Permanente Schikane wegen Krankengeld

  • Guten Tag,


    seit geraumer Zeit lese ich hier mit und versuche mit meinem Fall weiter zu kommen.

    Ich bin arbeitsunfähig erkrankt und erhalte seit Oktober 2017 Krankengeld.

    Seit Anspruchsbeginn des Krankengeldes wurde ich unter Druck gesetzt (durch ständige Anrufe) zum Beratungstermin zu erscheinen sonst gibt s kein Krankengeld. Ich habe es dann im Nachhinein erfahren, dass es gar nicht verpflichtend war, den Termin wahrzunehmen.

    Seit Januar 2018 ging es los:

    - Mitteilung " Ende der Arbeitsunfähigkeit", Widerspruch eingelegt und Akteneinsicht gemäß § 276 Abs. 3 SGB V in Verbindung mit § 25 SGB X angefordert, ich habe leider die Akte nicht gelesen, da Sie mir keine Kopien senden wollten, ich hätte einen Termin vereinbaren müssen um zur Akteneinsicht in die Geschäftststelle zu gehen,

    .....alle paar Wochen Krankengeldeinstellung, dann wieder aufgehoben, mit Widerspruch und Facharztberichte.

    Aktueller Stand seit über einem Monat kein Krankengeld erhalten, obwohl das Ruhen des Krankengeldes seit dem 25.06.2018 aufgehoben wurde. Ich hatte meine Mitwirkungspflicht verletzt, weil ich die Termine, die ich beim Facharzt wahrnehme, nicht dem Sachbearbeiter mitgeteilt habe. Wo steht das explizit, dass meine Mitwirkungspflicht auch darin besteht dem Sachbearbeiter meine Termine bei der Therapie mitzuteilen?

    Fragen über Fragen, ich bin verärgert und brauche Klarheit, um weitere Schritte vorzugehen.

    Vielen Dank erstmal.

    Einmal editiert, zuletzt von Moo ()

  • Hallo,

    erst ein mal - herzlich willkommen im Forum.

    So, wie geschildert ist das schon schikanös was deine Kasse da mit dir veranstaltet. Konkret zu deiner Frage - das steht nirgends und es geht auch die Kasse schlichtweg nix an. Wenn deine Kasse dich in eine Facharztbehandlung "zwingen" will, dann kann sie das versuchen, muss aber mindestens ein entsprechendes MDK-Gutachten zu Grunde legen, welches du dann aber auch gelesen haben solltest. Wenn du aber in einer Facharztbehandlung bist, dann gehen die einzelnen Termine bei diesem Facharzt die Kasse auch nix an. Wenn sie etwas wissen muss, was zu der Erfüllung der Kassenaufgabe gehört, dann kann sie den Arzt im Rahmen der vorgegeben Möglichkeiten (Arztanfrageformular) kontaktieren. Ich, an deiner Stelle würde dies der Kasse schriftlich mitteilen und mit Klage drohen, sollte diese ungesetzliche Vorgehensweise der Kasse nicht sofort abgeschaltet werden, außerdem würde ich mit alle Versuche der persönlichen Kontaktaufnahme künftig verbitten - die Kasse darf dich gegen deinen Willen nicht anrufen !!

    Du kannst ruhig schreiben, dass du diese Info von einem (ehemaligen) Krankenkassenmitarbeiter bekommen hättest, der in seinen fast 50 Jahren Kassentätigkeit auch in der Fallsteuerung als Führungskraft unterwegs war.

    Gruss

    Czauderna

  • Hallo Moo, kannst Du uns auch schreiben um welche Kasse es geht?


    Danke

    Mit freundlichen Grüßen Idefix -------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur.

    see1

  • Hallo zusammen,


    danke für die schnelle Antwort.

    Es handelt sich um die Aok Bayern.

    Wenn ich das richtig verstehe, muss ich irgendwie dagegen vorgehen. Der Grund ist ja nicht nur, dass ich immer wieder in finanzielle Probleme gerate (was meine Genesung gefährdet), sondern auch, dass es nicht rechtens ist, was da abläuft.


    Im ersten Widerspruch hatte ich eine Akteneinsicht angefordert bzw. Zusendung sämtlicher Kopien, die bei der Entscheidung maßgebend waren. Mir wurde nur angeboten persönlich in die Geschäftsstelle zu gehen und dort die Akte einsehen, mit der Begründung: "Eine Zusendung der kopierten Unterlagen ist leider nicht möglich". Welche Möglichkeiten habe ich, die Akte postalisch zu erhalten?

    Es belastet mich gerade sehr, da ich momentan wieder einen finanziellen Engpass erleide und ich möchte diesen miserablen Ablauf für mich persönlich nachvollziehen. Andererseits habe ich gesundheitlich, ein paar Fortschritte erlebt, die ich mir durch diese unnötigen Probleme nicht vernichten lassen möchte. Ich möchte wieder arbeiten können und das ist mit dieser Art "Unterstützung", welche die Kasse anbietet sehr problematisch.


    Viele Grüße

  • Hallo Moo,


    Ja das kenn ich, das sind die Methoden der AOK Bayern um das Krankengeld einzustellen und den Patienten abzuschieben.


    "Czauderna" hat dir die wichtigsten Informationen schon geschrieben.


    Nicht unterkriegen lassen von der AOK Bayern und deren Mitarbeiter.


    Gruss

    Murmeltier

  • Guten Tag,


    ich habe seit Anfang an alles über mich ergehen lassen, was den Umgang der Kasse betrifft. Jetzt platzt mir aber der Kragen. Ich erhielt einen Anruf der Sachbearbeiterin, die ab jetzt laut ihrer Aussage für mich zuständig ist, weil der ehemalige Sachbearbeiter nicht mehr im Hause ist. Alles schön und gut. Sie stellte sich freundlich vor und dann bombardierte sie mich mit Fragen bezüglich meinen Terminen und der ärztlichen Behandlung. Ich war überrumpelt und habe anfangs noch einiges beantwortet bis mir klar wurde, dass ich dazu nicht verpflichtet bin und sie höflich gebeten hatte, sie solle mir das alles schriftlich mitteilen. Sie klang sehr verärgert darüber, aber versicherte mir, dies schriftlich zu verfassen. Ich würde gerne einiges aus dem Schriftverkehr mit der Kasse hier reinstellen, damit ihr den ganzen Ablauf besser nachvollziehen könnt, da ich weder die Kraft noch die nötige Erfahrung habe, dies alleine zu durchstehen. Ist das möglich?

    Vielen Dank

  • Guten Tag,


    dieser Terror hört gar nicht mehr auf, ich weiß nicht genau wie ich das Schreiben formulieren soll. Bin für jede Anregung dankbar.

    Das einzig positive, am Montag wurde ein Teil des Krankengeldes überwiesen, das aber auch nicht vollständig, obwohl das Ruhen aufgehoben wurde. Das Ende des Monats steht wieder an und meine Angst steigt wieder (wie komme ich meinen finanziellen Verpflichtungen nach, weil die Krankenkasse mal wieder Ihre Schikane anwendet). Seit Januar immer wieder das gleiche.

    Ich werde den ganzen Ablauf seit Beginn an hier reinstellen, sobald ich mehr Kraft gesammelt habe. Anstatt mich auf meine Therapie konzentrieren zu können, muss ich mich noch mit Existenzängste konfrontieren, da mir die Kasse so viel Unterstützung zur Genesung bietet.

    Jetzt muss ich dringend auf dieses letzte Schreiben reagieren, damit Sie nicht schon wieder die Zahlung einstellen.


    Gruß
    Moo

    5 Mal editiert, zuletzt von Moo ()

  • Hallo,

    das ist eine Frechheit, was die Kasse da abzieht - ...... der Text an dieser Stelle mach nur dann Sinn, wenn man auch das dazugehörige Schreiben kennt - da dieses Schreiben aber von Moo entfernt wurde, habe ich meinen Text auch gelöscht.- du bist in regelmäßiger, ärztlicher Behandlung, die entsprechenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden ausgestellt und eingereicht - fertig - mehr musst du nicht tun - es liegt an der Kasse, wenn sie anderer Meinung hinsichtlich der Erfüllung der Mitwirkungspflicht ist, dies nachzuweisen, nicht an dir. Die Kasse hat dafür zwei Mittel zur Verfügung - die behandelnden Ärzte und den MDK.

    Gruss

    Czauderna

    Einmal editiert, zuletzt von Czauderna ()

  • Hallo,

    das ist ja noch nicht alles, ich bin noch dabei die anderen Briefe reinzustellen, muss mich immer wieder zusammenreißen.

    Meine Ärzte sagen auch, dass sich die Krankenkasse an sie wenden soll.

    Die Krankenkasse habe ich diesbezüglich des öfteren darum gebeten. Aber anscheinend wirkungslos, genauso mit der Einstellung des Krankengeldes. Beim ersten Widerspruch habe ich mit UPD telefoniert, diese hat mir geraten, parallel zum Widerspruch eine Beschwerde an die Direktion zu schreiben. Ich tat es nicht weil ich dachte ach komm...Tja so ging der Terror weiter und jetzt mag ich nicht mehr zusehen, schon gar nicht aufgeben.

    Gruß

    Moo

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