Aussteuerung Krankengeld - fehlerhafter Bescheid ?

  • Hallo,


    so nun bin ich auch in der Situation das man mich aussteuert. Ich habe
    mich hier mal etwas eingelesen: Sblue´s Krankengeld-Aussteuerungs- und Renten-Story


    Bin aber unsicher wie dies bei mir aussieht. Zum nachvollziehen hänge ich
    mal den "Aussteuerungsbescheid" sowie einen Bescheid über die laufende
    Auszahlung des Krankengeldes an. Solche Schreiben erhalte ich bei jeder
    Einreichung einer AU und Auszahlung des Krankengeldes. Einen Bewilligungsbescheid
    gab es nie sondern nur immer solche Schreiben bei jeder Auszahlung.


    Der Aussteuerungsbescheid ist für mich auch nicht nachvollziehbar da die
    KK keinerlei AU Zeiten aufführt.


    Ich möchte den "Bescheid" in Bezug auf die 78 Wochen, den fehlenden Angaben
    zu den Arbeitsunfähigkeitszeiten und evtl. wegen der Dauerwirkung widersprechen.


    Wie seht Ihr das ?
    Kann ich da das Musterschreiben von Machts Sinn in Teilen nutzen ?


    Nachtrag: Last euch nicht durch das Datum auf dem Bescheid verunsichern. Der Bescheid
    ist mir per Post nie zugegangen und wurde mir dann am 01.12.2016 nochmals in Kopie
    ausgehändigt. Die Frist läuft also bis zum 31.12.2016 und der Widerspruch ist mit dem
    Vermerk "Begründung folgt" gestern nachweislich (gegen Empfangsbestätigung) an die
    KK gegangen.

  • .
    Danke für´s Einstellen der Dokumente.


    Leider bin ich weitgehend verhindert.


    Also erst mal:
    warst du auch jeweils "bis auf weiteres" AU geschrieben?
    AU „bis auf weiteres“ oder „auf nicht absehbare Zeit“ bescheinigen lassen !
    hast du die Bewilligung mit Widerspruch angefochten?
    Widerspruch a u c h gegen die Krankengeld-Bewilligung einlegen !
    alte Textbeispiele gibt es auch hier
    Aussteuerung – Textbeispiele: Widerspruch und Antrag auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung
    Krankengeldeinstellung – Widerspruch – aufschiebende Wirkung
    Inzwischen hat sich aber manches bewegt, so dass die Texte
    optimiert werden könnten - gelegentlich.
    .

  • Hallo,
    ich konzentriere mich mal nur auf den Bescheid zum Leistungsende, den Rest überlasse ich Anton, da ich dort eine andere Meinung habe.
    Also, seit 2.10.2015 bekommst du Krankengeld - der grundsätzliche Anspruch beträgt 546 Tage (78 Wochen) in einem 3-Jahreszeiteaum.
    Da die Kasse den 3-Jahreszeiteaum in ihrem Bescheid nicht genannt hat, musst du davon ausgehen, dass der 02.10.2015 auch der Beginn ist. Demnach endet dieser Zeitraum am 01.10.2018. So, nun rechnen wir mal grob nach - vom 02.10 - 31.12.2015 sind es 90 KG-Tage und das gesamte Jahr 2016 setzen wir mit 365 Tage an, dann hätten wir zusammen 455 Tage, fehlen demnach bis 546 Tage noch 91 Tage, also komme ich auf den 01.04.2017 als Tag des Leistungsablaufs - meiner Meinung nach.
    Fuer mich ist dieser Bescheid total unschlüssig bzw. nicht nachvollziehbar - das wäre meine Widerspruchsbegruendung.
    gruss
    Czauderna

  • Hallo,


    der Aussteuerungsbescheid muss keine AU-Zeiten aufweisen.
    Aber Du gehst heute noch zur Krankenkasse und lässt
    Dir die Aufstellung AU-Zeiten geben.


    Schreiben bereits vom 1.12.16.

    Gruß
    Ancyst

  • Ersteinmal danke für die Antworten :-)



    Ich bin immer für einen Monat AU gewesen. Also z.B.
    Arbeitsunfähig seit 02.10.201
    Voraussichtlich AU bis 20.11.2016
    Festgestellt am 20.10.2016


    Der Bewilligung habe ich nicht wiedersprochen weil es keine gab. Es
    gab und gibt immer nur diese Schreiben wenn ich eine AU eingereicht
    habe und gezahlt wurde.



    Fuer mich ist dieser Bescheid total unschlüssig bzw. nicht nachvollziehbar - das wäre meine Widerspruchsbegruendung.


    Genau das ist im Moment auch mein Ansatzpunkt. Ich halte den Bescheid, wenn man dieses
    Schreiben überhaupt als Bescheid sehen kann, für unzureichend begründet, für mich
    nicht nachvollziehbar und somit für ungültig.


    Ich habe auch Zweifel das dieses Schreiben formal überhaupt einen Bescheid darstellt.

  • Hallo,


    der Bescheid ist so richtig.
    Was erwartest Du?
    Mi dem Bescheid müsstest Du dich längst bei der Arbeitsagentur melden.


    Gruß
    Ancyst


  • der Aussteuerungsbescheid muss keine AU-Zeiten aufweisen.
    Schreiben bereits vom 1.12.16.


    Hallo,
    wenn das so ist wie soll man dann nachvollziehen wie die KK auf die
    Zeiten kommt und ob der "Bescheid" überhaupt von der Berechnung
    her richtig ist ?
    Gibt es dafür das die KK das nicht angeben muss eine Rechtsgrundlage
    oder ähnliches ?


    Widerspruch ist ja schon weg, geht nur um die Begründung.

  • Bei der Krankenkasse erfragen.
    Die stellen Dir die Übersicht zur Verfügung.


    Der erstmalige Eintritt der Arbeitsunfähigkeit setzt für die
    ihr zu Grunde liegende Krankheit eine Kette aufeinander folgender
    Blockfristen in Gang, innerhalb derer wegen derselben Krankheit
    jeweils bis zu 78 Wochen (= 546 Tage) Krankengeld bezogen werden
    kann. Der Blockfristbeginn richtet sich ausschließlich nach dem
    Beginn der Arbeitsunfähigkeit und nicht nach dem Krankengeldanspruch
    oder der Krankengeldzahlung.

  • Hallo,


    der Bescheid ist so richtig.
    Was erwartest Du?
    Mi dem Bescheid müsstest Du dich längst bei der Arbeitsagentur melden.


    Gruß
    Ancyst


    Hallo,
    das war doch eher ironisch gemeint ? - Das ist kein Bescheid sondern eine Mitteilung - es ist zwar eine Rechtsbehelfsbelehrung dabei, aber es fehlen jegliche gesetzliche Grundlagen in diesem "Bescheid"
    Gruss
    Czauderna

  • Hallo Czauderna,


    nein Du liegst falsch.


    Ich kenne das Schreiben der AOK plus.


    Gruß
    Ancyst

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