Laut MDK "Dresden" gesund nach Aktenlage

  • Hallo,


    gestern war ich wieder bei meinem Doc da meine AU bis zu diesem Tag ging und damit er mich weiter krank schreibt.
    Dies auch weil noch 2 Krankenhausaufenthalte anstehen zu denen mir die Einweisungen schon vorliegen.


    Als ich rein kam grinste er schon und sagte mir dann direkt das die KK Ihn Anfang der Woche angeschrieben hat und der
    MDK angeordnet hat das ich ab 01.03.2016 wieder arbeitsfähig sei. Ich selber habe bis heute kein Schreiben der KK.


    Es ist mir klar das der MDK das nach Aktenlage kann aber in meinem Fall verfügt der MDK bisher über keinerlei Befunde.
    Der MDK hat nur die ICD-Schlüssel die auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung angegeben sind. Es wurden keine Befunde
    bei meinem Hausarzt angefordert und ich habe auch keinen Arzt von der Schweigepflicht entbunden. Ich selber bin auch
    nicht zur Untersuchung beim MDK eingeladen worden aber der MDK kommt zu dem Schluss das ich mehr als 3 Stunden
    arbeiten kann und somit nicht mehr AU bin. Widerspruch kann ich ja nicht einlegen da ich selber bisher nichts von der
    KK erhalten habe. Mein Doc rät mir die Füße still zu halten und Ihn das machen zu lassen.


    Mein Doc sagt nun das er mich trotzdem am 01.03.2016 weiter krankschreiben wird da weder die Behandlung abgeschlossen
    ist noch alle Untersuchungen sowie die Krankenhausaufenthalte durchgeführt wurden und ich nicht arbeitsfähig bin.


    Kann dieses Vorgehen des MDK und der KK rechtens sein und kann es passieren das wenn mein HA mich weiter krank schreibt
    die mir einfach das Krankengeld einstellen ?

  • Hallo Justus,


    das ist die "übliche Vorgehensweise" der Krankenkassen.
    Sie wollen dich aus dem Krankengeldbezug drängen:


    Geht dein Arzt entgegen der Meinung des
    MDK von einer weiteren AU aus, dann muss er ein Zweitgutachten
    beantragen. Dieser Antrag schriftlich u.medizinisch begründen.

    Gleichzeitig musst Du , wenn der
    Bescheid der Krankenkasse vorliegt – (Einstellung Krankengeld)


    Widerspruch einlegen:

    Gutachten des MDK anfordern

    Widerspruch begründen


    Überprüfung des MDK nur nach Aktenlage, also ohne
    persönliche Begutachtung, sollte der Versicherte in seinem
    Widerspruch auf das Urteil des Hessischen Landessozialgerichts vom
    18.10.2007, Az.: L 8 KR 228/06 hinweisen. Nach diesem Urteil soll
    bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit der
    Einstellung der Krankengeldzahlung nicht nach bloßer Aktenlage
    entschieden werden


    Gruß
    Ancyst

  • Auch heute war nichts in der Post. Der HA hat das seit Dienstag. Der schreibt weiter krank und hat auf der aktuellen
    AU auch kein Enddatum eingetragen. Er ist ja nicht alleine mit seiner Meinung sondern es liegt eine Einweisung auf
    die neurologische Station durch einen Facharzt vor sowie eine Einweisung stationär in die Angiologie.


    Von den Einweisungen hat die KK und der MDK keine Kenntnis. Die haben nichts außer den ICD Schlüsseln.
    Mein Arzt wird kein Gutachten einfordern, hat er zumindest nicht gesagt sondern der zieht die Behandlung durch
    und ich soll Ihn machen lassen.

  • Wieso 3 Stunden - kennt auch dort der MDK die Arbeitsunfähigkeits-
    Richtlinien (AU-RL) nicht, § 2 Abs. 3 und Abs. 3a:


    Da steht doch 15 Stunden wöchentlich. Das sind 3 Stunden pro Tag oder verstehe ich etwas falsch ?


    Welcher MDK Stadt, damit andere Kranke schon mal wissen um welchen es sich handelt.


    Medizinischer Dienst der Krankenversicherung im Freistaat Sachsen e.V. Am Schießhaus 1, 01067 Dresden

  • .
    dachte, du beziehst bisher Krankengeld - hast du stattdessen Leistungen zur
    Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeit-
    suchende – „Hartz IV“) beantragt oder beziehst du diese Leistung?

  • Nein ich habe ALG 1 bezogen und dann Krankengeld. Ich decke meinen Bedarf und brauche derzeit kein ALG 2, zumindest nicht solange ich Krankengeld bekomme. Wenn das ausläuft muss ich ALG II beantragen.

  • .
    ja, deswegen meine ich gilt:


    Zitat


    Versicherte, die arbeitslos sind, ... sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht
    mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den
    sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt
    haben.


    Das wird doch Vollzeit gewesen sein - nicht nur 15 Stunden, oder?


    .

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