Beiträge von Tabu

    Hallo, Anton,


    wo siehst Du die Differenz?
    Der Krankheitsbeginn war 12.12.2016 und jetzt hat die KK den neuen Termin der Aussteuerung zum 11.09. 2018. Die Reha-Zeit zählt dazu.


    Was meinst Du unter den tatsächlich gezahlten und
    als verbraucht gerechneten Tagen? Wo ist die Diskrepanz?


    Und was schlägst Du vor?


    Gruss
    Tabu

    Hallo, Admin,


    bitte die Anlagen im meinem letzten Beitrag löschen, da ich diese Anlage nicht gut genug anonymisiert hatte. Sorry, bin leider
    stark sehbehindert. Anbei die Anlage dazu, hoffentlich, ist sie gut genug, um die Anonymität zu gewähren.


    "Die Blinden werden sehen.." (Bibel)


    Danke!
    Gruss
    Tabu


    Bitte das nächste mal besser unkenntlich machen. Danke

    Ach, was hätte ich ohne Euch ( Anton und Czauderna) gemacht? Wer hätte mich sonst in dieser Lage
    so gut beraten können? Dank EUCH vermelde ich heute einen Teil-Erfolg. Die KK hat den Aussteuerungstermin auf den 11.09. 2018 verschoben. Das bedeutet, dass die Ansicht von Anton richtig ist, dass man zuerst die Blockfristbildung prüfen soll und wenn man nicht sicher ist, dann soll man die Menschen fragen, die eventuelle mehr Ahnung davon haben. In meinem Fall kann ich nur sagen, dass ich ohne diese Hilfe einfach den Standpunkt der KK blind vertraut hätte.


    Anbei die anonymisierte Antwort der KK. Was meinst ihr zu diesem Schreiben? Soll man dazu ein Widerspruch erheben oder sind alle Messen bereits gelesen? In der Hoffnung schöpft man die Zuversicht, dass man nicht verliert, sondern gerettet wird.


    In tiefer Dankbarkeit
    Tabu


    P.S.
    Wenn ich nicht so oft schreibe, bedeutet dass nur, dass meine Augen leider manchmal nicht mitmachen. Aber der Kampf geht weiter.

    Hallo, Anton,


    was schlägst Du vor? Ich denke, dass die KK einige Probleme hat, die Unterlagen, die vor ca. 20 Jahren erstellt wurden, zusammen zu stellen.



    Die Aufbewahrungs.- und Archivierungspflichten sind wie folgt :


    Patientenakte 10 Jahre nach Behandlungsabschluss


    Arztbriefe 10 Jahre


    bei chron. kranken Patienten länger als 10 Jahre ( wenn noch in ärztl. Behandlung )


    D-Arzt Unterlagen 15 Jahre


    Unterlagen welche der Strahlenschutz Verordnung unterliegen 30 Jahre


    Rö-Aufnahmen 10 Jahre + Aufzeichnungen über Rö 30 Jahre


    EEG/EKG 10 Jahre


    Laborbefunde 10 Jahre


    =============


    Kann es so kommen, dass die KK die Blockfrist-Bildung ab der 1. Erkrankung aus diesem Grund nicht nachvollzierbar erklären kann, da ihr
    schlicht die Unterlagen dazu fehlen? Ich habe noch da einige Unterlagen in unserem privaten Archiv?


    Also, wie gehen wir nun vor? Ein Erinnerungsschreiben an KK per Übergabe-Einschreiben?


    Gruss
    Tabu

    Sorry, Anton, Du erstaunst mich immer wieder, weil Du sehr genau bist.


    Ja, ich habe die Unterlagen angefordert .. und habe bis heute nur die Bestätigung über den Eingang meines Einspruchs erhalten.


    Ich nehme an, dass die KK die Unterlagen zusammensucht und intern prüft. Wie lange kann es noch dauern? Noch ein Monat?
    Die Aussteuerung ist zum 12.06.2018. Wenn nicht nimmt die Sache ihren Gang:
    Antrag auf ALG1 im Zuge der Nahtlosigkeit bei der AfA, die Sache mit der Blockfrist wird mit der KK ausgefochten... bis zum bitteren Ende.
    Gleichzeitig werde ich auch die Frage der Einschränkung des Dispositionsrechts gerichtlich klären lassen. Ich vermute, dass diese Frage irgedwann
    wieder sehr aktuell wird, wenn meine Frau im Bermuda-Dreieck KK-AfA-DRV sich befinden wird.


    Der KoR-Forum hat mir viel gegeben bevor ich den ELO-Forum entdeckt habe. Der KoR und ELo-Forum haben Doppeloma viel zu verdanken.
    Ich habe eine große Achtung vor ihr, sie ist für mich ein Fels in der Brandung. Nicht viele User in KoR-Forum bewegen sich auf ihrem Level: sie
    besitzt einfach emotionale, soziale und kulturelle Kompetenz. Fachlich ist sie sehr stark. Ich hoffe sehr, dass im KoR-Forum die fachlichen Meinungsverschiedenheiten
    nicht zu den persönlichen Aversionen führen werden, denn dieser Forum kann den Menschen sehr helfen.


    Wenn viele User für die Rente kämpfen, dann kann man den User Tabu nicht vorwerfen, dass er und seine Frau gegen die Zwangsverrentung kämpfen. Es sind aber Menschen,
    ich bin ein Mensch und ich irre mich auch oft genug. Ich hoffe sehr, dass Du mir meine Irrtüme und die Ungenauigkeiten zeigst. Dafür danke ich Dir im voraus.
    Vielleicht lernen wir uns persönlich, wenn die Sache ausgestanden ist und vielleicht gibt es was zum Feiern.


    LG
    Tabu


    Der Blockfrist 01.04.2015 – 31.03.2018 steht fest, wenn die beide AUs sich auf derselben Krankheit mit ursächlichen Zusammenhang basieren, wird medizinisch festgestellt und kann nicht von KK ignoriert werden.
    Da der aktuelle KG-Anspruch erst am 03.04.2018 zu Ende geht, begann am 1. April 2018 (kein Aprilscherz!) erneut 78 Wochen von KG-Bezug, die dann am 28.09.2019 endet, wenn nichts dazwischen passiert.


    Das med. Gutachten des Arztes setzt ein Mechanismus in Gang, der unvermeidlich ist. Es liegt an dem Versicherten, ob er das nutzt oder nicht. Die KK wird sich zuerst ahnungslos stellen. Wo keine Klage ist...

    Du wirst für mich immer ein Rätsel sein, lieber Anton.


    Manchmal bin ich nur Pessimist, weil ich an Mangel von Informationen leide, dann bin irgendwann wieder ein Pessimist wegen
    des Mangels an Perspektiven. Du sprichst rätselhaft, hat alles seinen tiefen Sinn, mein lieber Machts Sinn?

    Meine Frau hatte 03/1996 Brustkrebs und 20 Jahre später 12/2016 Brustkrebs-Rezidiv.
    Der ursächlicher Zusammenhang und dieselbe Krankheit wurde medizinisch bestätigt.
    Seit 12/2106 Dauer AU, Reha April-Mai 2017 , im Entlassungsbericht steht: Arbeitsumfang UNTER 3 Stunden,
    perspektivisch arbeitsunfähig.


    Der Umdeutung des Reha-Antrags haben wir bis jetzt immer wiedersprochen, der Rentenermittlungsverfahren ruht z.Z.,


    Die Austeuerungstermin laut der KK im Juni 2017, dagegen wurde Widerspruch erhoben, unser Ziel ist 09/2017 als Austeuerungstermin.


    Danach kommt die Nahtlosigkeit gemäß dem § 145 SGB III. Nun muss man dieses Eisberg erforschen,
    hier ist ein interessanter Link:


    https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok ... 015152.pdf


    Der Eingang des Widerspruch gegen die Aussteuerung wurde von KK bestätigt. Es geht wieder los!

    Hallo, Anton,


    vor der Reha hat meine Frau der KK die Schweigepflichtentbindung für die gesamte Dauer de AU erteilt. Sollen wir diese mit sofortiger Wirkung widerrufen?


    Herr Prof. hat Folgendes geschrieben:


    O.g. Patientin erlitt 12/2016 ein Spätrezidiv des 1996 diagnostizierten und behandelten Mamma-Carzinoms. Dieses wurde im Rahmen der erweiterten
    Nachsorge diagnostiziert. Somit besteht ein medizinischer Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen.


    Ist es so korrekt? Schlage Deine Formulierung vor, fall dies nicht so ist?


    Was meint Du dazu, wenn ich die KK im Zusammenhang mit dem Aussteurungsbescheid bitte, die Einschränkung des Dispositionrechts zurückzunehmen? Diese Einschränkung des Dispositionsrechts hängt wie Damokles Schwert über meine Frau. Wenn meine Frau doch zwangsverrentet wird, dann war alles umsonst, die KK bekommt alle Beiträge, die in die Rentenkasse eingezahlt wurden, zurück.


    Gruss
    Tabu

    Hallo, Anton,


    wenn nichts Neues kommt werde ich wohl dann das Schreiben an die KK herausschicken. Das Spiel beginnt dann, hier muss ich Dir
    und Czauderna danken. Ich bin nicht sehr schlau, aber ich habe die Ausdauer, manchmal hilft sie mir Einiges zu verstehen, natürlich es dauert leider manchmal zu lange.


    Gruss
    Tabuj

    https://openjur.de/u/593127.html



    Dieselbe Krankheit liegt vor, wenn es sich um ein im ursächlichen Sinne einheitliches Krankheitsgeschehen handelt. Das ist der Fall, solange die Krankheit nicht ausgeheilt ist und immer wieder zu behandlungsbedürftigen und/oder Arbeitsunfähigkeit bedingenden Krankheitserscheinungen bzw. Krankheitsbeschwerden führt. Es kommt dagegen nicht darauf an, ob die Krankheitserscheinungen stets in gleicher Weise und ohne zeitliche Unterbrechung fortbestehen. Dieselbe Krankheit kann auch dann noch fortbestehen, wenn Arbeitsunfähigkeit und/oder Behandlungsbedürftigkeit (vorübergehend) entfallen sind, also der ursprüngliche Leistungsfall bereits abgeschlossen ist. Für die Frage, ob die erneute Arbeitsunfähigkeit auf derselben Krankheit wie die vorangegangene Arbeitsunfähigkeit beruht, kommt es daher allein auf das Krankheitsgeschehen selbst an (BSG, Urteil vom 12.10.1988 – 3/8 RK 28/87). Erforderlich ist allerdings, dass eine identische Krankheitsursache vorliegt.

    hallo, Anton,


    langsam begreife ich warum das 1. Schreiben so aussehen soll:


    "Krankengeld – Ihr Zeichen …


    Sehr geehrte …


    gegen den Aussteuerungsbescheid vom … lege ich Widerspruch zur Fristwahrung ein.


    Nach der Rechtsprechung des BSG zu § 48 SGB V und dessen Vorgaben zur „starren Blockfrist“ darf
    nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Krankheit bereits vor ca. 20 Jahren ausgebrochen ist und 2016
    ein Rezidiv attestiert wurde.


    Bitte lassen Sie mir eine individuelle schriftliche Begründung des Aussteuerungsbescheides zukommen,
    damit der Widerspruch sachgerecht begründet werden kann. Außerdem wäre ich für die Übersendung
    von Kopien / Ausdrucken der insoweit vorhandenen Unterlagen / Dateien sehr dankbar.


    Mit freundlichen Grüßen
    ==========


    Die KK soll Form und Verfahrensfehler machen und wir sollen sie ausnutzen. Warum nicht?


    Der Hr. Prof. soll in seinem Gutachten folgendes feststellen und zwar:


    1. ob die die gleiche Krankheit die Ursache der AU in den Jahren 1996 und 2016 war und damit der ursächliche Zusammenhang bestätigt wird. Ist es so richtig?
    2. Wir haben nur eine derselbe Krankheit mit 2 AUs und einen ursächlichen Zusammenhang. Ein Zusammenhang einer aktuellen Erkrankung mit einer Vorerkrankung liege dann vor, falls es sich um dieselbe Ursache handele und um dasselbe Erscheinungsbild. Ist es so richtig?


    Gruss
    Tabu
    P.S. Ohne Deine Hilfe hätte ich um vieles schwerer. Danke, Toni.

    Hallo, Anton,


    es ist klar, dass man selbst die Entscheidung treffen muss. Ich sehe durchaus die Vorteile Deines Vorschlags, daher warte ich bis uns die Antwort des verehrten Prof. vorliegt.


    "ob es am Ende Ja oder Nein
    zum 10.06.2018 oder 12.09.2018
    sein wird, erscheint mir offen.",


    ich denke es kann nur 10.06. oder 10.09. am Ende stehen, die KK kann sich auswählen, sonst trifft man sich vor Gericht.
    Dabei kann man auch die Frage der unbefristeten Krankengeld-Bewilligung klären lassen. Wie kann man das elegant in die Klageschrift einbauen, wenn man dann auf die Gewährung des Krankengelds bis zum 10.09.2109 pochen wird.


    Man kann zuerst gegen die falsche Blockfristbildung klagen und dabei die Frage der unbefristeten KG-Bewilligung in Ahlehnunbg an die SG-Urteile von Mainz und Speyer klären lassen? Wie geht dies juristisch?


    Uns interessiert nur der Weg, der unser Ziel ist, lass Dich nicht auf die Nebenkämpfe ablenken.


    Servus, Toni
    Tabu





    Zitat:



    Hallo, Anton,


    ich denken die Vorgehensweise, die Du vorgeschlagen hast, eher taktischer Natur. Egal was die Krankenkasse vorbringen wird, am Ende wird es Ja oder Nein sein. Meinst Du nicht, dass wir die ganze Sache verkürzen sollen, um die Nerven meiner Frau zu schonen, denn ich muss immer ihre Unterschrift haben?


    Mein 3. Entwurf zur Zeit sieht so aus, weil ich davon ausgehe, das der Herr Prof. seine Bestätigung in den Sinne gibt, die für die Blockfristbildung entscheidend ist. Diesen Entwurf kann man noch ändern nachdem der Text des Prof. vorliegen wird:


    ***


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    gegen den Aussteuerungsbescheid vom … lege ich Widerspruch ein.


    Nach der Rechtsprechung des BSG zu § 48 SGB V und dessen Vorgaben zur „starren Blockfrist“ darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass meine erste Brustkrebserkrankung (Mamma-Ca li) am 15.03.1996 und am 15.03.2016 ein Brustkrebs-Rezidiv (Mamma-Ca li) diagnostiziert wurden.
    Maßgebend für einen ursächlichen Zusammenhang und damit die Annahme derselben Krankheit (Mamma Ca li) bei den Erkrankungen im Jahr 1996 und im Jahr 2016 ist, ob diesen jeweils dieselbe Grunderkrankung zugrunde liegt.


    Anbei übersende ich Ihnen die ärztliche Bestätigung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen meinen beiden Brustkrebserkrankungen. Aus diesem Grund muss die Blockfrist wie folgt gebildet werden:


    15.03.1996 - 14.03.1999
    15.03.1999 - 14.03.2002
    15.03.2002 - 14.03.2005
    15.03.2005 - 14.03.2008
    15.03.2008 - 14.03.2011
    15.03.2011 - 14.06.2014
    15.03.2014 - 14.03.2017
    15.03.2017 - 14.03.2020


    Da ein ursächlicher Zusammenhang besteht, beginnt die erste Blockfrist im Jahre 1996. Nach Bildung von aufeinanderfolgenden 3-Jahresfristen kommt man zu dem Blockfristenwechsel im März 2017. Ab hier entsteht ein neuer 78-Wochen-Anspruch. Das Leistungsende wäre dann 12 September dieses Jahres. Dies wäre der richtige Termin und nicht der von der Krankenkasse angegebene 10. Juni 2018.


    Die Frage der richtigen Blockfristenbildung ist in erster Linie eine medizinische Frage, die entsprechend den Kriterien, die sozialgerichtliche Rechtsprechung zu dem Begriff „derselben Krankheit“ nach § 48 Abs. 1 S.1 SGB V entwickelt hat, beantwortet werden kann. Es kommt darauf, ob die die gleiche Krankheit die Ursache der AU in den Jahren 1996 und 2016 war und damit der ursächliche Zusammenhang bestätigt wird.


    „Dieselbe Krankheit“ im Sinne von § 48 Abs. 1 S. 1 SGB V:
    „Dieselbe Krankheit“ liegt vor, sofern es sich um ein einheitliches Krankheitsgeschehen handelt. Es muss dann dieselbe Krankheitsursache oder zumindest ein innerer Zusammenhang mit der ursprünglichen Krankheit bestehen."
    In der Rechtsprechung wird unter "dieselbe Krankheit" auch ein noch medizinisch latent weiterbestehendes, nicht ausgeheiltes Grundleiden verstanden, ohne dass sich dabei identische Krankheitssymptome äußern müssen (vgl. BAG AP Nr. 50 und 61 zu § 1 LFZG; BAG AP Nr. 42 zu § 63 HGB mwN; Dörner in: Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 4. Aufl 2003, § 3 EFZG RdNr 80 mwN; ebenso im Krankenversicherungsrecht zB: Schmidt in: H. Peters, Handbuch der Krankenversicherung, § 48 SGB V RdNr 19, 22 mwN; Höfler in Kasseler Kommentar, § 48 SGB V RdNr 4 mwN; Geyer/Knorr/Krasney, Entgeltfortzahlung - Krankengeld - Mutterschaftsgeld, 7. Aufl, Stand 2003, § 48 SGB V RdNr 11).


    Zu diesem Thema gibt es mehrere Urteile, die die Krankenkasse zur Gewährung von Krankengeld verurteilt haben. In diesem Schreiben werde ich mich nicht auf die konkreten Urteile berufen, weil diese Frage in meinem wie auch in jedem anderen Fall allein durch die Bewertung des medizinischen Sachverständigen beantwortet werden kann. Diese medizinische Bewertung liegt nun Ihnen vor.


    In der Hoffnung, dass die Krankenkasse meine berechtigten Interessen angemessen berücksichtigen verbleibe ich


    Mit freundlichen Grüßen


    ***
    Im Widerspruch muss alles Wichtiges vorhanden sein, was sich später eventuell in der Klageschrift findet wird. Man soll nicht die Handschuhe zuerst werfen, vielleicht gleich in die Fr...ese schlagen. Kurz und ...geschmacklos, ohne Wenn und Aber. Was denkst Du? Wenn die KK anderer Meinung ist, dann zum Kadi oder?

    Danke, Czauderna,


    was meinst Du soll ich erst die KK um die Erläuterung ihres Standpunkt zur Blockfristbildung und die Unterlagen dazu bieten oder gleich den Widerspruch einlegen? Die RV will auch wissen, wie die KK auf unseren Widerspruch gegen die Einschränkung des Dispositionsrechts reagiert hat. Die KK hat nicht reagiert, dem Kampf will sie aus dem Wege gehen. Die Gerichte sind überlastet, die Wartezeit auf einen Gerichtstermin ist ca. 1 Jahr, bis dann der KG-Anspruch erschöpft.


    Jetzt nur die Frage zur Blockfrist bis zum 12.09. regeln und dann kann man an die Nahtlosigkeitsregelung denken.

    Gruss
    Tabu

    Ein Anwalt schreibt:


    „Dieselbe Krankheit“ im Sinne von § 48 Abs. 1 S. 1 SGB V


    „Dieselbe Krankheit“ liegt vor, sofern es sich um ein einheitliches Krankheitsgeschehen handelt. Es muss dann dieselbe Krankheitsursache oder zumindest ein innerer Zusammenhang mit der ursprünglichen Krankheit bestehen.


    Nicht ausreichend ist das mehrfache Auftreten der gleichen oder gleichartigen Krankheit mit zwischenzeitlicher vollständiger Genesung. Anderseits kann sich das Grundleiden in unterschiedlichen Erscheinungsformen z. B bei Wirbelsäulenerkrankungen äußern (vgl. dazu z. B. Urteil des BSG vom 7. Dezember 2004, B 1 KR 10/03 selbst bei Wirbelsäulenleiden in verschiedenen Abschnitten
    Quelle:
    https://rechtsanwalt-und-sozia…d-48-sgb-v/#comment-43923


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    Bedeutet dies, dass wenn meine Frau als zwischenzeitlich als geheilt eingestuft wurde, dann kann man nicht von derselben Erkrankung im Jahr 1996 und 2016 sprechen? Was erlabt er sich?! Hey, Anton, er erwähnt den gleichen Urteil B 1 KR 10/03 R 07.12.2004. Aber die erneutes Auftreten derselben Krankheit hat bestätigt, dass meine Frau eben nicht geheilt war.

    Herzlichen Dank, Anton, das ist eine wahre Fundgrube. Nun muss ich nur... das alles richtig verstehen, d.h. auf meinen Fall ummünzen. Ich habe es quer gelesen und verstanden, dass die Blockbildung ab dem Tag der 1. Diagnose des Brustkrebs richtig war
    15.03.1996 - 14.03.1999
    15.03.1999 - 14.03.2002
    15.03.2002 - 14.03.2005
    15.03.2005 - 14.03.2008
    15.03.2008 - 14.03.2011
    15.03.2011 - 14.06.2014
    15.03.2014 - 14.03.2017 (am 12.12.16 Diaganose Krebs-Rediziv)
    15.03.2017 - 14.03.2020


    Im Block 15.03.2014-14.03.17 war der 78-Wochen-Anspruch nicht ausgeschöpft, daher begann dieser Anspruch von neuen im darauffolgenden Block, so dass man 7Tage x 78 Wochen diesen Asprurch hat und der dann am 12.09.2018 endet.


    Der Arzt muss nur bestätigen, dass bei den beiden Erkrankungsfällen im Jahr 21996 und im Jahr 2016 auf dieselbe Ursache zurückführbar sein müssen und in beiden Fällen die dieselbe Krankheit vorgelegen habe?


    LG
    Tabu
    P.S. "Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel." KonfuziusNach oben

    welche Formulierung meinst Du mit


    "Meine Formulierung war eine Woche früher auf die Frage nach „derselben Krankheit“ abgestellt
    Mein Kampf um Krankengeldzahlung "


    Wie soll dann die Frage an den Arzt formuliert werden? Schreib mir diese Frage auf. Meinst Du etwa so?


    "Können Sie, verehrter Herr Prof. Dr Dr. , mir bestätigen, da bei meinen beiden Erkrankungen im Jahr 1996 und 2016 um dieselbe Krankheit handelt?"


    Gruss
    Tabu

    Hallo, Anton,


    da habe ich eventuell einen Fehler gemacht, da ich um die Bestätigung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen den beiden Brustkrebserkrankungen gebeten.
    ***


    ich habe an den Frauenarzt ein solches Email gesandt:


    "Sehr verehrter Prof. Dr.,


    Bezug nehmend auf unser heutiges Telefonat bitte ich Sie um die ärztliche Bestätigung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen meinen beiden Brustkrebserkrankungen im Zuge des Widerspruches gegen den Aussteuerungsbescheid der Krankenkasse AOK Plus zum 12. Juni 2018.


    Meine erste Brustkrebserkrankung (Mamma-Ca li) wurde am 15.03.1996 diagnostiziert. Der Brustkrebs-Rezidiv (Mamma-Ca li) wurde am 12.12.2016 von Ihnen diagnostiziert, an dieser Stelle möchte ich Ihnen mein Dank aussprechen, denn Fr. Prof. Dr. ...sagte mir, dass sie den Rezidiv in einem sehr früheren Stadium als er sehr klein war entdeckt haben.


    Wenn Sie mir in einem Schreiben den ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen beiden Erkrankungen bestätigen, dann werden die Blockfristen wie folgt gebildet:


    15.03.1996 - 14.03.1999
    15.03.1999 - 14.03.2002
    15.03.2002 - 14.03.2005
    15.03.2005 - 14.03.2008
    15.03.2008 - 14.03.2011
    15.03.2011 - 14.06.2014
    15.03.2014 - 14.03.2017
    15.03.2017 - 14.03.2020


    Besteht ein ursächlicher Zusammenhang, beginnt die erste Blockfrist im Jahre 1996. Nach Bildung von aufeinanderfolgenden 3-Jahresfristen kommt man zu dem Blockfristenwechsel im März 2017. Ab hier entsteht ein neuer 78-Wochen-Anspruch. Das Leistungsende wäre dann 12 September dieses Jahres. Dies wäre der richtige Termin und nicht der von der Krankenkasse angegebene 10. Juni 2018.


    Zur Entschuldung der Krankenkasse muss ich erwähnen, dass die Krankenkasse aus datenrechtlichen Gründen nicht die Daten über die 10-Jahres-Frist aufbewahren darf. Umso wichtiger ist ein ärztlich bestätigte ursächliche Zusammenhang beider Brustkrebserkrankungen für die Berechnung der Blockfrist.


    Die Frage der richtigen Blockfristenbildung ist in erster Linie eine medizinische Frage, die entsprechend den Kriterien, die sozialgerichtliche Rechtsprechung zu dem Begriff „derselben Krankheit“ nach § 48 Abs. 1 S.1 SGB V entwickelt hat, beantwortet werden kann.


    Maßgebend für einen ursächlichen Zusammenhang und damit die Annahme derselhen Krankheit (Mamma Ca li) bei den Erkrankungen im Jahr 1006 und im Jahr 2016 ist, ob diesen jeweils dieselbe Grunderkrankung zugrunde liegt.


    Zu diesem Thema gibt es mehrere Urteile, die die Krankenkasse zur Gewährung von Krankengeld verurteilt haben. In diesem Schreiben werde ich mich nicht auf die konkreten Urteile berufen, weil diese Frage in meinem wie auch in jedem anderen Fall allein durch die Bewertung des medizinischen Sachverständigen beantwortet werden kann.



    In dieser Hoffnung auf Ihre Bestätigung verbleibe ich


    Mit vorzüglicher Hochachtung
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    Ich denke, so ist der Schreiben OK oder? Deutscher Sprach is Schwersprach:)


    LG
    Tabu