MDK spricht negative Empfehlung aus

  • sicherlich ist meine Frage in der Vergangenheit schon irgendwo beantwortet aber als Neuling kann ich kaum alles Bisherige lesen und verarbeiten.


    Ich, w, bin 60 Jahre alt und seit 11 Monaten AU. Mehrfach war ich beim medizinischen Dienst der Kasse, die auch mein Arbeitgeber ist!! Ärztlicherseits wird bzw. wurde immer wieder eine Umsetzung in einen anderen Fachbereich angeregt, der Arbeitgeber findet aber keine geeignete Stelle, da ich altersbedingt nicht mehr allzu lange arbeiten werde, Altersteilzeit kommen wird und damit allenfalls eine tatsächliche Arbeitszeit von ca. 15 Monaten relevant ist. Dagegen bestehen noch Urlaubsansprüche. Bei der aktuellen Untersuchung auf Veranlassung der Kasse ist mir vom Med. Dienst mitgeteilt worden, dass ich nunmehr wieder arbeiten kann! (und soll) . Wie ist bitte das weitere Prozedere? KG ist mir bis Mitte Juni 2016 zuerkannt worden, die letzte aktuelle AU geht bis zum 15.7. Mein behandelnder Arzt wird mich aus heutiger Sicht weiter AU schreiben, da ich nach seiner Einschätzung weiterhin AU bin! Ob er mich bei ggfs. gegen den MDK unterstützt? vermutlich nicht. Müsste mir die Krankenkasse nicht durch Bescheid mitteilen, dass aufgrund der ärztl Stellungnahme das KG und die AU enden? ab wann wirkt das? Rückwirkend, vom Tage der Zustellung/Niederlegung/ für die Zukunft???? Erjhält der behandelnde Arzt auch eine Info von der Kasse? Bei einem Widerspruch besteht offensichltich keine aufschiebende Wirkung. Würde die Stellung eines med. Leistungsantrages hinsichtlich weiterem KG Anspruch etwas verändern?

    Wenn mein Arbeitgeber keine alternative Tätigkeit findet, was dann? kann ich dann meinen Resturlaub nehmen? und hoffen, dass sich in dieser Zeit etwas ergibt? Irgendwo schon seltsam, da abeitet man treu und brav 25 Jahre für eine Kasse, soll die Tätigkeit im bisherigen Bereich keinensfalls mehr fortführen und etwas anderes findet sich nicht? Danke für jeglichen Tipp.

  • Hallo TBC,


    verstehe ich nicht! Ist doch beides Bürotätigkeit,

    wenn du bisher z. B. in der Beitragsabteilung warst,

    aber z. B. als Krankengeld-Fall-Managerin arbeiten könntest?

    Oder war "Mobbing" im Spiel?


    Schönen Gruß

    Machts Sinn

  • ich habe von KV keine Ahnung, sonst würde ich kaum hier fragen, obwohl ich bei einer Kasse arbeite. Es gibt aber in der Verwaltung auch noch viele andere Fachbereiche und auch viele übergreifende Tätigkeiten aus dem Gesamtbereich Sozialversicherung.

    Ja, es war auch Mobbing im Spiel.

  • Hallo,

    du bist seit 25 Jahren bei dieser Kasse beschäftigt und musst aufgrund fehlender Informationen in einem Forum nach Rat fragen - dazu kommt auch noch Mobbing am Arbeitsplatz - da kann ich nur sagen, du hast keine Chance - denn wenn man einem bestimmten User hier und in anderen Foren Glauben schenken möchte, dann sind Krankenkassen in Verbindung mit dem MDK Meister in solchen Sachen und wenn es dann sogar gegen einen eigenen Beschäftigten geht, dann sieht es für den nicht so gut aus.

    Zu deiner konkreten Frage, natürlich muss dich deine Krankenkasse, und hoffentlich weißt du das, die sind nicht identisch, auch wenn sie die gleichen Namen haben sollten, so behandeln wie jeden anderen Versicherten auc, davon in Kenntnis setzen, dass sie aufgrund eines vorliegenden MDK-Gutachtens für arbeitsfähig hält und deshalb die Krankengeldzahlung eingestellt wird. Selbstverständlich kannst du dagegen Widerspruch einlegen und es schon sehr wichtig, dass dich dein behandelnder Arzt dabei unterstützt, in dem er dir eine medizinische Widerspruchsbegründung formuliert. Lass dir auf jeden Fall das MDK-Gutachten zukommen.

    Gruss

    Czauderna (48 Jahre bei einer Krankenkasse und leicht irritiert ob deines Falles)

  • Ist es möglich das hier der Arbeitgeber (Krankenkasse) den MDK eingeschaltet hat?

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

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  • Lass dir auf jeden Fall das MDK-Gutachten zukommen.

    wenn es nicht auf komischer weise aufeinmal verschwunden ist?


    haben wir hier schon mal erlebt.

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

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  • @czaudera Danke für die Hinweise. Es muss doch geregelt sein, ab wann die Stellungnahme des MDK wirkt...nach Erhalt des Bescheides, nach Ablauf einer bestimmten Frist, mit Ablauf des aktuellen Krankenscheines oder kann jede Kasse das nach eigenem Gutdünken entscheiden? ich denke, so kenne ich es aus der Vergangenheit, dass der behandelnde Arzt auch eine Durchschrfift des erstellten Gutachtens bekommt. Ich halte es in der heutigen Zeit für einen Witz, dass ein Arzt ein Gutachten über mich erstellt und dieses nicht ausgehändigt wird bzw. man erst in einem Verfahren Akteneinsicht verlangen kann. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass jegliches Gutachten, egal wer Auftraggeber ist, natürlich auch der Betroffene erhält. Das passt nicht mehr in die heutige Zeit.

  • dass der behandelnde Arzt auch eine Durchschrfift des erstellten Gutachtens bekommt.

    Der behandelte Arzt, und der Hausarzt bekommt ein Bescheid vom MDK, so war es bei mir.


    Bitte Arzt fragen.

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

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  • Hallo,

    das mag ja sein, dass dies nicht mehr in die heutige Zeit passt, aber auch wenn das ist eine Phrase ist - es ist nun mal so. Es gelten aber auch die Bestimmungen des Datenschutzes für alle Beteiligten. Ob nun die Krankenkassen nach Gutdünken entscheiden, dass kann man in den meisten Fällen, die in Foren wie diesem behandelt werden schon vermuten, aber nicht beweisen und schon gar nicht verallgemeinern. Tatsache ist, dass die Kasse berechtigt ist zu Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit (AU) den MDK einzuschalten und ein Gutachten/Stellungnahme anzufordern - dafür ist der MDK da. Der Fallmanager einer Krankenkasse ist grundsätzlich kein Mediziner, kann also eine Beurteilung für seine Entscheidung selbst nicht vornehmen, deshalb benötigt er hier eine fachliche Unterstützung, und weil die behandelnden Ärzte wahrscheinlich "befangen" sind was Feststellung und vor allen Dingen Dauer einer AU betrifft, hat man eben den MDK eingerichtet. Dass die Versicherten Akteneinsicht verlangen können gehört zum Procedere, das aber in der Praxis zu 99,9% nur dann ion Gang gesetzt wird, wenn das Gutachten negativ für den Versicherten ausgeht. Von den Fälle, die ein anderes Ergebnis haben, da erfährt man nix davon, warum auch. Zur Frage, ab wann das MDK-Gutachten wirkt - das wieder entscheidet die Kasse selbst - grundsätzlich geht das aber nicht rückwirkend, Widerspruchsgutachten mal ausgenommen.

    Gruss

    Czauderna