Schreiben von Krankenkasse: MDK empfiehlt die stufenweise Wiedereingliederung

  • Ich habe heute folgedes Schreiben der KK im Postfach gehabt:



    Der MDK empfiehlt eine stufenweise Wiedereingliederung



    Guten Tag Frau Delfinanne,

    wir möchten dazu beitragen, dass es Ihnen bald wieder besser geht. Deshalb haben wir den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) hinzugezogen. die dort tätigen Ärztinnen und Ärtze unterstützen uns mit ihrem medizinischen Fachwissen.



    Der MDK hat Ihren Gesundheitszustand eingeschätzt. Er empfiehlt für Sie eine sogenannte stufenweise Wiedereingleiderung in das Berufsleben. Damit können Sie sich schrittweise wieder an der anforderungen Ihres Arbeitsalltags gewöhnen.



    Ihre Wiedereingleiderung ist nach Einschätzung des MDK ab dem 02. Juli 2018 über drei Wochen möglich.



    Bitte setzen Sie sich mit Ihrer behandelnden Ärztin bzw. Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung, um die wiedereingleiderung in die Wege zu leiten und den Beginn abzustimmen. Sie bzw. er füllt dann das hierfür erforderliche Formular aus. Senden Sie uns bitte die Zweitschift, die für die Krankenkasse bestimmt ist, innerhalb der nächsten 14 Tage zu.



    Anschließend informieren wie Sie über die nächsten Schritte.



    Noch ein paar wichtige Hinweise für Sie:



    - Bitte arbeiten Sie während der Wiedereingleiderung eng mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt und mit Ihrem Arbeitgeber zusammen.



    - Die Empfehlungen des MDK zur stufenweisen Wiedereingleiderung sind für Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt grundsätzlich verbindlich.



    - Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, nach Möglichkeiten zu suchen, um Ihren Arbeitsplatz zu erhalten und geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.



    Wie die stufenweise Wiedereingleiderung funktioniert und was Sie noch zum Thema wissen müssen, haben wir in unserem Beratungsblatt für die zusammengefasst.



    Für die Wiedereingleiderung wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute.



    Freundliche Grüße



    Kk-Mitarbeiter



    So ich laufe momentan mit Gehhilfen und bin erstmal bis 30.06.2018 krankgeschrieben. Am 03. 07. habe ich einen Termin bei meinem Orthopäden. Dort bekomme ich Flüssigkeit aus dem Knie gezogen und eine Kortiosonspritze ins Knie, die dem Knie die Schmerzen nehmen soll und Stabilität geben soll, damit ich ohne Gehilfen wieder laufen kann,. ZUsätzlich gibt es Akupunktur und einen Tropf mit ASS und Cortion. Desweiteren stellt mir mein Orthopäde noch ein Attest aus, dass ich nur noch an Sitzkassen darf und nicht mehr an die Stehkassen, da ich mit beiden Knieen und mit dem rücke Probleme habe und Stehen meine probleme verschlimmert.



    Sprich ich kann ab 02. 07 noch gar nicht an einer Wiedereingleiderung teilnehmen (wobei es sowieso die Frage ist, ob das möglich ist, da ich eh nur 4 Stunden pro Tag arbeite). Ich komme mit Gehhilfen zwar zur Arbeit und wieder zurück, aber ich kann nicht arbeiten, da ich weder ins Kassenbüro reinkommen, geschweige denn wieder raus, weil ich momentan die Treppenstufen gar nicht rauf und nicht runterkommen und mit Gehhilfen auch weder meine Kassenlade noch mein Körbchen, welches ich an der Kasse brauche, tragen kann. Mit Gehilfen würde ich dann auch gar nicht in die Kasse kommen.



    So wie nun reagieren? Ich kann erst wieder los, wenn die Spritze wirkt und ich die Stabilität im Knie zum Laufen habe. Wenn die nicht wirkt, brauche ich ein künstliches Kniegelenk.

  • Das sieht mal wieder nach einem Zusammenspiel von MDK

    und Krankenkasse an oder jenseits der Grenze zur Willkür aus.


    Um welche Krankenkasse handelt es sich denn diesmal?


    In diesem Fall dürfte sich empfehlen, gegen das Schreiben der

    Krankenkasse „Widerspruch“ zur Fristwahrung (also zunächst ohne

    jede Begründung) einzulegen und unter Hinweis auf § 25 SGB X

    http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbx/25.html eine Kopie

    der sog. „Einschätzung / Empfehlung des MDK“ anzufordern.


    Und nicht vergessen: rechtzeitig bis zum 30.06.2018 die nächste

    AUB holen. Immerhin geht auch der MDK von weiterer Arbeits-

    unfähigkeit aus.

  • So ich laufe momentan mit Gehhilfen und bin erstmal bis 30.06.2018 krankgeschrieben. Am 03. 07. habe ich einen Termin bei meinem Orthopäden. Dort bekomme ich Flüssigkeit aus dem Knie gezogen und eine Kortiosonspritze ins Knie, die dem Knie die Schmerzen nehmen soll und Stabilität geben soll, damit ich ohne Gehilfen wieder laufen kann,. ZUsätzlich gibt es Akupunktur und einen Tropf mit ASS und Cortion. Desweiteren stellt mir mein Orthopäde noch ein Attest aus, dass ich nur noch an Sitzkassen darf und nicht mehr an die Stehkassen, da ich mit beiden Knieen und mit dem rücke Probleme habe und Stehen meine probleme verschlimmert.

    Hallo, sofort einen Termin mit dem Orthopäden, denn in der Regel wird ein Telefongespräch kurz vor dem MDK mit dem Orthopäden geführt, sollte der MDK das nicht gemacht haben, dann ist das ein starkes Stück.

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

    see1

  • Ich denke, dass ich Montag damit zum Orthopäden gehen werden. Die Arzthelferinnen können mir da bestimmt ein Stück weiterhelfen.


    @ Machts Sinn: Techniker

  • Hallo,

    ja, sehe ich auch so wie Idefix - so, wie du uns deinen derzeitigen Gesundheitszustand geschildert hast macht eine Wiedereingliederung derzeit keinen Sinn.

    Der Orthopäde sollte aber meiner Meinung nach nicht nur den MDK kontaktieren sondern auch die Kasse. Ich war und bin immer ein großer Freund der Wiedereingliederung gewesen, aber die muss einen Sinn haben, denn Ziel einer solchen Maßnahme ist es ja die Arbeitsfähigkeit zu erreichen, die vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit vorlag - normalerweise zu den gleichen Bedingungen, es spricht aber nix dagegen, in Absprache mit dem Arbeitgeber andere Ziele zu erreichen, z.B. Arbeitszeitveränderungen oder Arbeitsplatzveränderungen (Sitzkasse statt Stehkasse bei dir z.B.).

    Gruss

    Czauderna

  • Der Orthopäde sollte aber meiner Meinung nach nicht nur den MDK kontaktieren sondern auch die Kasse.

    Der Orthopäde muss nichts, insbesondere sind die Empfehlungen des MDK zur stufenweisen Wiedereingleiderung in diesem Fall für den Arzt nicht verbindlich. Und auch der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, an der Wiedereingliederung mitzuwirken oder Möglichkeiten außerhalb des bisherigen Arbeitsvertrages zu suchen, um andere geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.

  • Hallo Anton,

    wir suchen nach einer Lösung und Antwort für die Rat suchende - ich habe nicht geschrieben, dass hier ein "muss" vorliegt sondern ein "sollte"

    Ich zitiere dich mal :

    Das sieht mal wieder nach einem Zusammenspiel von MDK
    und Krankenkasse an oder jenseits der Grenze zur Willkür aus.

    Aha, scheinbar muss jeder Fall, der hier zur Behandlung kommt in deine Schublade.

    Gruss

    Guenter

  • Wieso "meine Schublade"?

    Versuch - Irrtum - nächster Versuch - wieder Irrtum

    ... ist offensichtlich die Schublade von MDK und KK.


    Willst du ein paar Beispiele?

    (Allerdings gibt es zum "AOK PLUS-Mistgabel-Stürmer"

    von Dresden noch keine näheren Informationen - die

    Anfrage läuft noch).


    Ich bin dafür, dass sich Patienten und Ärzte in solchen

    Fällen dem MDK und den Krankenkassen nicht unter-

    werfen - aber ich war nie Krankenkassenmitarbeiter.

  • Hallo Anton,

    ja, das weiß ich, du warst nie bei einer Krankenkasse beschäftigt, deshalb unterstelle ich mal, dass dir auch deshalb die Vorteile einer solchen Maßnahme fuer alle Beteiligten, also der Versicherten ,der Krankenkasse und auch dem Arbeitgeber nicht so ganz geläufig sind - du siehst eben gerne nur -MDK und Krankenkasse, die sind böse. im Übrigen, Empfehlungen sind nie verbindlich.

    Gruss

    Guenter

    Einmal editiert, zuletzt von Czauderna ()

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