Beiträge von daggi58

    GESUNDHEIT: Niederlande als Vorbild im Kampf gegen Krankenhauskeime


    Der deutsche Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat am Montag
    einen 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung multiresistenter Krankenhauskeime vorgelegt
    .
    Deutsche Medien wie Tagesschau und Deutschlandfunk verweisen in diesem Zusammenhang
    auf die vorbildlichen Präventionsmaßnahmen in niederländischen Krankenhäusern.
    Schützen die Niederlande Patienten wirklich besser vor multiresistenten Bakterien als Deutschland?
    Hier die wichtigsten Fakten:


    Um welche Keime geht es?
    Das Hauptaugenmerk der Medien liegt auf dem Methillicin-resistenten Staphylococcus aureus – kurz MRSA.
    Ein gesunder Mensch merkt meist nichts, wenn er mit dem Bakterium in Kontakt kommt, doch bei i
    mmungeschwächten Personen kann er schwere bis tödliche Infektionen verursachen.
    Die meisten Antibiotika wie Penicillin sind dabei unwirksam. Neben dem MRSA gibt es noch viele
    weitere antibiotikaresistente Bakterien wie beispielsweise Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) oder Bakterien,
    die Extended-Spectrum-Beta-Laktamasen (ESBL) bilden und damit bestimmte Antibiotika spalten.


    Man vermutet, dass die Resistenzen aufgrund von häufigem Antibiotika-Einsatz bei Mensch und Nutztier entstehen.


    Wie weit sind antibiotikaresistente Keime verbreitet?Laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention
    und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hatten die Niederlande 2013 gemeinsam mit Norwegen (0,7 Prozent)
    und Schweden (1,0 Prozent) die geringste MRSA-Durchseuchung der Bevölkerung in Europa.
    Tests an Bakterienisolaten zur Antibiotikaempfindlichkeit ergaben, dass in den Niederlanden
    im Jahr 2013 nur 1,2 Prozent der untersuchten Isolate resistent waren. In Deutschland waren es 12,7 Prozent.


    Auch bei der VRE-Rate liegen die Niederländer mit 0,2 Prozent vor den Deutschen (0,5 Prozent).


    Was machen niederländische Kliniken anders?Die Niederlande verwenden mehr Energie auf Kontrolle und Prävention.
    Dort hat beispielsweise jede Klink einen Krankenhaushygieniker. Dessen Aufgabe besteht darin,
    Krankenhausinfektionen zu verhindern, zu erkennen und zu bekämpfen.
    Deutsche Krankenhäuser mit weniger als 400 Betten – etwa zwei Drittel aller Kliniken – müssen
    keine hauptamtlichen Hygieniker anstellen.


    Des Weiteren werden in den Niederlanden alle Risikopatienten bei der Krankenhausaufnahme
    auf antibiotikaresistente Keime getestet. „Heute untersuchen wir sämtliche Risiko-Patienten – egal,
    ob sie Infektionssymptome aufweisen oder nicht –, auf die ‚Big Five‘ der multiresistenten Erreger“,
    erklärte Alex Friedrich, Professor für Hygiene an der Universität Groningen und Projektleiter
    des EurSafety Health-net, im Februar gegenüber Stern. Die Untersuchung geschieht am besten
    vor einer stationären Aufnahme. Ist der Patient jedoch bereits im Krankenhaus, wird er isoliert,
    bis das Ergebnis bekannt ist, um eventuelle Ansteckungen anderer zu verhindern.
    Wurde bei einem Patienten beispielsweise MRSA entdeckt,
    wird dieser – unter Einhaltung von strengen Kleidungs-, Hygiene- und Putzvorschriften – isoliert gepflegt.
    Diese Vorschriften für Risikopatienten gelten so auch in Deutschland.
    Auch Krankenhaus-Mitarbeiter werden in den Niederlanden regelmäßig auf MRSA untersucht, i
    n Deutschland hingegen gibt es keine generelle Empfehlung zum Screening von Mitarbeitern.


    MRSA ist in den Niederlanden seit 2007 meldepflichtig, in Deutschland erst seit 2009.
    Auf der Website des Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) können alle
    MRSA-Meldungen im Land – geordnet nach verschiedenen MRSA-Typen – eingesehen werden.
    So können Patienten Einblick in den Hygienezustand in ihrer Region nehmen.
    Zudem gibt es in den Niederlanden eine zentrale Datenbank, auf die landesweit
    jeder Krankenhaushygieniker Zugriff hat.


    Niederländische Veterinär- und Humanmediziner werden außerdem bei der Verwendung
    von Antibiotika von Seiten des RIVM kontrolliert.
    Tatsächlich ist der Verbrauch von Antibiotika in niederländischen Krankenhäusern im Jahr 2013
    von 11,34 auf 10,81 DDD pro1000 Einwohner gesunken.
    Im Bereich der Tiermedizin ist der Antibiotika-Kauf seit 2009 um ganze 58 Prozent zurückgegangen.


    Orientiert sich Gröhes 10-Punkte-Plan an den Niederlanden?In vielen Punkten orientiert sich der
    10-Punkte-Plan an bewährten Kontroll- und Präventionsmaßnahmen, wie sie auch in den Niederlanden
    durchgeführt werden. Gröhe will die Meldepflicht verschärfen und das Klinikpersonal schulen,
    um unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika zu verhindern. Patienten sollen künftig vor
    planbaren Krankenhausaufenthalten auf multiresistente Keime untersucht werden.
    Die Kliniken werden fortan verpflichtet, bestehende Hygieneregeln konsequenter umzusetzen;
    wie dies gelingt, soll veröffentlicht werden. Tier- und Humanmedizin sollen besser zusammenarbeiten
    und Resistenzen und Verbrauch von Antibiotika soll überwacht werden.


    In der deutsch-niederländischen Grenzregion weiß man schon länger, dass man von den Nachbarn
    im Westen bei der Krankenhaushygiene lernen kann. Bereits 2005 wurde ein erstes
    grenzüberschreitendes Präventionsnetz (EUREGIO MRSAnet) gegründet.
    2009 folgte dann das Euregio-Projekt EurSafety Health-net, das Wissen und Maßnahmen
    im Gesundheitssektor zwischen den Ländern synchronisieren möchte, um damit die
    Patientensicherheit zu erhöhen. „Nachdem Studien Ende der 90er Jahre zeigten, dass
    die Prävalenzraten für MRSA in Ländern wie zum Beispiel den Niederlanden und Dänemark
    bis zu 20 Mal niedriger sind als in Deutschland, stand für mich fest, dass eine Kooperation
    mit diesen Ländern in einem Europa der Zukunft unerlässlich ist, um eine Harmonisierung
    der Versorgungsqualität zu erreichen“, so Projektleiter Professor Alex Friedrich auf der
    Homepage des Projekts.


    https://www.uni-muenster.de/Ni…0324krankenhauskeime.html



    Man beachte, dass dieser Beitrag vom März 2015 ist.
    Hat sich inzwischen irgend etwas geändert???
    Scheinbar nicht.......

    Wer in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, hat nicht allein deshalb schon Anspruch auf Arbeitslosengeld,
    wenn er seinen Job verliert.

    Fast ein Viertel aller Arbeitslosen macht im vergangenen Jahr diese bittere Erfahrung.


    ast 600.000 Menschen sind einem Medienbericht zufolge trotz einer zuvor bestehenden versicherungspflichtigen
    Beschäftigung direkt in die staatliche Hartz-IV-Grundsicherung gerutscht. Besonders betroffen seien Künstler
    und andere Kreative mit nur kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen, schrieb die "Saarbrücker Zeitung".
    Das Blatt beruft sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.


    Die Betroffenen erfüllten demnach entweder die Voraussetzungen für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung
    nicht oder verdienten vorher so wenig, dass sie ihre Bezüge mit Hartz IV aufstocken mussten.
    Insgesamt ging es laut Regierung rund 580.000 Menschen so. Das waren 23 Prozent aller im letzten Jahr arbeitslos gewordenen Personen.


    Die Grünen im Bundestag kritisierten dies scharf. Künstler und andere kurzfristig Beschäftigte müssten damit rechnen,
    trotz Beitragszahlungen nur in Ausnahmefällen Arbeitslosengeld zu erhalten, sagte deren arbeitsmarktpolitische
    Sprecherin Brigitte Pothmer. "So droht die Arbeitslosenversicherung ihre Legitimation zu verlieren."


    http://www.n-tv.de/wirtschaft/…z-IV-article19777377.html

    Spürbares Rentenplus im Osten

    Die über 20 Millionen Rentner in Deutschland können sich auf eine deutliche Steigerung ihrer Bezüge zur Mitte des Jahres einstellen.
    Die gesetzlichen Altersbezüge steigen zum 1. Juli im Westen um 1,9 Prozent und im Osten sogar um 3,6 Prozent.

    Die Rentner in Deutschland können auch in diesem Jahr mit einem spürbaren Anstieg ihrer Altersbezüge rechnen.
    Die Beträge sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen.
    Das teilte das Bundessozialministerium in Berlin mit. Damit gleichen sich die Renten in Ost und West weiter an:
    Aktuelle beträgt der Rentenwert in den neuen Bundesländern 95,7 Prozent des Rentenwerts in den alten Ländern.
    Bisher lag er bei 94,1 Prozent.


    Weitere Steigerungen in ähnlicher Höhe
    Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung dürften die Renten auch in den kommenden Jahren etwa
    in der Größenordnung des diesjährigen Zuwachses zulegen. Die Anhebung orientiert sich an der Lohnentwicklung.


    2016 hatte es ein außergewöhnlich hohen Zuwachs gegeben: Die Renten wurden um 4,25 Prozent im
    Westen und 5,95 Prozent im Osten angehoben - so stark wie seit 23 Jahren nicht mehr.
    Allerdings waren die damaligen Erhöhungen auf Einmaleffekte in der Rentenentwicklung durch eine
    Umstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückzuführen.


    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/rente-anhebung-101.html



    Was für eine Freude..... man bedenke, was man sich als Rentner mit dem Plus alles leisten kann......

    Hallo Czauderna,


    diese Rubrik nennt sich Zitat des Tages.
    Hier kann jeder User Zitate, Aphorismen, Gedichte etc. einstellen
    die er gut findet, die ihn ansprechen und die in diesem Moment relevant für ihn sind.
    Meist haben diese Beiträge hier nichts mit aktuellen Beiträgen im Forum, Themen oder Entwicklungen zu tun.


    Da ist eigentlich nix verwirrendes dran, oder?

    Es ist viel schwerer, über sich selbst zu richten,
    als über andere zu urteilen.
    Wenn du es schaffst, selbst über dich gerecht zu werden,
    dann bist du ein wahrer Weiser.

    Antoine de Saint-Exupery

    Hier ein Leserbrief vom 18.03.2017 aus einer regionalen Tageszeitung HNA


    Zu Martin Schulz, dem Kanzlerkandidaten der SPD

    "Ich bin ratlos, warum Schulz so positiv in den Medien dargestellt wird.


    Er möchte gern die Auszahlung des Arbeitslosengeldes II verlängern.
    Das dadurch die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung steigen müssen,
    die alle Erwerbstätigen zahlen, erwähnt er nicht.


    Schulz verzichtet großzügig auf sein Übergangsgeld.
    Das es sowieso mit seinem zukünftigen Einkommen verrechnet wird,
    erwähnt er nicht.


    Schulz saß jahrelang in verschiedenen Gremien der SPD.
    Warum hat er sich nie kritisch zur Agenda 2010 geäußert?


    Martin Schulz beruft sich auf seine Leistungen als früherer Bürgermeister
    einer Stadt.
    Laut Medienberichten hat sich in seiner Amtszeit der Schuldenberg dort massiv erhöht.


    Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass der SPD seit Jahren das
    Wirtschafts- und Sozialministerium "gehört".


    Warum hat die SPD das bisher nicht genutzt?

    B. Hagenauer

    @ Machts Sinn,
    @ Ancyst,


    ihr habt BEIDE Recht.......
    die SPD muss sich schämen für ihre "politischen Entscheidungen"
    der letzten Jahre.
    In den letzte Wochen habe ich mich verwundert gefragt, ob die SPD in
    den letzten Jahren in der Opposition gewesen ist.
    Alles Neu macht der Schultz?
    Warum wird nicht schon seit Jahren mehr für die soziale Gerechtigkeit getan?

    Den Unterschied zwischen Demokraten und Populisten beschreibt der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz so:


    Populisten machen aus den Sorgen der Menschen Angst und daraus Hass.
    Demokraten nehmen die Sorgen der Menschen ernst und arbeiten an einer Lösung.
    Das sei die "vielleicht entscheidende Trennlinie zwischen Demokraten und Rechtspopulisten".
    Wenn das stimmt, dann ist diese Trennlinie ziemlich schmal.

    Das zeigt ausgerechnet die erste große programmatische Rede, die "The Schulz" zu Beginn der Woche gehalten hat.



    Auf einer SPD-Konferenz beschrieb Merkels Herausforderer erstmals genauer, was aus seiner Sicht schiefläuft am deutschen Arbeitsmarkt
    und wie er das ändern will. "Das sogenannte Normalarbeitsverhältnis gerät immer mehr unter Druck – mit allen Folgen für die
    sozialen Sicherungssysteme", lautete einer seiner Kernsätze. Die Ungleichheit nehme zu, weil es "immer mehr prekäre Arbeit" gebe.
    Und selbst ein guter Berufsabschluss bedeute "nicht mehr automatisch Sicherheit". Die Probleme sind demnach gewaltig.


    Doch die Grenze zwischen "Sorgen ernst nehmen" und "Angst schüren" ist fließend. Wie berechtigt sind die von
    Schulz angeführten Sorgen wirklich? Eine Prüfung der Fakten weckt Zweifel.


    Gibt es immer weniger Normalarbeitsverhältnisse und immer mehr prekäre Arbeit? Statistiken belegen eher das Gegenteil.
    Prekär heißt unsicher. Zu der Kategorie zählen üblicherweise befristete Arbeitsverträge, Minijobs, Leiharbeit und auch eine
    Tätigkeit als sogenannter Solo-Selbstständiger, das sind Selbstständige ohne Angestellte. In den vergangenen Jahren hat
    die Leiharbeit tatsächlich zugenommen. Im Vergleich zum Jahr 2006 wuchs sie um 370.000 auf eine Million Stellen.
    Alle anderen genannten Erwerbsformen gingen jedoch zurück: die Befristungen um 200.000 auf 2,5 Millionen, die
    Minijobs um 80.000 auf 4,8 Millionen und die Solo-Selbstständigen um 120.000 auf zwei Millionen.
    Einfach addieren darf man die Zahlen nicht, weil es Überschneidungen gibt. Aber der von Schulz angesprochene Zuwachs
    lässt sich kaum konstruieren.


    Eine Kategorie von Jobs fehlt in dieser Aufzählung: die sogenannten Werkverträge. Sie sind eigentlich nichts Ungewöhnliches.
    Ein Maler, der zu einem vereinbarten Preis ein Zimmer tapeziert, handelt im Rahmen eines Werkvertrages.
    Der Auftraggeber vergütet ihn nicht nach Stunden, sondern bezahlt für das fertige "Werk".
    Nach Darstellung des Deutschen Gewerkschaftsbundes missbrauchen Firmen solche Vereinbarungen aber zunehmend.
    Sie hebelten damit Tarifverträge aus oder beschäftigten ihre Mitarbeiter sogar als Scheinselbstständige.
    Die Arbeitgeberverbände bestreiten, dass es so einen Trend gibt. Eine verlässliche Statistik existiert nicht.


    Umstritten ist auch, wie Teilzeit zu beurteilen ist. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
    sagt: "Jede Teilzeit als prekär anzusehen, halte ich für falsch. Es gibt auch nur ein Teil der Betroffenen an, unfreiwillig Teilzeit zu arbeiten."
    Das Statistische Bundesamt zählt Teilzeit mit weniger als 20 Wochenstunden zur "atypischen" Beschäftigung.
    Diese Teilzeit ist seit 2006 minimal zurückgegangen (um 14.000 auf 568.000). Am Gesamtbefund ändert sie also nichts.
    Die statistisch erfasste prekäre Arbeit wächst nicht mehr.


    Vor 2006 war das anders. Da nahmen die prekären oder auch "atypischen" Jobs tatsächlich zu.
    Damals hätte das "immer mehr" von Schulz gestimmt. Doch seit diesem Wendepunkt ist der Trend ein anderer.
    Seit 2006 entstanden rund 1,5 Millionen "normale" Arbeitsplätze, das heißt unbefristet, sozialversicherungspflichtig,
    in Vollzeit und nicht als Leiharbeit. Das Statistische Bundesamt, das auch Teilzeit mit über 20 Wochenstunden dazurechnet,
    kommt sogar auf 2,7 Millionen Stellen. Demnach boomt schon seit zehn Jahren vor allem eines: das sogenannte Normalarbeitsverhältnis.


    Und zwar "mit allen Folgen für die sozialen Sicherungssysteme", wie Schulz – mit freilich anderer Intention – anmerkte.
    Die Sozialkassen sind gefüllt wie lange nicht. Ob Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- oder Pflegeversicherung:
    Die Beitragseinnahmen haben Höchststände erreicht. Deshalb wird bei der Pflege und bei der Rente seit geraumer Zeit diskutiert,
    neue Leistungen zu gewähren, und bei der Arbeitslosenversicherung darüber, den Beitragssatz zu senken.


    Große Angst verbreiten, aber wenig Lösungen anbieten?Schulz’ Behauptung, "ein hoher Berufsabschluss und eine
    gezielte Berufswahl bringen heute nicht mehr automatisch Sicherheit", scheint auch fragwürdig. Angst, in Arbeitslosigkeit zu stürzen,
    ist für jemanden mit Berufsabschluss heute so unbegründet wie selten zuvor. Die Arbeitslosenquote unter Menschen
    mit abgeschlossener Lehre betrug zuletzt 4,6 Prozent, und ist damit so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
    Die Arbeitslosenquote von Hochschulabsolventen lag noch tiefer, bei 2,4 Prozent. Vor 20 Jahren war sie beinahe doppelt so hoch.
    Wenn Bildung also jemals Sicherheit bot, dann heute.


    Dennoch behauptet Martin Schulz, die Unsicherheit sei heute größer und die Menschen spürten das: "Die Abstiegsängste nehmen zu."
    Das reiche bis in die Mittelschicht hinein. Ängste zu vermessen ist nicht einfach, weil Umfragen je nach Formulierung
    unterschiedliche Ergebnisse produzieren können. Doch es gibt Untersuchungen, die seit 30 Jahren mit der immer gleichen
    Fragestellung der Angst vor Arbeitslosigkeit oder sozialem Abstieg nachspüren.


    Eine solche Umfrage hat der Leipziger Soziologe Holger Lengfeld ausgewertet. Mit dem Ergebnis: Seit 2006 fürchten sich Jahr für
    Jahr weniger Menschen vor dem sozialen Abstieg. Das gilt quer durch alle Schichten. Während im Jahr 2006 noch 60 Prozent der
    Befragten angaben, sie sorgten sich um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes, lag der Wert zuletzt bei 42 Prozent.
    Um ein Jahr mit noch deutlich weniger Angst zu finden, muss man bis zum Jahr 1990 zurückgehen.


    Die Zahlen decken sich mit der Analyse der Meinungsforscherin Renate Köcher. Der Chefin des Allensbach-Instituts zufolge wächst
    der Anteil derer, die ihren Arbeitsplatz als sicher einstufen, seit gut zehn Jahren. Immer mehr Bundesbürger gäben auch an, mit ihren
    wirtschaftlichen Verhältnissen zufrieden zu sein. Nur an einem Punkt gibt es einen Bruch: bei der Frage, ob sie allgemein den nächsten
    zwölf Monaten hoffnungsvoll entgegensähen. Dieser "Optimismuspegel" sei Mitte 2015 innerhalb weniger Wochen eingebrochen,
    von knapp 60 Prozent optimistisch Gestimmten auf 34 Prozent. Das liege an den Flüchtlingen.
    Was aber bietet der SPD-Kanzlerkandidat den Menschen an, um die von ihm beschriebenen Probleme am Arbeitsmarkt zu lösen?
    Als Stopp gegen prekäre Jobs verspricht er, befristete Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund zu verbieten.
    Das würde zumindest einen Teil der atypischen Stellen betreffen, wie viele genau, ist unklar.


    Schulz fordert außerdem neue Mitspracherechte für Betriebsräte und bessere Regeln für eine Familienarbeitszeit.
    Die meiste Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, weil er laut über das Arbeitslosengeld nachdachte. Es gehe "an die Existenz", beklagte der Kandidat,
    wenn ein Mann mit 50 Jahren seinen Job verliere und dann nur 15 Monate Arbeitslosengeld bekomme. Was daraus folgt, blieb allerdings unscharf.
    Man müsse "Qualifizierungsangebote schaffen", sagte Schulz. Offenbar, so verstanden es viele, will er das Arbeitslosengeld länger
    als bisher zahlen und dafür mit einer Weiterbildung verbinden.


    Das klingt einleuchtend. Bloß gibt es diese Möglichkeit längst, auch wenn viele das nicht wissen:
    Wenn jemand an einer Weiterbildung teilnimmt, verlängert sich der Anspruch auf Arbeitslosengeld.
    Diese im Fachjargon Alg-W genannte Unterstützung bezogen zuletzt knapp 70.000 Bundesbürger.


    So ganz trifft Martin Schulz die Wirklichkeit in Deutschland anscheinend noch nicht. Nimmt man die von ihm beschriebenen
    Sorgen trotzdem ernst – zu wenig Normalarbeitsplätze, große Abstiegsgefahr –, dann erscheinen im Vergleich dazu seine
    bisher offerierten Lösungen eher mickrig. Große Angst verbreiten, aber wenig Lösungen anbieten?


    Um nicht für populistisch gehalten zu werden, muss Schulz noch an seinem Programm arbeiten.

    Von Kolja Rudzio


    http://www.zeit.de/2017/09/arb…aeftigung/komplettansicht



    "Make Germany great again???"

    Jan Fleischhauer
    Spiegel Online
    Kolumne


    Interressant.......



    Schulz-Hype
    Der Trump aus Würselen
    Das Faible für Pleiteprojekte, Flüge im Privatjet, die Inszenierung als Außenseiter:


    Ist an Schäubles Vergleich von Martin Schulz mit Donald Trump doch mehr dran, als man auf den ersten Blick meinen sollte?

    Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz mit dem
    amerikanischen Präsidenten Donald Trump verglichen. Beide seien Populisten, die eine
    gesellschaftliche Spaltung herbeireden würden, sagte Schäuble im SPIEGEL.
    Offenbar traut Schäuble dem SPD-Mann zu, das zu schaffen, was auch Trump geschafft hat,
    nämlich gegen alle Erwartungen die Macht zu erobern, was schon mal ein großes Lob ist.
    Dennoch ist die Aufregung riesig: Der Vergleich sei "absurd", "hysterisch" und "peinlich", erklärten führende Sozialdemokraten.


    Wenn einer der Generalsekretäre aus der Union Schulz mit Trump verglichen hätte, müsste man
    keinen Gedanken daran verschwenden. Aber wenn Schäuble so etwas sagt, wird er sich etwas
    dabei gedacht haben. Es gibt wenige Menschen, die in ihrem politischen Leben so viel erlebt und
    gesehen haben wie der ewige Minister. Seit über 44 Jahren sitzt er in dem Parlament, in das Schulz erst hinein will.


    Auf den ersten Blick verbindet Trump und Schulz nicht viel, das muss man klar sagen.
    Der eine hat viel Geld mit dem Kauf und Verkauf von Immobilien gemacht; der andere hat sein Leben
    im Wesentlichen damit zugebracht, vor anderen Politikern schwungvolle Reden zu halten. Trump beschimpft jeden,
    der anderer Meinung ist, als dumm, gefährlich oder überschätzt. Schulz zieht übers Land und erklärt,
    warum er den amerikanischen Präsidenten für eine Gefahr hält. Das ist zwar streng genommen ebenfalls eine
    Beschimpfung, aber weil er sagt, was alle denken, fällt das unter Tatsachenbeschreibung.


    Männer des Volkes?


    Man muss genauer hinsehen, um die Parallelen zu entdecken. Da sind die Haare als Unterscheidungsmerkmal,
    um mit dem Offensichtlichsten zu beginnen. Trump trägt sie auf dem Kopf, Schulz im Gesicht.
    Dabei gilt seit den Anfangstagen der Republik, dass Politik mit Bart in Deutschland nicht funktioniert.
    Helmut Kohl hat damit gegen Rudolf Scharping sogar eine Wahl gewonnen.
    Aber so etwas ignoriert Schulz einfach, so wie Trump alle Witze über seine Frisur ignoriert hat.


    Beide Politiker schaffen es bei ihren Auftritten, unter den Anhängern wahre Begeisterungsstürme auszulösen,
    das ist eine weitere Gemeinsamkeit. Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber es funktioniert.
    Ich habe Schulz nur einmal in meinem Leben reden hören:
    Obwohl ich über vieles völlig anders denke, war ich hingerissen.


    Sowohl Schulz als auch Trump präsentieren sich als Männer des Volkes, die das Establishment
    aufmischen werden - Gemeinsamkeit Nummer drei. Die Konkurrenz kann tausendmal darauf
    hinweisen, dass sie in Wahrheit Teil der Elite sind, gegen die sie antreten: Das perlt einfach an ihnen ab.
    er einmal in Brüssel war, weiß, dass es keinen Ort gibt, der weiter weg vom Volk sein könnte als diese Stadt.
    Das ist nicht EU-Bashing, das ist die Wahrheit. Aber das interessiert bei Schulz nicht, so wie bei Trump nie
    der Hinweis auf seine Golfplätze und Penthäuser zündete.


    Auch die Neigung, es mit dem Geld anderer Leute nicht so ganz genau zu nehmen, verbindet die beiden Politiker.
    Im SPIEGEL kann man diese Woche lesen, wie Schulz in Brüssel großzügig Getreue unterstützte.
    Laut "Sunday Times" soll er eine ziemlich aufwendige Amtsführung an den Tag gelegt haben,
    zum Beispiel mit der regelmäßigen Nutzung von Privatfliegern.


    Schon der Wahlkampf für den Vorsitz der EU-Kommission war von Schmuhvorwürfen überschattet.
    Kaum ging es los, stellte sich heraus, dass Schulz seinen Twitteraccount als Parlamentspräsident für die
    neue Aufgabe als Kandidat eingespannt hatte. Dann gab es 2014 eine unschöne Geschichte wegen d
    er Tagegelder, die Schulz als EU-Parlamentspräsident auch noch während des Europawahlkampfs kassierte.
    Erst fünf Wochen vor der Wahl verzichtete er darauf.


    Teures Spaßbad in Würselen

    Die größte Übereinstimmung zwischen dem Mann aus der Nähe von Aachen und dem Mann aus New York
    ist sicherlich die Liebe zu großen Projekten. Ein Reporter des "Tagesspiegels" hat sich neulich die Mühe gemacht,
    mal nachzusehen, was das politische Erbe von Schulz in seiner Heimatstadt Würselen ist.
    Bevor er nur noch Europa kannte, war er dort elf Jahre lang Bürgermeister. Schulz ist sehr stolz darauf,
    weshalb er bei jedem Auftritt darauf hinweist.


    Leider ist seine Hinterlassenschaft in Würselen nicht ganz so glänzend, wie der Reporter herausfand.
    An den Folgen der Entscheidung des Bürgermeisters, am Stadtrand ein Spaßbad hochzuziehen,
    trägt die Gemeinde noch heute. So wie Trump gerne Kasinos oder Hotels baut, für die andere die Rechnung
    übernehmen müssen, bestand Schulz auf die Errichtung des Aquana mit Riesenrutsche und Piratenschiff.
    Da ließ er sich auch nicht von einer Bürgerinitiative abhalten, die lieber das marode Stadtbad saniert hätte.


    Das Aquana ist der Trump-Plaza des Rheinlands: ein "Fiasko schönefeldesker Ausmaße", wie
    der "Tagesspiegel" schreibt. Die SPD hat übrigens anschließend nach Schulz' Abgang erst einmal kein Bein
    mehr auf den Boden bekommen. Alle 23 Direktmandate gingen bei der nächsten Kommunalwahl an die CDU,
    so sauer waren die Leute über das Pleitebad.


    Ich glaube, man muss Schäubles Vergleich nicht als Warnung an die Wähler, sondern als Warnung an
    die eigenen Leute verstehen.
    Wiegt euch nicht in Sicherheit, will er ihnen sagen: Tut den Schulz-Hype
    nicht als Medienblase ab. Auch Trump hat am Anfang keiner ernst genommen, und dann war er an allen
    Konkurrenten vorbeigezogen, inklusive der Favoritin, die alle schon für die sichere Siegerin hielten.



    http://www.spiegel.de/politik/…ch-kolumne-a-1134277.html

    Hallo Lisa,


    ohne jetzt den gesamten Thread noch einmal gelesen zu haben....
    hast du uns mitgeteilt, welche Art von Tätigkeit vor deiner Arbeitslosigkeit
    und der angefangenen Weiterbildung ausgeübt hast und was noch wichtig wäre...
    dein Alter?
    Die Tätigkeiten, die du nun noch ausüben "könntest" sind so zu sehen an einer
    Hand abzuzählen. Ich bin gespannt, was man dir vom Jobcenter anbieten kann.
    Hast du schon Beratungsgespräche mit deinem Fallmanager über deine weitere
    berufliche Zukunft gehabt? Auch via Jobcenter gibt es verschiedene Angebote für
    Menschen, die längere Zeit krank waren oder 50 + und die sich neu orientieren müssen in Bezug
    auf die weiteren beruflichen Möglichkeiten.
    Ich bin ein entschiedener Gegner von Zeitarbeitsfirmen, oder befristeten Arbeitsverträgen -
    aber es gibt in Deutschland einige wenige, die relativ seriös sind.
    Wenn du herausfinden möchtest, ob du VZ arbeiten kannst, wäre es für den
    Anfang vielleicht gar nicht mal die schlechteste Lösung - es kommt immer darauf an, welchen
    Beruf man ausüben möchte - oder kann.
    Du könntest auch über ein befristetes Praktikum in einem Unternehmen von 4- 6 Wochen nachdenken -
    natürlich bezahlt.......

    Hallo Rembrandt,


    du hast bis vor zwei Wochen Krankengeld erhalten, d.h. du hattest vorher einen Anspruch auf ALG I?
    Wenn du seit Monaten bei deiner Mutter lebst, wohin ging dann deine Post von der AOK unf ggf. von der Agentur für Arbeit?
    Ab wann bist du denn laut MDK wieder arbeitsfähig?



    Ohne nähere Informationen wird man dir hier wenig helfen können.

    ....
    und weil diese Gedichte und Zitate so schön und zeitlos sind.....

    ...
    Liebe besteht nicht darin, daß man einander ansieht,
    sondern daß man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt.


    Antoine de Saint - Exupery

    ...
    Samen aber sind unsichtbar. Sie schlafen geheimnisvoll in der Erde,
    bis es einem von ihnen gefällt aufzuwachen.
    Dann reckt er sich und streckt zunächst einen reizenden kleinen harmlosen Zweig
    zaghaft der Sonne entgegen.
    Handelt es sich dabei um einen Zweig von Radieschen oder einen von Rosen,
    kann man ihn wachsen lassen, wie er will.
    Wenn es sich aber um eine schädliche Pflanze
    handelt, muss man sie schon als Spross
    herausreißen.
    Auf dem Planeten des kleinen Prinzen
    gab es schreckliche Samen …
    Das waren die Samen der Affenbrotbäume.
    Der Boden seines Planeten war ganz überdeckt von ihnen.
    Und wenn es zu spät ist, wird man einen Affenbrotbaum dort niemals mehr los.
    Er erstreckt sich über den ganzen Planeten und durchbohrt ihn mit seinen Wurzeln.
    Und wenn der Planet zu klein ist und zu viele Affenbrotbäume auf

    ihm wachsen, kann er explodieren.


    "Der kleine Prinz"

    .....
    [anmerkung]Weihnachten lädt uns zur Gemeinsamkeit ein,
    zum Nehmen und Geben, zum Zuhören und Verstehen.
    Es ist das Fest der Herberge und des Friedens.
    Am schönsten feiern wir es, wenn jeder hilft,
    dem Nächsten ein Gefühl der Geborgenheit zu geben.

    Richard von Weizsäcker[/anmerkung]


    Ich wünsche allen Forumsmitgliedern und Gästen ein schönes Weihnachtsfest
    --- und das niemand die Feiertage alleine verbringen muss.....
    :x2:

    Hallo,
    im konkreten Fall bezieht die Dame seit einiger Zeit Krankengeld,
    war kürzlich via DRV zur REHA und wurde dort als AU entlassen.
    Nun hat sie einen Fragebogen von der AOK erhalten, den sie innerhalb
    kurzer Zeit ausfüllen soll.
    Ob dort eine Rechtsgrundlage mit drauf steht, da muss ich noch einmal nachfragen.
    Aber wie hier zu lesen ist.......


    [anmerkung]Darüberhinaus muss der verwendete Fragebogen in Inhalt und Umfang dem Grundsatz
    der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Dies bedeutet, dass Fragen, die für die Leistungsprüfung
    nicht notwendig sind, auch nicht zulässig sein können.[/anmerkung]


    ist das wieder so eine "Wischi-Waschi" Aussage, die alles und nix bedeutet.

    Frage:


    Jemand bezieht Krankengeld von seiner AOK.


    Ist er verpflichtet, den ihm zugeschickten Selbstauskunftsbogen
    auszufüllen und an die KK zurück zu senden, oder kann er auf
    eine Einschätzung seines Arztes verweisen?


    Aus eigener Erfahrung weiss ich um die "Fallen"in so einer "Selbsteinschätzung"

    Die gute Konjunktur und die nur leicht ansteigenden Kosten pro Versichertem bescheren den
    gesetzlichen Krankenkassen ein dickes Plus. Die Rücklagen wachsen stetig an. Besonders profitieren die Marktführer.


    Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Quartalen einen Finanzüberschuss von 1,55 Milliarden Euro erzielt. Sie konnten damit ihr Plus im dritten Quartal fast verdreifachen. Im ersten Halbjahr verbuchten die Kassen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Plus von 589 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatten die 117 Kassen noch ein Defizit von 359 Millionen Euro einstecken müssen. Das Ministerium rechnet damit, dass bis Jahresende der Überschuss noch weiter ansteigen wird. Zusammen mit den Rücklagen im Gesundheitsfonds liegen die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherung bei 16 Milliarden Euro.


    Im Oktober war bereits der Schätzerkreis davon ausgegangen, dass aufgrund der guten Finanzlage
    die Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten im nächsten Jahr im Schnitt konstant bei rund 1,1 Prozent
    bleiben können. Ungeachtet der positiven Entwicklung in diesem Jahr gehen die Krankenkassen von
    steigenden Beiträgen ab dem Jahr 2018 aus.


    Als ein Grund für die entspannte Finanzsituation gilt neben erhöhten Einnahmen wegen der guten Konjunktur auch,
    dass die Ausgaben pro Versichertem moderat um 3,2 Prozent gestiegen sind. Dies sei der niedrigste Anstieg
    seit 2012, teilte das Ministerium mit. Er liegt zugleich deutlich unterhalb des Zuwachses, den der Schätzerkreis
    im Oktober vergangenen Jahres für 2016 prognostiziert hatte. Bei Arzneimitteln betrug er lediglich 2,8 Prozent.


    Den größten Finanzüberschuss erzielten die Ersatzkassen mit den Marktführern TK und Barmer GEK.
    Ihr Überschuss lag nach den ersten drei Quartalen bei rund 757 Millionen Euro.

    Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) lagen mit 559 Millionen Euro,
    die Betriebskrankenkassen (BKK) mit 91 Millionen Euro,
    die Knappschaft-Bahn-See mit 125 Millionen und
    die landwirtschaftliche Krankenversicherung mit 26 Millionen Euro im Plus.
    Die Innungskrankenkassen (IKK) wiesen hingegen ein leichtes Defizit von sieben Millionen Euro aus.

    http://www.n-tv.de/politik/Kra…inne-article19279576.html

    719 Euro müssen reichen


    Wer in Deutschland ein Einkommen von weniger als 1033 Euro monatlich hat, gilt als arm.
    Laut einer Studie sind 13,4 Millionen Menschen von Armut bedroht. Ihr Durchschnittseinkommen
    beträgt sogar nur knapp 700 Euro.
    In Deutschland leben viele Menschen deutlich unterhalb der Armutsschwelle:
    Das monatliche Durchschnittseinkommen der Armutsgefährdeten in Deutschland
    lag 2015 bei 719 Euro - und damit fast 30 Prozent unterhalb der offiziellen Armutsschwelle
    von 1033 Euro. Dies geht aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor.
    Die Statistiken hatte die Linksfraktion im Bundestag angefordert.
    Rund 13,4 Millionen Menschen waren demnach 2015 von Armut bedroht.


    Nach EU-Definition gilt als armutsgefährdet, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren
    Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2015 lag dieser Wert für Alleinlebende in
    Deutschland bei 1033 Euro im Monat.


    Aus den Angaben von Eurostat ergibt sich, dass die von Armut bedrohten Menschen,
    also alle, die weniger als 1033 Euro im Monat haben, tatsächlich durchschnittlich nur über 719 Euro im Monat verfügen.


    Zunächst hatte die "Saarbrücker Zeitung" über die Zahlen berichtet.
    "Schon mit 1033 Euro im Monat ist das Leben ein ständiger Kampf mit den Rechnungen",
    sagte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, der Zeitung.
    "Millionen Menschen haben aber noch deutlich weniger und werden oft genug vom Lebensnotwendigen ausgeschlossen."



    http://www.n-tv.de/politik/Mil…enze-article19265151.html


    Armes Deutschland!!!

    Mit Nebentätigkeiten Zehntausende Euro zusätzlich kassieren?

    Das gelingt offenbar vielen Richtern an Bundesgerichten.
    Aufsätze oder Urteilsbesprechungen:
    Richter am Bundesfinanzhof verdienen damit besonders gut.



    Richter an Bundesgerichten verdienen laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ mit Nebentätigkeiten
    Zehntausende Euro zusätzlich.
    Spitzenreiter seien die Richter am Bundesfinanzhof, berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben der Behörde.


    Sie hätten für das vergangene Jahr eine durchschnittliche Gesamtvergütung aus anzeigepflichtigen Nebentätigkeiten
    von 29.772 Euro gemeldet. Rund zwei Drittel stammten nach Angaben des Finanzhofs aus Veröffentlichungen
    wissenschaftlicher Kommentare, Aufsätze, Urteilsbesprechungen und aus anderer „schriftstellerischer Tätigkeit“.
    Richter am Bundesarbeitsgericht kamen demnach nebenbei auf im Schnitt 12.558 Euro,
    beim Bundessozialgericht auf 11.190 und am Bundesgerichtshof auf 10.501 Euro.
    Hinzu komme noch jeweils ein niedriger vierstelliger Betrag durch genehmigungspflichtige Tätigkeiten, hieß es.
    Vom Bundesverfassungsgericht hatte die Zeitung keine Angaben bekommen.


    http://www.handelsblatt.com/po…aetigkeiten/14930752.html