Beiträge von Czauderna

    Hallo,

    der Arbeitgeber kann Vorerkrankungszeiträume bei der Berechnung der Entgeltfortzahlung nur dann berücksichtigen, wenn er er auch sicher sein kann, dass es auch wirklich um anrechenbare Vorerkrankungen handelt. Dies kann er bei der zuständigen Krankenkasse erfahren. Erst wenn diese eine entsprechende Bestätigung erteilt hat kann eine Anrechnung vorgenommen werden. Die Crux liegt hier demnach, hat der Arbeitgeber diese Bestätigung der Kasse oder hat er sie nicht und offenbar hat er sie nicht. Wir haben in der Vergangenheit diese Klärung, wenn die Fortzahlungsszeiträume seitens des Arbeitgebers nicht gestimmt haben diese Klärung natürlich selbst vorgenommen, in dem wir zunächst den behandelnden Arzt befragt haben und dann den Arbeitgeber informiert. Ich persönlich würde meinem Arbeitgeber schriftlich informieren, dass er sich diesbezüglich an die Kasse wenden soll und der Kasse eine entsprechende Kopie dieses Schreiben zukommen lassen - im Vorfeld das Ganze natürlich auch mündlich, damit es ggf. schneller geht.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo Anton, hallo Tabu,

    Ihr werdet euch doch wohl nicht zerstreiten - das ist wirklich ein Forum, bei dem es keine Pflicht zu Mitarbeit, also zur Antwort auf Fragen gibt. Entweder es geschieht freiwillig oder gar nicht. Genauso wenig sollte man, wenn die Reaktion nicht so ausfällt, wie man sich das vorstellt "nachtreten" - meine ich.

    Tabu - leider kann auch ich dir an dieser Stelle nicht mehr viel weiterhelfen, da es jetzt nicht mehr um die Krankenkasse sondern um die Gerichtsbarkeit geht und da bin ich dann doch auf Dauer nicht der geeignete Helfer bei Fragen und Problemen - hoffen wir mal, dass sich hier ein Experten Sachen Sozialgerichtsbarkeit findet - wenn nicht - du kennst dich inzwischen aus in der Forenwelt.

    Gruss

    Czauderna

    PS: Abwesend vom 09.09 - 17.09.2018

    Hallo liebe Leser und Nutzer dieses Forums,

    es ist eigentlich nicht im Sinne dieses Forums, dass man als interessierter Leser auf Beiträge bzw. ganze Themen per Link in anderen Foren dazu verleitet wird zum Mitbewerber zu wechseln und danach wieder zurück, wenn man dann das auch wirklich will, aber angesichts der Tatsache, dass es sich hier um ein Endlosthema handelt, dass tatsächlich parallel in verschiedenen Foren von Anton (Machts Sinn) behandelt wird, soll es eben hier so sein, aber gewollt ist das sicher nicht.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo Mareike,

    habe ich vergessen - wenn es sich um eine Behandlungsmethode handelt, die noch keinen Eingang in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse gefunden hat, dann wird die Sache schwieriger - es müssen dann zwei Fragen geklärt werden - einmal, ist eine Operation medizinisch notwendig, eine Empfehlung durch einen Arzt reicht da grundsaetzlich nicht aus, und zum zweiten, wenn die erste Frage mit "ja" beantwortet wurde, gibt es Alternativen, die von der Kasse übernommen werden können.

    Was ich noch fragen möchte - du schreibst, du müsstest einen Teil der Kosten selbst tragen - danach hast du schon eine konkreter Auskunft deiner Kasse erhalten ?

    Gruss

    Czauderna

    Hallo und willkommen im Forum

    Erst mal ist hier dein behandelnder Arzt gefordert, denn er stellt ggf. Die Verordnung von Krankenhauspflege aus, wenn die Sache stationär gemacht werden soll.

    Wird die Op. Ambulant durchgeführt und verlangt der Operatuer eine Kostenzusage der Krankenkasse, dann benötigst du ein entsprechendes Attest, aus dem die medizinische Notwendigkeit dieser Operation hervorgeht. Damit stellst du bei der Kasse einen Kostenuebernahmeantrag.nwichtig ist, dass es sich beim Operateur um einen Vertragsarzt bzw. Um eine Vertragseinrichtung handelt.

    Die Kasse wird dann den MDK einschalten und ein Gutachten erstellen lassen. Der MDK benötigt dafür einen aktuellen Befundbericht und am besten auch entsprechende Fotos.

    Am besten wäre natürlich wenn du persönlich zum MDK vorgeladen würdest.

    Grundsätzlich gilt, wenn eine solche Op. Medizinisch notwendig ist, dann handelt es sich auch um eine Kassenleistung (Vertragsbehandlung).

    Gruß

    Czauderna

    Hallo Tabu,

    das mit dem öffnen muss an dir bzw. natürlich an deinem System liegen - bei mir ging des glatt - es ist das Schreiben der Kasse, wonach dem Widerspruch hinsichtlich der Blockfrist abgeholfen wurde die Einschränkung des Dispositionsrechts aber beibehalten wurde.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo Tabu,

    Und Deine kritische Mitarbeit bleibt uns hoffentlich nicht erspart. Und Dein Gesunder Menschenverstand kann auch helfen, wenn es auch nicht immer Logik in der Sache steckt. Die wichtigsten Entscheidungen in unserem Leben

    treffen wir … auf der emotionalen Ebene!


    Da ist was wahres dran, allerdings bin ich über die Formulierung "Und Deine kritische Mitarbeit bleibt uns hoffentlich nicht erspart." - leicht irritiert, denn ich sehe mich zum einen in der Funktion als Moderator darin das Forum auch für den Mitleser so zu moderieren, dass es auch für so ziemlich alle verständlich, nachvollziehbar und vor allen Dingen empfehlenswert ist und zum anderen sehe ich mich auch als User in diesem Forum, der seine Beiträge nach besten Wissen und Gewissen aber auch aufgrund der realen Berufserfahrung zum besten gibt, dass da auch ab und zu mal ein kritischer Ton dabei ist, liegt in der Natur der Sache, aber sehe ich mich hier nicht als der Chefkritiker an jedem und allem.

    Gruss

    Czauderna

    PS - Anton wird sich sicher noch melden

    Hallo,

    ich bin nun wirklich kein Jurist, kann also nur mit meinem (hoffentlich noch) gesunden Menschenverstand antworten.

    Ich nehme an, wenn der Fristablauf beispielsweise am 30.09. ist, dass auch da die Klage einschl. der Begründung beim zuständigen Sozialgericht eingereicht sein muss und nicht erst am 29.09. oder am 30.09. versendet wird, also tatsaechlich dann doch erst nach dem 30.09. bei Gericht eingegangen ist, meine ich.

    Was dein PS. angeht - ja, das ist die große Frage aller Fragen "Was mach Sinn ?" - kleiner Scherz - ansonsten weiß ich nur, er lebt noch und ist auch weiterhin in seiner Sache aktiv.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo Idefix,

    das ist richtig, aber in diesem Zusammenhang irreführend, denn nicht jeder, der krank ist, ist auch arbeitsunfähig. Wir reden in diesen Fällen immer über Krankengeld und den Anspruch darauf. Anspruch auf Krankengeld besteht aber nur dann, wenn neben einer Versicherung mit Krankengeldanspruch auch Arbeitsunfähigkeit vorliegt - Krankheit alleine genügt nicht.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    Tut mir leid, aber da muss ich passen. Dazu müsste ich wirklich sehr viel mehr wissen.

    Ich kenne auch nicht die "Strategie" der Rentenversicherung in solchen Faellen.

    Logisch gesehen sollte es so sein, dass die Rentenversicherung eher nicht zur Rentenbewilligung tendieren sollte.

    Gruß

    Czauderna

    Hallo,

    auf den Rentenbeginn hat die Krankenkasse keinen Einfluss, der wird allein von der Rentenversicherung festgelegt. Gerade dann, wenn es um Erwerbsminderungsrente geht und z.B. ein Reha-Antrag in einen Rentenantrag um gedeutet wurde kann der Rentenbeginn wesentlich vor der formellen Rentenantragstellung liegen. Wichtig, und das hast du ja schon selbst erkannt ist , ab wann die Erwerbsminderung vorgelegen hat und wann demzufolge, unter Beachtung der sechs Monate dann die befristete Rente frühestens beginnen darf. Wie gesagt, die Entscheidung trifft die Rentenversicherung - nach meinem Dafürhalten gilt als Beginn der Erwerbsminderung entweder das Antragsdatum für die Reha, also bei einer Umdeutung oder aber auch der Tag, nach Entlassung aus der Reha. Die DRV fordert übrigens keine Beiträge zurück sondern die Krankenkasse ab Rentenbeginn. Der Erstattungsanspruch der Kasse beträgt maximal die Netto-Rente, d.h. Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht Bestandteil des Erstattungsanspruchs - die Beiträge aus dem Krankengeld zur Renten- und Arbeitslosenversicherung werden voll zurückerstattet an den Versicherten, also dem Rentenkonto nicht gutgeschrieben, jedenfalls kenne ich es noch so.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    Ich kenne es so, dass gezahlte RV-Beitraege aus dem Krankengeld zurueckgezahlt werden an Kasse und ggf. Versicherte ab Rentenbeginn.

    In der Praxis läuft das so - wenn die Kasse vom Rentenantrag Kenntnis genommen hat, dann meldet sie beim Rentenversicherungstraeger ihren Ersatzanspruch dem Grunde nach an, wird dann der Rentenbescheid erteilt, macht die Kasse eine entsprechende Abrechnung mit der Rentenversicherung und zahlt dem Versicherten seine Anteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie zur Pflegeversicherung zurück.

    Dieser Erstattungsanspruch geht allerdings nur bis zum Rentenbetrag, war das Krankengeld höher, verbleibt die Differenz beim Versicherten.

    Gruß

    Czauderna

    Hallo Anton,

    70 Jahre - das war 1948 - mit deiner Ansicht stellst du das Grundgesetz in Frage.

    Hast du zufällig die Sendung (Fernsehspiel) gesehen wo es um die Frage ging, ob ein Pilot mit seiner Entscheidung

    nach

    Recht und Gesetz gehandelt hat oder ob er sich der fahrlässigen Tötung von Passagieren schuldig gemacht hat ?.

    Ich meine mich erinnern zu können, dass die Meinung der Zuschauer darüber sehr geteilt war.

    Damit soll es dann auch wieder genug von meiner Seite zu diesem Thema sein - es ist schließlich dein Feld.

    Gruss

    Guenter

    Hallo Anton,

    ja, dieser Fall ist wirklich sehr schwer nachvollziehbar für einen Nichtjuristen. Nach der heutigen Rechtsprechung wäre das kein Thema mehr.

    Auch das in der Urteilsbegründung sogar auf die neuere Rechtsprechung Bezug genommen wird, trotzdem aber an dem Grundsatz festgehalten wurde, dass es eben damals nicht so war, versteht man als Laie erst mal nicht. Aber man muss auch das sehen - in anderen Bereichen unserer Rechtsprechung gibt es genau solche "unglaubliche" Urteile wo es nur darauf ankam, was zum Zeitpunkt des "Delikts" galt, z.B. Alter des Täters, Wert des betreffenden Objekts, Vertragsinhalte (Tarifvertrag) usw., usw. - und wir sollten beachten, dass es nicht wenige Urteile gibt, die genau aus einer dieser Gründe von Vorteil für die jeweils Betroffenen waren und auch in Zukunft sein werden. Die Rechtsprechung in einer Demokratie sind manches mal schwer auszuhalten, gehören aber eben genau deshalb dahin.

    Gleichwohl - was dieses Urteil angeht - schwer zu verstehen.

    Gruss

    Guenter

    Hallo,

    nein, musst du nicht - um einen Widerspruch zu formulieren muss man nicht Jura studiert haben, genau genommen musst du noch nicht einmal eine Widerspruchsbegründung abgeben, was allerdings nicht sehr schlau wäre, aber rein rechtlich genügt die rechtzeitige Abgabe des Widerspruchs um die Kasse

    zu beschäftigen.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    ja, das ist richtig - die Frage ist allerdings ob eben diese reinen Behandlungstage unter diesen "Sozialdaten" einzuordnen wären - ich meine, nein, sind sie nicht, was allerdings nichts an meiner grundsätzlichen Aussage ändern soll.

    Gruss

    Czauderna