Beiträge von ReallyAngry

    Leider habe ich es gelöscht und gerade keine Zeit zu recherschieren, aber im Deutschen Ärzteblatt stand tatsächlich folgendes und macht mich stutzig:
    (Wiedergabe eigene Wortwahl!):
    Damit sind Krankschreibungen auf Grund psychischer Probleme mit 35 Tagen im Durchschnitt länger, als die für Krebserkrankungen mit 32 Tagen.
    Äh.....??????

    Hallo Ihr,
    danke für eure Beiträge und Mitgefühl.
    Die Kette von MachtsSinn's Musterbeispielen entspricht dem Wortlaut meines Beschlusses:



    Kann mir das Einscannen ersparen, hi,hi.
    LG

    Hallo,
    ich hätte auch bla-bla schreiben können.
    Die Sache gegen die BG ist beendet. Das LSG Bremen hat meine Klage abgeschmettert.
    Das BSG hat ohne Begründung meine Nichtzulassungsbeschwerde nicht angenommen.
    Bliebe nur noch die Verfassungsbeschwerde - da hat mir mein Anwalt von abgeraten (sinnlos).


    Ich bleibe hier...muß mich jetzt aber erst einmal darum kümmern, dass ich nicht in die PI rutsche. Ich kann meine drei Darlehen nicht mehr bedienen. Den RA kann ich abstottern.
    Gegen strukturelle Gewalt kann sich ein Einzelner nur selten durchsetzen. Das ist in Deutschland nicht anders als in China oder sonstwo.
    Ich engagiere mich weiterhin für Gerechtigkeit und Umweltschutz. Neue Bündnisse braucht dieses Land (und die Welt).
    Beste Grüße
    ReallyAngry

    Es war einmal ein Mann, der sehr verwundert (anfangs) und dann richtig böse wurde, als er erfuhr, wozu unsere Daten benutzt werden (können).
    Er bekam unangeforderte Post von einem Hersteller für Babyprodukte und ihm wurde alles gute für sein zukünftiges Leben als Großvater gewünscht.
    Was war passiert? Das wollte er wissen und schrieb einen bitterbösen Brief an den Hersteller dieser Waren. Er wollte wissen, wie man dazu käme, zu wissen, dass seine 15 jährige Tochter schwanger sei ....unmöglich-tugendhaft und keusch wäre diese...


    Heraus kam, dass die Tochter in einem Supermarkt immer wieder Produkte einkaufte, die in einer Softwareanalyse einer bestehenden Schwangerschafts-Produkt-Palette zugeordnet werden konnte. Diese Daten wurden weitergeleitet und so kam es zu den Glückwunschen.


    Wenig später kam heraus, die Tochter ist schwanger. Volltreffer.


    Ich zahle immer noch bar und besitze auch keine Kundenkarten. Mein Handy ist ein uraltes Modell und liegt meistens in der Schublade. Mir reicht es, dass Amazon meinen Geschmack bei Büchern/Musik kennt und das Facebook gelegentlich Personen findet, die ich tatsächlich kenne.


    Die Leute sind naiv genug, Fitness Apps zu benutzen, usw. Könnte ja ein Rabatt rausspringen.


    Ich hatte auch mal eine "Fitness App": ein Büchlein des IVV (internationaler Volkswanderung Verein), in dem bis zu meinem krankheitsbedingten Ausscheiden jeder 10, 20 oder 42km Lauf bescheinigt war.
    Beste Grüße
    ReallyAngry
    (Melde mich hiermit zurück, nach einer notwendigen, längeren Pause) :baden:

    Auch die Bundesliga wird durch den Mammon regiert. Insofern ist es nur richtig, dass der FC Bayern im Alleingang und ohne viel Widerstand mal wieder DM geworden ist.
    Einfach nur noch schade. Auch wenn die tollen Fußball bieten ist es in der Bundesliga im großen und ganzen langweilig geworden. Wenigstens bleiben Abstiegskampf und der Kampf um die internationalen Plätze spannend.


    Bei den Krankenkassen werden Patienten (kranke Menschen) nur noch zum Kalkulationsfaktor. In der Bundesliga kommen die kleineren Vereine bei dem Kalkulationsfaktor "beste Spieler" mit den Bayern schon lange nicht mehr mit. Beides ist schlecht.
    Zeitgeist?

    Deutsches Ärzteblatt


    VERMISCHTES
    Trimm-Trab am Schreibtisch fördert die Gesundheit von Büroarbeitern
    Donnerstag, 16. April 2015 Berlin –
    Dynamische Arbeitsstationen, die Schreibtischarbeit mit Gehen oder Radfahren verbinden, haben nachweislich gesundheitsförderliche Wirkung, ohne dass darunter die Arbeitsleistung wesentlich leidet. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Im Rahmen der Studie wurden zwei dynamische Arbeitsplätze (Laufband und Sitzer­gometer) mit je zwei Intensitäten mit konventionellen Sitz- und ein Steharbeitsplätzen anhand fünf standardisierter Bürotätigkeiten verglichen.
    Das Ergebnis: Körperliche Aktivität, Herzfrequenz und Energieumsatz an den neuen dynamischen Arbeitsstationen deutlich erhöht. „Je nach Art und Intensität der Bewegung erhöht sich der Energieumsatz um bis zu 100 Prozent“, verwies stellvertretender IFA-Leiter auf die Studienergebnisse.
    Obwohl das Arbeitsergebnis sich durch die aktivierenden Maßnahmen nicht verschlechterte, stießen die dynamischen Arbeitsplätze bei den Anwendern nur auf mäßige Begeisterung. Lediglich drei der zwölf Versuchspersonen würden eine entsprechende Arbeitsstation in ihrem Büroalltag nutzen.Wesentliche Gründe für die ablehnende Haltung waren vor allem die unergonomische Gestaltung und sowie die potenzielle Ablenkungsgefahr.
    „Auch wenn die dynamischen Arbeitsstationen noch verbessert werden müssen, können wir schon heute sagen: Sie können prinzipiell einen Beitrag zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten leisten“, betonte Ellegast.© hil/aerzteblatt.de
    :banana: :banana: :banana:

    Hallo Daggi,
    ob ich aufgeben will?
    Na ja, ich habe ja erreicht, dass ich wegen mehrerer organischen Erkrankungen ausgesteuert werden muss und nicht wegen einer psychischen Erkrankung. Insofern habe ich mein Ziel erreicht. Ursache für meine Erkrankungen ist das sogenannte Sick building syndrome (Beginn 2007) und dessen Folgen (Vergiftung).
    Finanziell liegt kein großer Schaden vor, da ich ja ALG I erhalten habe, was ungefähr dem KRG entsprach.
    Das mich die AfA "verarscht" hat (Bewerben, EGV, Minijob annehmen trotz bestehendem Arbeitsverhältnis, Ablehnung der Gleichstellung, etc.) ist ein emotionaler "Schaden", für den die KK nichts kann.
    Das ist doch das gut funktionierende System an dem man nichts ändern muss.
    Also, für mich ist die Sache erledigt.
    LG
    RA

    Hallo,
    Klage gegen die KK ist jetzt erledigt. Der DGB Rechtsschutz sieht keinen weiteren Grund mehr, den Vergleich nicht anzunehmen.Die Nachfrage wegen Übernahme der 1/2 Kosten wurde wie folgt beantwortet:
    "Sie haben doch Rechtsschutz durch den DGB. Sie zahlen nichts."
    Na gut, dann bekomme ich jetzt noch Krankengeld für die Zeit vom 07.Juli 2012 bis 31.August 2012, welches mit dem erhaltenen ALG I verrechnet wird.
    Summa summarum: Ich habe wenigstens das SG, die KK, die Beitragszahler von Verdi, den Steuerzahler u.v.m. belastet und dafür gesorgt, dass viele unnötige Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das ist doch ein positives Fazit.
    Negativ ist, dass die Krankenkassen so weiter machen dürfen wie bisher: juristisch und politisch sanktioniert.
    LG
    RA

    Hallo,
    ich komme gerade vom RA. Der arbeitet genauso wie die von dir, Ancyst, vorgeschlagene Org.. Er macht jetzt Akteneinsicht und legt Nichtzulassungsbeschwerde beim BSG ein. Dann haben wir zwei Monate, um die zu begründen.
    Vorher prüft er natürlich die Sinnhaftigkeit mit mir zusammen.
    Es gibt ein paar "Spezialisten" in Deutschland, die einen in Verfahren vertreten, bei denen es um toxische Schädigungen geht. Meistens wollen die vorher "Cash" auf die Kralle, bevor die überhaupt in die Akte gucken.
    Dieser arbeitet auf der Basis: Honorar nur bei Erfolg (das belächelte Prinzip aus Amerika). Mal sehen, wie das weitergeht.
    Auch wenn man durchaus mal was abschließen sollte, mit dem Beschluss des LSG hätte die Sache für mich keinen Abschluss gefunden und ich wäre nicht zur Ruhe gekommen.
    Danke, dass ihr mir zuhört und Anteil nehmt.
    LG
    RA

    Hallo,
    nun gut, Idefix, bei meinem Versorgungsamt hat das ganze drei Wochen gedauert. Die waren bei dir wirklich schneller.
    Über die "Verhandlung" wegen GdB 50 berichte ich dann mal bei Gelegenheit. Hab' jetzt gerade keinen Bock.
    Klage wegen Aussteuerung:
    Ich habe einen Satz an den DGB Rechtsschutz geschickt. Dieser hat dann den einen Satz an das SG weitergeleitet und mir eine zweiseitige Kopie von diesem Wunderwerk geschickt.
    Kurz und knackig: Ich lehne das Vergleichsangebot der KK ab.
    Schaun wir mal, was als nächstes passiert.
    LG
    RA

    Hallo ihr,
    danke für eure Antworten und Hilfestellungen.
    Ich habe Mittwoch einen Termin bei einem Anwalt und geh das noch mal durch. Ich halte euch auf dem Laufenden.
    Und, ja, es sind ganz viele Fehler gemacht worden, in diesem Fall. Mein größter Fehler war, dass ich geglaubt habe, die "BG" wäre an einer Aufklärung und nicht Abwiegelung interessiert.
    Ich hatte im Widerspruchsverfahren Hilfe von jemandem, der vor 30 Jahren dafür gesorgt hat, dass Asbest verboten und die Folgekrankheiten (eher) anerkannt werden. Hat mir aber nichts genützt.
    LG

    Hallo,
    Danke an @ hier für die Infos.
    Da ich aus irgendeinem mir unbekannten Grund im "Unfallopferforum" keine Reaktion / Antworten erhalte, frage ich hier mal an.



    Die "Behauptung" des LSG, mein AG hätte eine Unfallanzeige gestellt ist schlicht falsch. (erlogen, erfunden, bei den Haaren herbeigezogen oder was auch immer).


    Die Tatsache, dass er dieses eben nicht gemacht hat, war (ist) genau
    eines meiner Hauptargumente -neben vielen anderen - in dem gesamten
    Verfahren gewesen.


    Mein Argument, dass der AG seiner gesetzlichen Verpflichtung (Melden
    eines Arbeitsunfalls) nicht nachgekommen ist, wird jetzt offensichtlich
    als falsche Tatsachenbehauptung meinerseits dargestellt.


    Das angebliche "teilweise Ausfüllen der Unfallanzeige meinerseits"
    erweckt doch den Eindruck, ich hätte die Unfallanzeige manipuliert. Oder
    sehe ich das falsch?


    Wenn dann der AG etwas gemeldet hat, dann war dieses Dokument jedenfalls nicht in der Verwaltungsakte.
    Hier die Hintergrundinfo zum Vorfall (verkürzt, trotzdem hoffentlich verständlich):
    Es kam zu einem Gasausbruch in meinem Hörsaal (=Klassenzimmer in einer
    militärischen Einrichtung). Ursache und Zusammensetzung dieses Gemisches
    sind nie abgeklärt worden.


    Das Ereignis ist schriftlich zeugennachweislich bestätigt.


    Mein "körperliches Gleichgewicht" veränderte sich schlagartig. Ich
    schaffte es ins Lehrerzimmer und bat die drei dort anwesenden Kollegen
    mit folgendem um Hilfe:


    "Es geht mir schlecht. Ruft bitte die Sanitäter (der Kaserne), einen
    Arzt oder die Feuerwehr. Aus, vor oder hinter der Heizung trat ein
    stechend-beißender "Geruch" hervor."


    Eine Kollegin drehte sich um zu mir und sagte: "Nein, tue ich nicht
    und alle drei verließen den Raum." Ich kollabierte, legte mich auf das
    Sofa und es gelang mir nach 10 Minuten die Sanitäter zu rufen.


    Ich wurde untersucht und per Krankenwagen in ein Krankenhaus verbracht.


    Zu diesem Zeitpunkt wußte ich nichts davon, dass es so etwas wie ein
    D-Arzt Verfahren oder genau vorgeschriebenes Procedere gibt, wenn der
    Verdacht auf einen Arbeitsunfall vorliegt.


    Ich schilderte dezidiert das Unfallgeschehen, wurde flüchtig
    untersucht und mit der Auflage, mich bei meinem Hausarzt vorzustellen,
    zum Dienstort zurückgeschickt. Ich ging zu Fuß zurück, nachdem ich mein
    letztes Bargeld als Gebühr (damalige €10) für die Behandlung zahlen
    musste.


    Zu Hause stellte ich fest, dass die Krankenhausärztin mir u.a. mit
    einem grippalen Infekt attestiert hatte. Am nächsten Tag ging ich in die
    Hausarztpraxis, schilderte dezidiert das "Ereignis" und wurde erst
    einmal für zwei Wochen AU-geschrieben. (Dermatologische Kontaktekzem und
    eine angebliche Neurasthenie). Ich wurde aufgefordert, die Unterlagen
    des Notfalleinsatzes der Sanitäter zu besorgen. Das Sanitätszentrum
    informierte später meinen Hausarzt darüber, dass keine Dokumentation des
    Einsatzes erfolgt sei.


    Die Arztpraxis und ich bemühten uns drei Wochen lang, ein von der
    Dienststelle angefertigtes Protokoll über den Vorfall zu erhalten. Wir
    scheiterten. Alle hätten was gehört, aber keiner wüßte, wo das Protokoll
    sei.


    Mir ging es zunehmend schlechter (schwerste neurologische Ausfälle).


    Im Oktober rief ich bei meiner Personaldienststelle an und erfuhr, dass
    meine AU nicht als "unfallbedingt" registriert war. Daraufhin schrieb
    ich an die Fachkraft für Arbeitsssicherheit (meldete sozusagen selbst
    den Unfall) und erfragte, was zu tun sei.


    Als Anwort kam ein "Unfallmeldebogen" für mich zum Ausfüllen. Diesen
    erhielt ich 4 Wochen später zurück vom AG , mit Unterschriften eines
    "Vorgesetzten" und des Betriebsratsvorsitzenden. Zwischenzeitlich hatte
    ich erfahren, wer meine "BG" ist. Ich schrieb die an und wurde
    aufgefordert, die Unterlagen zu schicken. Eine Unfallanzeige seitens des
    Arbeitgebers wäre noch nicht eingegangen.


    Also schickte ich den Unfallmeldebogen (von mir ausgefüllt) dort hin
    und bat um Aufnahme der Ermittlungen. Das vom Arbeitgeber gefertigte
    Protokoll lag mir jetzt vor, weil es mir von jemandem "übergeordnet"
    gegeben wurde. Ich verwies darauf, dass der Sachverhalt z.T. unrichtig
    geschildert war, schickte es mit.


    Schlüsselsatz in dem angeferigten Protokoll, vier Tage nach "Ereignis":


    Der Kasernenkommandant, der Dienstellenleiter und noch jemand hatten
    entschieden, dass man den Vorfall nicht an die Unfallkasse melde müßte.


    Und daraus macht das Landessozialgericht oben geschilderten Tatbestand.



    Wer kann helfen?


    LG

    RA

    Muss die Nichtzulassungsbeschwerde von einem Rechtsanwalt eingereicht werden oder kann ich die selber schreiben und der Anwaltszwang besteht erst, wenn die Klage zugelassen wird?
    Den DGB kann man hier knicken, der hat eine weitere Vertretung schon nach der ersten Instanz abgelehnt.
    Gruß
    RA

    Hallo,
    was soll ich dazu noch vortragen?
    Fakt ist: Der Arbeitgeber hat keine Unfallanzeige erstattet. Es gibt auch keinen Eintrag im Verbandbuch. Die Unterlagen über die Erstuntersuchung durch die Sanitäter der Bundeswehr gibt es auch nicht.
    Nach Einweisung per Krankenwagen in eine Klinik wurde ich, obwohl ich dezidiert den Vorfall (plötzlich auftretende, stechend -beißende "Geruchswolke") geschildert habe, mit der Diagnose "grippaler Infekt" zum Hausarzt verwiesen.
    Ein D-Arzt Verfahren ist nicht eingeleitet worden.
    Wozu auch, hatte man mir doch eine psychogene Reaktion unterstellt.
    Und nein, eine kompetenten Rechtsanwalt habe ich auch nicht. Wovon soll ich den denn bezahlen?
    Der DGB Rechtsschutz hat mich "vertreten" und nichts unternommen, außer vor Gericht (SG) zu ducken. Beim LSG war ich ohne RW.
    Ich könnte Beschwerde beim BSG einlegen.
    Nach meiner Kenntnis brauche ich dafür einen RW. PKH wird nicht funktionieren, da ich eine Immobilie und ein großes Grundstück besitze.
    Bleibt eigentlich nur, dass hinzunehmen.
    Ach ja, man hatte mir ja angedroht, Kosten für das Verfahren aufzuerlegen. Davon ist nun nicht mehr die Rede. Die 12 seitige Entscheidung war kostenlos.
    Wär auch der Hammer gewesen, wenn ich für bullshit hätte bezahlen müssen.
    LG

    Hallo,
    ich habe jetzt mit einer Zeile geantwortet:
    Ich lehne das Vergleichsangebot der KK ab.
    Wozu hab' ich denn Hilfe vom DGB Rechtsschutz? Was soll ich dazu sagen, außer dem, was MachtsSinn schrieb?
    Ich halte euch auf dem Laufenden.
    Jetzt kommt erst mal die Verhandlung gegen das "schnellste" Versorgungsamt der Welt.
    Das Urteil des LSG gegen die Anerkennung eines Arbeitsunfalls muss ich auch erst noch verdauen. Auffallend ist, dass die nicht mal ansatzweise auf meine Argumentation eingegangen sind.
    Langsam glaube ich zu verstehen, warum es Menschen gibt, die der Auffassung sind, dass Argumente nicht mehr weiterhelfen.
    LG
    RA

    Hallo ihr Lieben,
    gestern kam der Beschluss des LSG bezüglich der Frage: gab es im September 2009 einen entschädigungspflichtigen Arbeitsunfall.
    Hier der Beginn des Beschlusses des LSG Niedersachsen-Bremen bez. meiner Revision gegen das Urteil des Sozialgerichtes Bremen (Revision ist abgewiesen, per Beschluss kein entschädigungspflichtiger Arbeitsunfall):

    Zitat

    Am 09.November 2009 /10.November erstattete der Arbeitgeber der Klägerin, das …(Name des Arbeitgebers und Dienstort), eine Unfallanzeige gegenüber der Beklagten, wonach die 1961 geborene und als… (Tätigkeit) tätige Klägerin am 03.September 2009 einen Unfall erlitten habe. Die Klägerin, die die Unfallanzeige zum Teil selbst ausfüllte….Den Anlagen zur Unfallanzeige ist zu entnehmen, dass die Klägerin sich bereits vor Erstattung der Unfallanzeige darum bemüht hatte, dass der Unfall vom Arbeitgeber angezeigt werde…


    Und ich dachte immer, dass der Arbeitgeber per Gesetz verpflichtet ist, ein (mögliches) Unfallereignis sofort bei der BG anzuzeigen! Merkt euch also, liebe Arbeitgeber: Muss man nicht, es reicht wenn man die Anzeige mehr als zwei Monate später erstellt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Anzeige an die Unfallkasse geschickt habe. Und schickt die Anzeige dann am besten gleich an zwei Tagen dorthin, dann kommt sie bestimmt an.
    Geschockte GrüßeReallyAngry

    Meine Kasse nimmt wie folgt Stellung:
    Dem Vergleich kann in dieser Form nicht zugestimmt werden. Insbesondere die Kostenverteilung wird diesseits nicht getragen.
    In der mündlichen Verhandlung wurde bei längerem Krankengeldbezug eine Kostenverteilung von 2/3 zu 1/3 vereinbart.
    Nunmehr würde die Klägerin weniger bekommen, bei voller Kostenlast der Beklagten.
    (weil ich ja rückwirkend 2013 auf September 2012 verrentet worden bin)
    Da die Klägerin bei einem Krankengeldbezug bis zum 31.08. 2012 (statt 07.07.2012) das bestmögliche Ergebnis erzielen würde, erscheint ein Vergleich nur unter folgenden Bedingungen möglich:
    1. Die Beklagte gewährt der Klägerin unter Abänderung des Bescheides vom 23.03.2012 in Gestalt des Widerspruchbescheides vom 03.09.2012 Krankengeld in gesetzlicher Höhe bis zum 31.08.2012
    2. Im übrigen nimmt die Klägerimn die Klage zurück.
    3. Die Beklagte trägt die notwendigen außergerichtlichen Kosten der Klägerin zur Hälfte.
    Es sei bezüglich der Kosten noch darauf zu verweisen, dass unbegrenzt Krankengeld beantragt wurde und lediglich knappe zwei Monate nachträglich gezahlt werden. Eine Teilung der Kosten erscheint damit, auch unter Bezug auf den widerrufenen Vergleich nur konsequent.


    Ich soll jetzt dazu Stellung nehmen. Bis zum 20.03. ...dicker Hals...die Gegenseite darf sich ihre "sweet ass time" nehmen, und ich habe Kapriolen zu schlagen, wenn die sich dann mal dazu bequemt haben, sich zu äußern.
    Und ich hab' natürlich keinen blassen Dunst, wie ich mich dazu äußern soll. Hilfe!!!
    LG
    ReallyAngry

    Hallo Daggie,
    VBL-Rente...dann kann ich ja davon ausgehen, dass die mir rückwirkend dann das ALG I (wesentlich höher als die volle EM Rente) anrechnen werden. Bei Eintritt der EM Rente war ich ja schon "ausgesteuert".
    Diese komische Rückdatierung hat ja sogar die Klage gegen meine Krankenkasse dem Grunde nach fast obsolete gemacht...es geht nur noch um Tage und nicht mehr Monate. Ich für meinen Teil steig da schon lange nicht mehr durch....will ich auch nicht mehr.
    Jetzt steht der Termin wegen Antrag auf Schwerbehinderung (GdB 50 ohne an Merkzeichen, Klage 2012 eingereicht). Ich gehe davon aus, dass die mir ebenfalls einen "reinwürgen" werden, da ich ja Krankheiten habe, die es offiziell gar nicht gibt.
    Werde berichten.
    LG
    RA

    Zitat

    Der Anspruch auf Krankengeld bleibt bestehen, wenn nach dem Ende der ärztlich festgestellten
    Arbeitsunfähigkeit deren Fortdauer wegen derselben Krankheit am nächsten Arbeitstag, der ein
    Werktag ist, ärztlich festgestellt wird.


    Auch wenn ich nicht zur Zeit davon betroffen bin, ich stelle mir gerade vor, wie sich dieser Satz auf "meinen Krankengeldfall" ausgewirkt hätte. In dem Zeitraum (angeblich) 78 Wochen hatte ich um die 26 verschiedene Diagnosen - querbeet durch sämtliche ICD-10 Verschlüsselungen.
    Wenn jemand z.B. die Diagnose "Lungenkrebs" erhält, dann ist die Sache wohl eindeutig. Was, wenn man eine V.a. Diagnose erhält, zum Beispiel MS und nach Ausschlussdiagnostik ergibt sich z. B. nach 8 Wochen eine "Somatisierungsstörung". Ist dann das Krankengeld futsch, weil andere Krankheit?
    Ich glaube, die SG werden mit dieser Formulierung noch mehr zu tun bekommen.
    Das nur ein Aspekt, MachtsSinn hat die anderen Problemzonen mal wieder hervorragend herausgefiltert.
    LG
    RA