SPD – Bundesparteitag vom 7.12.- 09.12.17 in Berlin

      SPD – Bundesparteitag vom 7.12.- 09.12.17 in Berlin

      Der Bundesparteitag ist der Startpunkt für die Erneuerung der
      SPD. Gemeinsam mit vielen Genossinnen, Genossen und Interessierten
      diskutieren wir in Berlin die Neuaufstellung unserer Partei. Wir
      wollen Orientierung und klare Antworten auf die Fragen unserer Zeit
      geben.

      Programmablauf usw.unter:


      spd.de/partei/bundesparteitag-2017/



      SPD-Bundesparteitag

      Aussteller und Sponsoren


      spd.de/fileadmin/Dokumente/Bun…-Bundesparteitag_2017.pdf
      Worum es auf dem SPD-Parteitag geht

      Auf dem heute beginnenden Parteitag
      droht der SPD die Zerreißprobe. Denn die Frage nach dem Ja oder Nein zu Gesprächen
      über eine Neuauflage der Großen Koalition spaltet die Partei. Für
      SPD-Chef Schulz steht viel auf dem Spiel.


      Eigentlich wollte sich die SPD nach dem schlechtesten Abschneiden
      bei einer Bundestagswahl Zeit für einen Neuanfang nehmen. Doch gut
      zwei Monate später steht die Partei erneut vor der Frage: Große
      Koalition ja oder nein, was einen Neuanfang zumindest schwieriger
      macht. Der von heute bis Samstag dauernde Parteitag in Berlin
      entscheidet darüber, ob Parteichef Martin Schulz grünes Licht für Gespräche mit der Union bekommt.
      Hitzige Debatten sind vorprogrammiert.


      GroKo, Minderheitsregierung oder Neuwahl?

      Bereits am Donnerstag stimmt der Parteitag über die Aufnahme
      von Gesprächen mit der CDU/CSU ab. Der SPD-Vorstand hat sich
      bei nur einer Enthaltung dafür ausgesprochen – doch in der Partei
      gibt es große Widerstände gegen eine Neuauflage der Großen
      Koalition. Deshalb hat Parteichef Schulz immer wieder betont, dass
      die Gespräche ergebnisoffen verlaufen sollen.

      Die Jusos wollen ein Bündnis mit der Union um jeden Preis
      verhindern. Unter dem Titel "#NoGroko" haben sie eine
      Kampagne gestartet, die bereits Tausende Unterstützer fand. In einem
      Antrag zum Parteitag fordert der SPD-Nachwuchs, dass ein neues
      Bündnis mit der CDU/CSU ausgeschlossen wird.
      Gleich zu Beginn bat SPD-Chef Martin Schulz die Sozialdemokraten
      und ihre Wähler nach der historischen Niederlage bei der
      Bundestagswahl um Entschuldigung. "Ich trage als Kanzlerkandidat
      die Verantwortung für dieses Wahlergebnis",
      sagte Schulz. Er
      wandte sich an alle, die der SPD vertraut und an sie geglaubt haben:
      "Bei all diesen Menschen bitte ich für meinen Anteil an dieser
      bitteren Niederlage um Entschuldigung." Die SPD hatte
      im September mit 20,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei
      einer Bundestagswahl bekommen.


      Er habe privat und politisch schon "so manches Auf und Ab"
      hinter sich, so Schulz. "Aber so ein Jahr kann man nicht einfach
      abschütteln. So ein Jahr steckt in den Knochen." Er wisse, wie
      enttäuscht und wütend viele Menschen seien. "
      Ich kann die Uhr
      nicht zurückdrehen, liebe Genossinen und Genossen, aber ich möchte
      als Parteivorsitzender meinen Beitrag dazu leisten, dass wir es
      besser machen."

      Im Anschluss an Schulz' Rede sollten die rund 600 Delegierten über
      die Aufnahme von Gesprächen mit der Union über eine Zusammenarbeit
      bei der Regierungsbildung beraten. Danach stellt sich Schulz zur
      Wiederwahl als Parteichef.
      "Wir haben nicht nur diese Bundestagswahl verloren, sondern
      die letzten vier. Wir haben nicht nur dieses Mal 1,7 Millionen
      Stimmen verloren, sondern zehn Millionen seit 1998 - die Hälfte
      unserer Wählerschaft."


      Die Menschen erkennen uns nicht mehr
      als Vertreter ihrer Interessen." Die SPD müsse wieder die
      Partei sein, die sich kümmert. "Ich will, dass wir wieder
      nahbarer werden." Und jünger und weiblicher und vielfältiger.
      Die Erneuerung der Partei müsse das Kernanliegen der nächsten Jahre
      sein.