich da hin fahren muss (kommt noch).
    Trotzdem hatten die schon der Sacharbeiterin geschrieben, dass ich nicht mehr in meinem Beruf arbeiten könne.
    Ich soll aber da noch mal hin, wohl um festzustellen , was ich noch kann in welchem Umfang etc.


    Die Sachbearbeiterin war ganz verwundert, dass ich mich nicht krank schreiben hab lassen.
    Sie meinte aufgrund der langen Aussteuerung und Krankschreibung wäre ich doch dauerhaft krank gewesen und deshalb nun bei ALG 1 .


    Ich soll mich weiter krankschreiben lassen.

    Es wäre wichtig, dass dann die Krankenkasse die AU bekäme.
    Und sie sagte, sie wolle keine schriftliche AU eingereicht bekommen. Das wäre nicht nötig.
    Das stand auch so im Infoblättchen, dass ich von ihr bekommen habe.

    Nur als Ausnahme, wenn es sich um eine Krankheit handelt, die nichts mit dem Grund der Aussteuerung zu tun hat.


    Warum ich mich jetzt weiter krankschreiben lassen soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

    Sie war zwar freundlich , aber auch direkt genervt. So konnte ich situationsbedingt nicht nachhaken.
    Ich hab da überhaupt keine Lust mehr drauf, mich weiterhin krank schreiben zu lassen.

    Habt Ihr eine Idee, warum ich das tun soll?
    Hab ich Vor- oder Nachtteile dadurch?


    Ich habe auch mal anderweitig gehört, wenn ich denen eine AU einreiche, bekomme ich nur noch ALG 2 .
    Ist das richtig?

  • .
    Das würde auch mich sehr interessieren, zumal im offiziellen Merkblatt
    auf Seite 30 steht


    Wenn Sie nach der Antragstellung oder während des
    Bezuges von Leistungen arbeitsunfähig krank werden,
    melden Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit bitte unverzüglich
    Ihrer Agentur für Arbeit und fügen Sie eine ärztliche
    Bescheinigung
    über die Arbeitsunfähigkeit und ihre
    voraussichtliche Dauer bei. Dauert die Arbeitsunfähigkeit
    länger als zunächst vom Arzt bescheinigt, müssen
    Sie dies durch eine weitere ärztliche Bescheinigung
    nachweisen.
    Wenn Sie wieder arbeitsfähig sind, teilen Sie dies bitte
    ebenfalls sofort Ihrer Agentur für Arbeit mit. Benutzen
    Sie für diese Meldungen bitte möglichst den Vordruck
    » „Veränderungsmitteilung“.


    https://con.arbeitsagentur.de/…-Arbeitslose_ba015368.pdf


    Vielleicht kocht deine Sachbearbeiterin ein eigenes Süppchen. Am besten
    du lässt dich von der Arbeitsagentur – schriftlich – beraten:


    https://dejure.org/gesetze/SGB_I/14.html
    .

  • Hallo,
    und meines Wissens nach bekommst du nie wieder Krankengeld wenn du weiter wegen der "Aussteuerungserkrankung" arbeitsunfähig geschrieben bist, denn alle anderen Erkrankungen zählen dann als hinzu getreten und das war es dann. Du musst nämlich, wenn die entsprechende Blockfrist abgelaufen ist und dem Grunde nach eine neue beginnen würde mindestens sechs Monate (am Stück oder verteilt) seit der Aussteuerung arbeitsfähig gewesen sein, was ja dann auch nicht zuträfe. Was den Wechsel von ALG-1 zu ALG_2 angeht, da kennt sich Anton besser aus.
    Gruss
    Czauderna