Aufforderung der GKV zur Reha erhalten

      Aufforderung der GKV zur Reha erhalten

      Hallo zusammen,

      ich bin seit Februar krankgeschrieben (Burn-Out, Depression, Panikattacken) und in Therapie bei einer Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Ich fühle mich bei ihr bestens aufgehoben und habe auch schon Fortschritte gemacht. Jetzt rief gestern die Barmer an, ich solle einen Reha-Antrag stellen, da meine Arbeitsfähigkeit laut MDK (ohne persönliche Untersuchung) in absehbarer Zeit nicht wiederhergestellt werden könne. Die Antragsunterlagen würden mir per Einschreiben demnächst zugestellt.
      Das Problem ist, dass ich unter starken Trennungsängsten leide und auf keinen Fall von zuhause weg will. Auch möchte ich nicht wieder alles von vorne mit einem neuen Therapeuten aufrollen müssen. Ich habe großes Vertrauen zu meiner Ärztin und möchte weiter mit ihr arbeiten, was im Falle einer Reha ja nicht möglich wäre. Ich habe erst in 2 Wochen wieder einen Therapietermin und kann erst dann mit meiner Ärztin sprechen. Ich war auf einem guten Weg und fühle mich jetzt um Wochen zurückgeworfen, Panikattacken, Herzrasen, das volle Programm. Ich werde auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Hat hier jemand Erfahrung mit einem erfolgreichen Widerspruch? Wie sollte der aussehen? Ich bin für jeden Tipp und Hinweis dankbar, denn das nimmt mich sehr mit...
      Hallo,
      wenn die Kasse richtig richtig, im Sinne der Form), handelt, dann hat sie ein MDK-Gutachten, welches durchaus auch nach Aktenlage erstellt werden kann. Bei deinen Diagnosen allerdings sehe ich auch eine persönliche Begutachtung als zwingende Voraussetzung für ein Gutachten. Wenn in diesem Gutachten dann auch steht, dass bei die die Voraussetzungen nach § 51 SGB V. erfüllt sind, dann darf dich die Kasse grundsätzlich auffordern einen Reha-Antrag zu stellen und muss dir dafür 10 Wochen Zeit geben.
      Natürlich bleibt es dir unbenommen dagegen Widerspruch einzulegen, allerdings solltest du beachten, dass du, meiner Meinung nach nur dann erfolgreich sein wirst, wenn du per Widerspruch die nicht vorgenommene körperliche Begutachtung aufzeigst und wenn dein Widerspruch auch medizinisch begründet ist. Dass diese Begründung nicht von dir stammen darf, ich denke das ist klar. Du solltest deshalb deinen Arzt bzw. Behandler mit der Aufforderung der Kasse konfrontieren und dir den Widerspruch medizinisch begründen lassen - deine eigene Begründung zählt nicht, das klingt zwar hart, ist aber so.
      Gruss
      Czauderna
      Vielen Dank für die Erklärungen. Heute nun kamen per Einschreiben die Formulare für den Antrag.
      Ich habe im Forum etwas über "Anhörung" gelesen. Was hat es genau damit auf sich? Ich hatte es so verstanden, dass man 14 Tage Zeit hat, um auf die Mitteilung, dass dieser Antrag zugeschickt wird, im Rahmen einer Anhörung zu reagieren. Dazu soll man sich Akteneinsicht anfordern.
      Die Fakten sind, Dienstag wurde ich angerufen, heute Freitag kam der Antrag. Ich hatte am Donnerstag an die Barmer geschrieben und um Akteneinsicht und Zusendung des Berichts des MDK gebeten. Bis jetzt hatte ich also noch keine Gelegenheit zu einer Anhörung.
      Ist das wohlmöglich ein Grund für einen Widerspruch?
      Danke und Gruß

      soundabout schrieb:

      Vielen Dank für die Erklärungen. Heute nun kamen per Einschreiben die Formulare für den Antrag.
      Ich habe im Forum etwas über "Anhörung" gelesen. Was hat es genau damit auf sich? Ich hatte es so verstanden, dass man 14 Tage Zeit hat, um auf die Mitteilung, dass dieser Antrag zugeschickt wird, im Rahmen einer Anhörung zu reagieren. Dazu soll man sich Akteneinsicht anfordern.
      Die Fakten sind, Dienstag wurde ich angerufen, heute Freitag kam der Antrag. Ich hatte am Donnerstag an die Barmer geschrieben und um Akteneinsicht und Zusendung des Berichts des MDK gebeten. Bis jetzt hatte ich also noch keine Gelegenheit zu einer Anhörung.
      Ist das wohlmöglich ein Grund für einen Widerspruch?
      Danke und Gruß


      Hallo,
      in diesem Zusammenhang gibt es noch keine Anhörung -zuerst mal - hat die Kasse sich an die Form gehalten, wird in der Aufforderung zur Reha-Beantragung auf dem § 51 SGB V verwiesen, liegt ein MDK-Gutachten vor und hat man dir 10 Wochen Zeit gegeben den Antrag zu stellen ?.
      Anhörung in deinem Fall wäre meiner Meinung nach folgendes Szenario - du bekommst die Aufforderung und legt Widerspruch ein, dann teilt dir die Kasse mit, dass sie beabsichtigt deinen Widerspruch nicht abzuhelfen und gibt dir Gelegenheit entweder den Widerspruch zurückzuziehen oder weitere Begründungen vorzubringen - das ist meiner Auffassung nach eine Anhörung- ich mache persönlich im Verwandtschaftskreis eine solche Sache mit der AOK-Wiesbaden durch.
      Gruss
      Czauderna