Zahlt die Krankenkasse Potenzmittel?

Die erektile Dysfunktion, wie sie medizinisch beschrieben wird, weist direkt auf Potenzprobleme- und Störungen hin. Jedem kann es passieren, dass er unter Symptomen dieser Dysfunktion leidet und sich für Potenzmittel oder andere Möglichkeiten der Heilung entscheidet. Jedoch wissen nicht viele Menschen, dass ED offiziell und auch gesetzlich als Krankheit anerkannt ist. Die nächste Frage, die sich dabei stellt, ist, ob die Krankenkasse Potenzmittel zahlt, da sie ja schließlich als Krankheit bezeichnet werden. Die Antwort: Es hängt davon ab, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. In den nächsten Abschnitten wird erklärt, wo der Unterschied liegt und wann man eigentlich Krankengeld bei solchen Fällen bekommen kann.

Gesetzlich versicherte Menschen

Für diejenigen, die gesetzlich versichert sind, gibt es kaum Fälle, wo die Krankenkasse für die Behandlung oder die Medikamente für ED bezahlt. Es gibt zwar ein Gesetz, das besagt, dass Hilfsmittel und Medikamente, die zur Behandlung der erektilen Dysfunktion benutzt werden, von der Krankenkasse bezahlt werden. Jedoch wurde im Jahre 2004 eine Gesundheitsreform vollbracht, die das Gesetz verändert und bestimmte Arzneimittel ausgeschlossen hat. Dazu gehören Potenzmittel aus der Gruppe der PDE5-Hemmer, unter anderem

  • Viagra
  • Levitra
  • Cialis
  • Kamagra
  • Spedra und andere.

Da die PDE5-Hemmer gerade für diesen Zweck eingesetzt werden und sich als wirksam gezeigt haben, ist es letztendlich sehr ärgerlich, dass diese nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Das heißt, dass man sich im Falle einer Potenzstörung nicht an die Krankenkasse wenden kann, sondern die Pillen aus den eigenen Mitteln bezahlen soll.

Die privaten Krankenversicherungen

Die privaten Krankenversicherungen können in bestimmten Fällen die Kosten der Potenzmittel übernehmen, jedoch hängt das meistens vom Vertrag ab. Bei den meisten privaten Krankenversicherungen ist dieser Bereich in einer besonderen Regulierung zusammengefasst, sodass man gleich weiß, ob die Potenzmittel in Falle einer ED bezahlt werden, oder nicht. Dies kann nicht allgemein betrachtet werden, da sich auch die Krankenversicherungen voneinander unterscheiden. Es passiert jedoch sehr häufig, das die privaten Versicherungen die Zahlung dieser Mittel ablehnen, obwohl es im vertrag steht. Der Grund: Wenn der Versicherte eine Klage einreicht, dann hängt die Entscheidung davon ab, wo es vor Gericht kommt. Die Gerichte sind sich über solche Fragen noch immer nicht einig, also übernimmt der Kläger in solchen Fällen meistens alle Kosten auf sich. Deshalb sollte man sich den Vertrag gut durchlesen und vor dem Unterschreiben zusätzlich nachfragen, ob in solchen Fällen die Krankenkasse die Zahlungen übernimmt. Nur so kann man sicher sein, dass die Mittel auch bezahlt werden.

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