Vorletzter Tag der Wiedereingliederung, neue Krankheit dazugekommen, Aussteuerung droht, Arbeitsverhältnis besteht.

      Vorletzter Tag der Wiedereingliederung, neue Krankheit dazugekommen, Aussteuerung droht, Arbeitsverhältnis besteht.

      Hallo zusammen. Ich bin ein neues Forumsmitglied und habe auch schon anderweitig nach Antworten gesucht, aber keine zufriedenstellenden Antworten gefunden. Darum möchte ich jetzt selbst die Initiative ergreifen und meinen Fall schildern.
      ​Vor 2 Jahren wurde ich das erste mal an der HWS ( Bandscheibe ) operiert. Die Genesung verlief schleppend, immer wieder Schmerzen. Dieses Jahr im Februar wurde ich ein 2. mal an der HWS operiert, diesmal Versteifung der Wirbel 5, 6, 7. Anschließend Reha, Heilungsverlauf gut, weniger Schmerzen. Da ich jedoch bald die 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren krank bin wurde mir von meiner KK der Tag mitgeteilt, an dem ich voraussichtlich ausgesteuert werde. Mein Arbeitsplatz ist bis jetzt ungekündigt.
      ​Im Anschluss an die Reha habe ich im Juni 2017 eine Wiedereingliederung gemacht. Diese ist auch gut verlaufen, ich hatte bis zum vorletzten Tag nur wenig Schmerzen und dachte wirklich, dass ich danach wieder normal arbeiten könnte. Leider konnte ich dann am vorletzten Tag der Wiedereingliederung nicht zur Arbeit kommen, weil ich mit starkem Drehschwindel ins Krankenhaus musste. Erst untersuchte man mich auf Schlaganfall. Es stellte sich aber heraus, dass mein rechtes Gleichgewichtsorgan aufgrund einer Infektion einen Totalausfall hatte. Das war so krass, ich konnte nicht mal mehr stehen. Es folgte eine Woche Behandlung im Krankenhaus mit Kortison, dann Medikamente zu Hause. Ich bin damit jetzt die 3. Woche krank. Nun hat mir die Krankenkasse erneut geschrieben, dass ich am 24.07.17 ausgesteuert werde. Im ersten Brief von der KK wurde noch der 17.07. als Termin genannt. Auf einen Anruf wurde mir mitgeteilt, dass ich ja schon nach den OPs über leichten Schwindel geklagt hatte, somit würde der jetzige Schwindel zur HWS-Erkrankung dazugezählt. Mein HNO hat aber gesagt, dass der jetzige Schwindel mit dem Schwindel nach der OP nicht das geringste zu tun hat, weil es sich hier um eine Entzündung handelt, und nicht um einen Lageschwindel aufgrund der Nachwirkungen der OP. Nun meine Frage: Dürfen die bei der KK das einfach so machen, dass unterschiedliche Krankheiten bis zur Aussteuerung zusammengezählt werden? Ich war doch schon fast wieder gesund und wollte ja gerne wieder arbeiten, aber der Drehschwindel hat mich nunmal nicht um Erlaubnis gefragt.
      ​Bis wann ich wieder arbeiten kann, weiß ich nicht genau. Ich bin jetzt noch bis zum 21.07. krankgeschrieben. Der akute Drehschwindel ist abgeklungen, ich bin auf dem Weg der Besserung. Ich habe einen körperlich anstrengenden Beruf und bin Pendler. Trotz meiner 54 Jahre möchte ich den Beruf aber weiter ausüben. Welche Möglichkeiten habe ich, nach einer Aussteuerung wieder in eine Krankenversicherung zu kommen? Oh Mann, mein Kopf fühlt sich bei jeder Bewegung an wie Wackelpudding. Vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen. Danke schonmal im Voraus. Gruß Toni
      Hallo Machts Sinn,

      ​danke für die schnelle Antwort, noch dazu am Wochenende.
      ​Bedeutet das, dass ich dann zwar kein Krankengeld mehr erhalte, aber trotzdem noch von der selben Kk die Behandlungen bezahlt bekomme? Oder was muss ich machen, damit ich weiter versichert bin? Muss ich mir dann solange das Geld vom Arbeitsamt holen, bis ich wieder arbeiten kann?
      ​Ich habe ja nicht vor, noch länger krank zu sein als unbedingt nötig.
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      Wenn mit dem Versicherungsverhältnis - trotz bestehenden Beschäftigungsverhältnis -
      etwas zu machen wäre, würde die Krankenkasse aktiv. Czauderna nennt das - glaube ich -
      OAV (obligatorische Anschluss-Versicherung). Vielleicht meldet er sich noch.

      Die weitere Frage ist mir zu hypothetisch, denn du bist nur bis 21.07. AU und würdest
      erst am 24.07. ausgesteuert.

      Wenn du ohne Aussteuerung bleibst, kommst du in der nächsten Blockfrist leichter wieder
      an Krankengeld als mit Aussteuerung:

      dejure.org/gesetze/SGB_V/48.html
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