Krankenschein zu spät an Krankenkasse gesendet

  • Hallo liebe Experten,


    nachdem ich diese Woche des Öfteren Kontakt mit der Krankenversicherung hatte, bin ich auf Euer Forum gestoßen.
    Ich habe zwei Fragen und bin für alle Hinweise dankbar.


    1)
    Ich bin in einem Arbeitsverhältnis, aber derzeit im Krankenstand und beziehe seit 2 Monaten Krankengeld. Leider habe ich vergessen, den letzten Krankenschein bei der Krankenkasse einzureichen. Daraufhin wurde ich von meiner KK angerufen und darauf hingewiesen, den Schein nachzureichen. Weiterhin wurde mir erklärt, dass der Krankengeldanspruch bis zu dem Datum, an dem der Schein eintrifft, ruht.
    Ich weiß es, dass es mein Fehler ist, aber ich war einfach in Gedanken bei meiner Krankheit. Und es war mir nicht bewusst, dass ich eine Frist einhalten muss und das Krankengeld nicht rückwirkend bezahlt wird. (Mittlerweile bin ich aufgeklärt...) Der Mitarbeiter sagte mir, ich könne nochmal kurz begründen, warum ich den Schein zu spät sendete und dass dann unter Umständen das Krankengeld trotzdem gezahlt wird. Ich schickte Ihm dann den Krankenschein mit kurzer Begründung und bekam einen Bescheid, dass die Krankengeldzahlung abgelehnt wurde.


    Da es sich um einen, für mich, beträchtlichen Betrag handelt, möchte ich Euch fragen, ob ein Widerspruch in dieser Thematik Erfolg haben kann?. Da ich die Entscheidungsgrundlage der Krankenkasse nicht kenne, ist es für mich sehr schwierig einzuschätzen.


    2)
    In einem anderen Gespräch fragte mich der Mitarbeiter sehr freundlich und unverfänglich, wie meine Behandlung eigentlich weiterginge. Welche Ergebnisse/Diagnosen noch ausstehen und welche Behandlungen noch durchgeführt werden sollten. In meiner Unwissenheit habe ich ihm gesagt, was mir eingefallen ist. Mir ist nicht alles eingefallen und ich war auch leicht überfordert. Er hat einige Sachen dann auch wiederholt.
    Im Nachhinein habe ich erfahren, dass man den Krankenkassen diesbezüglichen Auskünfte geben muss und ich ärgere mich wahnsinnig über die Vorgehensweise.


    Kann / Sollte ich was dagegen unternehmen?


    Gruß
    Tom

  • Hallo Tom,


    zu 1)
    Du solltest gegen den Bescheid auf jeden Fall Widerspruch einlegen,
    denn es gibt sehr gute Gründe - auch Urteile - die gegen die Richtigkeit
    sprechen. Ich schreibe dazu gerne mehr, wenn du den Bescheid anonymisiert
    hier allgemein zugänglich machst.


    zu 2)
    An was denkst du bei "was dagegen unternehmen" und welche Befürchtungen
    hast du?


    Schönen Gruß
    Anton

  • Hallo Anton,


    zu1)
    Danke für die superschnelle Antwort. Ich werde den Bescheid nachher hier hochladen.


    zu2)
    Zuerst habe ich mir keinerlei Gedanken gemacht. Da ich derzeit einfach noch nicht wieder fit bin, war ich von den ad-hoc Fragen leicht überfordert und weiß auch meine Antworten gar nicht mehr genau. Nach der Recherche muss ich davon ausgehen, dass diese Fragen nicht aus reinem Interesse gefragt werden, sondern mit den Infos ein bestimmtes Ziel verfolgt wird. Und das ärgert mich im nachhinein einfach, dass so etwas nicht schriftlich angefragt wird. Hatte dem Sachbearbeiter schon gemailt, dass ich es nicht schön finde und Auskunft über Gesprächsnotizen haben möchte. Sehe ich das zu kritisch?


    Viele Grüße
    Tom

  • Dann schreibe ich auch nochmal schriftlich an die Krankenkasse, wegen der Auskunft, und dass ich über die Vorgehensweise enttäuscht bin.


    Krankengeldfalle
    Ich hatte es so verstanden, dass die Krankengeldfalle entsteht, falls eine Lücke vorliegt. Das ist bei mir nicht der Fall. Also ich war immer rechtzeitig beim Arzt,habe nur einen der Scheine verspätet eingereicht. Und meine Krankenkasse schrieb mir, dass der Anspruch so lange ruht, bis der Schein nachgereicht wurde.
    Habe ich etwas falsch verstanden und ist es schlimmer als ich denke? :(

  • Nein, ich habe die Absichten nicht geändert. Habe nur den Bescheid gerade nicht zur Hand. Werde ihn in ca. einer Stunde hochladen können. Bin wirklich sehr dankbar für Deine Mühe.

  • 1)
    So, anbei habe ich den Bescheid hochgeladen.
    Zur Anonymysierung habe ich die Namen ausgeblendet und die Daten leicht verändert (Relation zueinander stimmt).


    Zur Erklärung,
    da ich finde, dass der genaue Sachverhalt mit dem Krankenschein aus dem Bescheid nicht so schön hervorgeht.
    Ich bin seit 07.11. arbeitsunfähig und habe seitdem Bescheinigungen vom Krankenhaus und auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vom Hausarzt. Diese sind lückenlos.
    Die letzte AU-Bescheinigung (die, die ich zu spät einreichte) war vom 02.02. bis zum 23.02. datiert. Die Bescheinigung davor war vom 23.01. bis zum 03.02. datiert.


    Wenn ich alles richtig verstanden habe, habe ich Krankengeld für den Zeitraum bis zum 22.01. erhalten.
    Da der letzte Schein zu spät kam, soll ich nun erst wieder Geld für den Zeitraum ab 14.02. erhalten.


    Danke und viele Grüße
    Tom

    Dateien

    • _Bescheid.jpg

      (485,29 kB, 7 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • ... schneller als die Feuerwehr.
    Vielen Dank, Anton.


    Habe ich es richtig gedeutet, dass ich jetzt schauen muss, ob auf meinem ersten Bescheid(nicht der hochgeladene) eine Befristung steht und wenn nicht, ich mich darauf beziehen kann?
    Machts Sinn im Widerspruch auch nochmalauf den Gesundheitszustand zu verweisen?


    Hast Du noch einen Hinweis zu dem Punkt mit der Krankengeldfalle und warum ich davon betroffen sein könnte?


    Gruß
    Tom

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