Beiträge von Czauderna

    Hallo

    Wenn der Arbeitgeber einer Wiedereingliederungsmassnahme nicht zustimmt, dann gibt es keine. Ob das jetzt von Vorteil fuer den Arbeitnehmer ist oder zum Nachteil, dass kommt auf die Sichtweise und natuerlich auf den individuellen Fall an, beides kann aber sein. übrigens, das Logo mit dem " ich bin krank"' - das passt hier nicht her, es geht um "Arbeitsunfaehigkeit" - es gibt mit Sicherheit zigtausende von Menschen, die trotz einer Krankheit nicht arbeitsunfaehig sind. ich glaube, ich habe das schon mal geschrieben, tue es aber zur Sicherheit jetzt noch einmal.

    Gruß

    Czauderna

    Hallo,

    am besten ich schildere mal einen ähnlichen Fall aus der Praxis im Ablauf . Unser Beispiel-versicherter, Herr Mustermann, war seit mehreren Wochen arbeitsunfähig wegen eines Rückenleidens und bezog auch schon Krankengeld, nachdem sein Arbeitgeber bereits die sechs Wochen Gehalt gezahlt hatte.

    Seine Krankenkasse schaltete nun den MDK ein und legte diesem die letzten Befundberichte des behandelnden Arztes vor, welche dieser der Kasse auf Anforderung überlassen hatte. Der MDK hielt nun nach Aktenlage unseren Herrn Mustermann nicht mehr für arbeitsunfähig und schrieb das auch in sein Gutachten. Darauf schrieb die Kasse Herrn Mustermann an und teilte ihm am Mittwoch mit, dass mit dem folgenden Sonntag die Krankengeldzahlung einstellen würde und er wieder arbeiten gehen sollte. Als Grundlage für ihre Entscheidung führte die Kasse das MDK-Gutachten (nach Aktenlage) an, welches sie ihm sogar mit den entscheidenden Passagen direkt mitschickte. Herr Mustermann war fassungslos und sauer, sein Hausarzt auch. Aber anstatt, wie eigentlich üblich war in solchen Fällen hat sich Herr Mustermann nicht schriftlich bei der Kasse beschwert und Widerspruch eingelegt sondern ist am Montag

    an seinem Arbeitsplatz erschienen und hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Allerdings musste er bereits nach zwei Stunden dieselbe wieder beenden. Seinem Arbeitgeber hat er dann den Ablauf geschildert, da war der auch sauer - was sollte er mit einem arbeitsunfähigen Mitarbeiter anfangen, also schickte er, und natürlich hätte Herr Mustermann auch ohne diese Aufforderung so gehandelt, Herrn Mustermann wieder zum Arzt, nicht, ohne vorher auch die Kasse zu kontaktieren und dort mächtig Dampf abzulassen. Herr Mustermann bekam nun vom Arzt eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und brachte diese am gleichen Tag noch zur Krankenkasse. Dort war man nun etwas ratlos, denn nun lag ja wieder ein neuer Fall vor, zwar mit der alten Diagnose, aber trotzdem war es ein neuer Fall und es bestand ab Dienstag (damals galt noch das alte Recht) wieder ein Krankengeldanspruch und die Kasse musste sofort zahlen weil der Arbeitgeber ja bereits seine sechs Wochen erfüllt hatte. Die Kasse hat dann erneut den MDK eingeschaltet, diesmal ging es aber nicht mit einem Gutachten nach Aktenlage ab und siehe da, Her Mustermann war arbeitsunfähig solange er es war und bekam sein Krankengeld dann auch anstandslos - zugegeben, er hatte einen Tag (Montag) Verlust, aber das würde ja heute nicht mehr so sein.

    Soweit meine Schilderung - ob dieses Beispiel auf den hier geschilderten Sachverhalt anwendbar sein könnte, das kann ich natürlich nicht beurteilen - genau so wenig wie Anton das mit seinem Link tun kann.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    ich würde mir keine 4 Wochen Zeit lassen - sofort Widerspruch einlegen (schriftlich) - dort auf Rechtsanwalt (Rechtsschutzversicherung) hinweisen -erklären, dass medizinische Widerspruchsbegründung folgt und Einsichtnahme in Gutachten verlangen. Danach, mit Schreiben der TK. zum behandelnden Arzt, damit dieser schon mal vorbereitet ist - er/sie wird sich natürlich auch, ohne das Gutachten selbst gelesen zu haben schwer tun.

    Was hat denn dein Arbeitgeber gesagt ?.

    Ich persönlich habe ja für solche Fälle noch einen Plan B., den ich aber immer nur als Theorie sehe, der aber in meiner Praxis schon funktioniert hat.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo, willkommen im Forum

    so, wie geschildert bleibt erst einmal festzuhalten - mündlich am 04.07. mitzuteilen, dass ab 05.07.2018 kein Krankengeld mehr gezahlt wird, geht gar nicht, auch wenn es ein MDK-Gutachten geben sollte, was ich allerdings stark bezweifle. Auch wenn es (noch) keinen schriftlichen Bescheid gibt, rate ich auf jeden Fall, sofort schriftlich Widerspruch einzulegen. Zur Widerspruchsbegründung ist Akteneinsicht, in diesem Falle in das MDK-Gutachten erforderlich, also einfordern. Das mit der aufschiebenden Wirkung solltest du vergessen - ich kenne nur einen oder zwei Fälle, wo sich eine Krankenkasse darauf eingelassen hat. Wichtig ist, dass du deinen behandelnden Arzt mit ins Boot holst, denn eine Widerspruchsbegründung, die nur von dir selbst verfasst würde, die bringt dir gar nichts - grundsaetzlich könntest du auch jetzt schon zum Sozialgericht gehen, allerdings, solange das Widerspruchsverfahren bei der Krankenkasse nicht abgeschlossen ist, hast du, meiner Erfahrung nach, keine Chance auf Erfolg.

    Gruss

    Czauderna

    und was ist das hier? :huhu:

    Hallo Knallforsch,

    genau das frage ich dich - was soll das hier - den Link, den du gesetzt hat, bezieht sich auf einen Beitrag in einem anderen Forum und ist mehr als zwei Jahre alt - was bezweckst du damit ?.

    Ich wollte eigentlich den Beitrag löschen, aber auch hier wird von mir nichts gelöscht, was nicht gravierend gegen die Forums regeln verstößt, bzw. nicht beleidigend oder diffamierend ist.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    nun, das liegt doch auf der Hand, oder - wenn jemand erklärt, das er über keinerlei Einkommen verfügt, dann muss man das glauben ?.

    Glaubst du so etwas ?. Wer kann seinen Lebensunterhalt von nix bestreiten ?. Da muss er/sie schon einen Nachweis führen

    Wenn das einfach so geht - schön wäre es .

    Gruss

    Czauderna

    Hallo Anton,

    Das mit dem Punkt verstehe ich nicht.

    Das mit dem Kassenwechsel, der dann aus Frust erfolgt schon eher und genau da könnte ich zumindest nicht widersprechen, wenn jemand auf die Idee käme, dass es Kassen gibt, die sich genau das zum Ziel setzen, nämlich zu erreichen, dass eben Versicherte aus Vergewisserung die Kasse von sich aus wechseln. Damit wären sie tatsächlich die teuren Patienten los. Das wäre wirklich logisch, allerdings, das passiert sehr selten, zu selten, um daraus eine Strategie zu machen. Außerdem, und da gebe ich dir ausnahmsweise mal wieder recht, kann z.B. unsere Ratsuchende wirklich nicht wissen ob es ihr bei einer anderen Kasse dann wirklich besser ergeht, wenn sie wieder mal Probleme bekommt, denn du sagst es immer wieder, es sind die Krankenkassen.

    Gruß

    Guenter

    Hallo Anton,

    Im Gegensatz zu dir habe ich mich daran orientiert was in dem Beitrag gesagt wurde. du hingegen, weißt bzw. Vermutest nun wieder sofort das Ūbliche,also was du in solchen Faellen immer vermutest und belegst dies dann mit deiner Auffassung von Recht und Gesetz oder mit Willkuer. mir geht es hier nur um die schlampige Berichterstattung und die falschen Aussage, dass die Kasse teure Patienten los werden will, was ja, wie wir nun hier wirklich alle wissen, so nicht geht.

    Gruß

    Guenter

    Hallo,

    das mag ja sein, dass dies nicht mehr in die heutige Zeit passt, aber auch wenn das ist eine Phrase ist - es ist nun mal so. Es gelten aber auch die Bestimmungen des Datenschutzes für alle Beteiligten. Ob nun die Krankenkassen nach Gutdünken entscheiden, dass kann man in den meisten Fällen, die in Foren wie diesem behandelt werden schon vermuten, aber nicht beweisen und schon gar nicht verallgemeinern. Tatsache ist, dass die Kasse berechtigt ist zu Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit (AU) den MDK einzuschalten und ein Gutachten/Stellungnahme anzufordern - dafür ist der MDK da. Der Fallmanager einer Krankenkasse ist grundsätzlich kein Mediziner, kann also eine Beurteilung für seine Entscheidung selbst nicht vornehmen, deshalb benötigt er hier eine fachliche Unterstützung, und weil die behandelnden Ärzte wahrscheinlich "befangen" sind was Feststellung und vor allen Dingen Dauer einer AU betrifft, hat man eben den MDK eingerichtet. Dass die Versicherten Akteneinsicht verlangen können gehört zum Procedere, das aber in der Praxis zu 99,9% nur dann ion Gang gesetzt wird, wenn das Gutachten negativ für den Versicherten ausgeht. Von den Fälle, die ein anderes Ergebnis haben, da erfährt man nix davon, warum auch. Zur Frage, ab wann das MDK-Gutachten wirkt - das wieder entscheidet die Kasse selbst - grundsätzlich geht das aber nicht rückwirkend, Widerspruchsgutachten mal ausgenommen.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    man schaue sich das mal an - http://www.focus.de/finanzen/v…inzelfall_id_9172545.html -

    ich bin der Meinung, das war nix - wenn schon, denn schon. Da hätte vielmehr rein gehört - In dem einen Fall eine Lücke von 1 Tag weil der Arzt keine Bescheinigung ausgestellt hat ( nicht dran gekommen in der Praxis), im anderen Fall keine konkrete Begründung, nur Verweis an das Job-Center und im dritten Fall Rausschmiss aus der Kasse weil man teure Patienten los werden will.

    Fall 1 wäre eigentlich leicht zu lösen, weil es inzwischen höchstrichterlich festgestellt wurde, dass Lücken, die durch den Arzt entstanden sind, nicht dem Patienten angelastet werden können.

    Fall 2 - dazu gab es keine konkrete Begründung, warum diese Lücke entstanden ist - ebenso auch bei Fall 3 - und das Argument, dass die Kasse teure Patienten los werden wollen, dass auch die Vertreterin des VDK anbrachte zieht nun mal gar nicht, weil durch die obligatorische Anschlussversicherung der volle Leistungsanspruch (außer ggf. Krankengeld) weiterhin von der bisherigen Kasse sichergestellt werden muss. Krankengeld endet irgend wann sowieso, aber alle anderen Leistungen können auf Dauer anfallen. Fazit - man hätte besser recherchieren sollen und dann senden, aber nicht so - das war nix. Der Knaller kam am Schluss - alle beteiligten Kasse wurden vor der Veröffentlichung angefragt und in allen Fällen liegt noch kein Überprüfungsergebnis, also Stellungnahme der betreffenden Kasse vor.

    Gruss

    Czauderna

    Hallo,

    du bist seit 25 Jahren bei dieser Kasse beschäftigt und musst aufgrund fehlender Informationen in einem Forum nach Rat fragen - dazu kommt auch noch Mobbing am Arbeitsplatz - da kann ich nur sagen, du hast keine Chance - denn wenn man einem bestimmten User hier und in anderen Foren Glauben schenken möchte, dann sind Krankenkassen in Verbindung mit dem MDK Meister in solchen Sachen und wenn es dann sogar gegen einen eigenen Beschäftigten geht, dann sieht es für den nicht so gut aus.

    Zu deiner konkreten Frage, natürlich muss dich deine Krankenkasse, und hoffentlich weißt du das, die sind nicht identisch, auch wenn sie die gleichen Namen haben sollten, so behandeln wie jeden anderen Versicherten auc, davon in Kenntnis setzen, dass sie aufgrund eines vorliegenden MDK-Gutachtens für arbeitsfähig hält und deshalb die Krankengeldzahlung eingestellt wird. Selbstverständlich kannst du dagegen Widerspruch einlegen und es schon sehr wichtig, dass dich dein behandelnder Arzt dabei unterstützt, in dem er dir eine medizinische Widerspruchsbegründung formuliert. Lass dir auf jeden Fall das MDK-Gutachten zukommen.

    Gruss

    Czauderna (48 Jahre bei einer Krankenkasse und leicht irritiert ob deines Falles)

    Hallo Anton,

    ja, das weiß ich, du warst nie bei einer Krankenkasse beschäftigt, deshalb unterstelle ich mal, dass dir auch deshalb die Vorteile einer solchen Maßnahme fuer alle Beteiligten, also der Versicherten ,der Krankenkasse und auch dem Arbeitgeber nicht so ganz geläufig sind - du siehst eben gerne nur -MDK und Krankenkasse, die sind böse. im Übrigen, Empfehlungen sind nie verbindlich.

    Gruss

    Guenter

    Hallo Anton,

    wir suchen nach einer Lösung und Antwort für die Rat suchende - ich habe nicht geschrieben, dass hier ein "muss" vorliegt sondern ein "sollte"

    Ich zitiere dich mal :

    Das sieht mal wieder nach einem Zusammenspiel von MDK
    und Krankenkasse an oder jenseits der Grenze zur Willkür aus.

    Aha, scheinbar muss jeder Fall, der hier zur Behandlung kommt in deine Schublade.

    Gruss

    Guenter

    Hallo,

    ja, sehe ich auch so wie Idefix - so, wie du uns deinen derzeitigen Gesundheitszustand geschildert hast macht eine Wiedereingliederung derzeit keinen Sinn.

    Der Orthopäde sollte aber meiner Meinung nach nicht nur den MDK kontaktieren sondern auch die Kasse. Ich war und bin immer ein großer Freund der Wiedereingliederung gewesen, aber die muss einen Sinn haben, denn Ziel einer solchen Maßnahme ist es ja die Arbeitsfähigkeit zu erreichen, die vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit vorlag - normalerweise zu den gleichen Bedingungen, es spricht aber nix dagegen, in Absprache mit dem Arbeitgeber andere Ziele zu erreichen, z.B. Arbeitszeitveränderungen oder Arbeitsplatzveränderungen (Sitzkasse statt Stehkasse bei dir z.B.).

    Gruss

    Czauderna